Autor: Daniela Krause-Wack (Seite 1 von 3)

Verwandlung der Mächte

Der 2012 verstorbene amerikanische Theologe Walter Wink hat den Begriff vom „Mythos der erlösenden Gewalt“ geprägt und die biblischen Rede von „Mächten & Gewalten“ genutzt, um heutige Machtstrukturen verstehen und transformieren zu können. Die Quintessenz seiner Forschung ist 2014 auf deutsch unter dem Titel „Verwandlung der Mächte“ erschienen. Mit diesem Buch setzte die breitere Wahrnehmung von Wink in Deutschland ein. In kurzer Zeit ist das Buch zu einem modernen Klassiker der Theologie der Gewaltfreiheit geworden.
Zum zehnten Todestag von Walter Wink spüren wir seiner vielfältigen Wirkungsgeschichte in Deutschland nach und fragen nach ihrem Potential für unsere Theologie und unser Engagement. Dazu haben wir Menschen eingeladen, die berichten, was sie von Walter Wink gelernt haben und wie sein Werk sie geprägt hat. Danach diskutieren wir gemeinsam, welche „Mächte & Gewalten“ heute das Leben bedrohen und wie wir Winks Überlegungen zu einem engagiert-transformativen Zugang zur Bibel nutzen können: um die Mächte mutig zu konfrontieren und letztlich zu ihrer Erlösung beizutragen.
Eine Veranstaltung vom Ökumenischen Institut für Friedenstheologie, dem Internationalen Versöhnungsbund/Deutscher Zweig und der Melanchthon Akademie Köln.

Unsere Impuls-Geber:innen:

Dr. Julia Lehnen-Volmer, Theologin und Schriftstellerin. „Interaktionale Bibelauslegung“ ist im Kohlhammer-Verlag erschienen.

Dr. Peter Aschoff,evangelischer Pfarrer in Nürnberg, langjähriger Leiter der Elia-Gemeinschaft in Erlangen, bloggt auf peregrinatio.net.

Johanna Tschautscher, Schriftstellerin, Regisseurin und Filmemacherin aus Linz/Österreich. 2016 hat sie den Essay-Film „Vom Mythos der erlösenden Gewalt“ veröffentlicht. 

Dr. Tobias Faix, Professor an der CVJM-Hochschule Kassel und Initiator des Masterstudiengangs Transfromationsstudien. Das eingeblendete Bild ist von Ghazwam Assaf.

Miriam Meyer, Studentin im Master-Studiengang Transformationsstudien an der CVJM-Hochschule Kassel und Mitglied im „Refo Moabit“.

Dr. Egon Spiegel, Professor für Praktische Theologie an der Universität Vechta.

Literatur von Walter Wink:

Walter Winks „Powers-Trilogie“: Naming the Powers, Unmasking the Powers und Engaging the Powers.

Eine leicht lesbare Zusammenfassung ist unter dem Titel The Powers That Be erschienen. Dieses Buch ist auf Deutsch erschienen als Verwandlung der Mächte: Eine Theologie der Gewaltfreiheit.

Weiterführende Hinweise – allesamt von Walter Wink geprägt:

Aktiv gewaltfrei: Die neue Kampagne von Pax Christi, die sich direkt auf Winks „Mythos der erlösenden Gewalt“ bezieht.

Stir Up Peace: Videoserie zur Logik und Praxis gewaltfreien Widerstands mit vielen Geschichten und Konzepten, sowie Diskussionsfragen.

Radical Discipleship ist eine der Orte, wo Winks theologisch-aktivistische Arbeit weitergeführt wird.

Hervorzuheben ist auch das Geez Magazine, es gab dort eine ganze Ausgabe zu den „Mächten“.

Bill Wylie-Kellerman, Pastor aus Detroit, entwickelt „liturgisch-direkter Aktionen“. Auf seiner Webseite sind viele seiner Texte frei verfügbar. Empfehlenswert ist sein Buch: Powers in Particular: A Practical Theology of the Powers.

Unterwegs mit den Wanderbäumen

Am 5. Mai waren wir mit den Wanderbäumen in der Südstadt unterwegs und haben Passanten befragt: Was wünscht du dir für die Stadt der Zukunft? In dieser kleinen Serie veröffentlichen wir die Antworten.

Happy Birthday, Philipp Melanchthon!

Am 16.2.1497- also genau vor 525 Jahren – wurde unser Namensgeber Philipp Melanchthon geboren. Als Reformator bewegten seine Ideen nicht nur die Kirche, sondern auch Städte, Schulen und Universitäten. Zudem verfasste er das erste evangelische Glaubensbekenntnis, die Confessio Augustana. Die Ideen von Philipp Melanchthon lassen sich auch im Hier und Jetzt entdecken. Unsere Studienleiter:innen fassen in diesem kleinen Film Ihre Wünsche an Philipp Melanchthon zusammen.

Zu dem hat Dr. Thorsten Latzel, der Präses der Evangelischen Kirche im
Rheinland, uns ein Grußwort übermittelt, über das wir uns sehr freuen! Darin hat er
unser Engagement als Stadt-Akademie in Köln und Region mit diesem großen Namen
auf den Punkt getroffen.

#outinchurch – ein Gratulationsschreiben

Viele haben die vergangenen Wochen die Dokumentation und die dazugehörige Kampagne #outinchurch wahrgenommen. In einer bewegenden und mutigen Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ outen sich 125 queere Katholik*innen und erzählen von ihren Erfahrung in der katholischen Kirche. Wir in der Melanchthon-Akademie finden gut so! Dorothee Schaper, Kirchenrätin Irene Diller (Stabsstelle Vielfalt und Gender Ev. Kirche im Rheinland) und Dr. Martin Bock haben Ihre Gedanken zusammen gefasst: #OutinChurch-ein Gratulationsschreiben

Christliches Yoga – ein Gespräch mit Pia Wick

Pia Wick ist Yogalehrerin und Institutsleiterin des christlichen Yoga Instituts Sela. Im PowerTalk spricht Sie über die Sehnsucht nach der Körperlichkeit im Glauben und beschreibt was christliches Yoga für Sie ausmacht. Dabei ist ihr besonders wichtig, den Körper aus christlicher Perspektive in den Blick zu nehmen. Sie knüpft dabei die körperlichen Übungspraxis der Asanas und die westlich geprägte Yoga-Praxis an.  

Jetzt anmelden:
Am 12. und 13. März 2022 findet ein christlicher Yoga-Workshop in der Akademie statt.

Mindful Parenting – ein Gespräch mit Sonja Boxberger

Die letzten Monate haben Familie gefordert. Im Moment leben und sein – insbesondere für Eltern in (post-)pandemischen Zeiten stellt dies eine Herausforderung dar. Zwischen den vielen Anforderungen, die wir erfüllen müssen oder wollen tritt die Achtsamkeit für sich selbst in den Hintergrund. Sonja Boxberger ist Trainerin für Mindful Parenting und MBSR. Angereichert mit kleinen Tipps gibt sie einen Einblick darüber, wie Selbstfürsorge im Elternalltag gelingen kann. Und wie sich das auf unsere Kinder und die Familie auswirkt.

„Träume zum Zeitgeschehen“ von Prof. Dr. Ingrid Riedel

Die Träume unserer Zeitgenossen – wie auch unsere eigenen – gehen an den Themen und Problemen des aktuellen Zeitgeschehens natürlich nicht vorbei, sondern enthalten neben den persönlichen Reaktionen darauf auch Bilder und Symbole von überpersönlicher Bedeutung, geben außerdem Impulse zur Klärung und zum Handeln. Zu diesem Thema sollen Träume vorgestellt werden, die vor allem von den beiden großen Krisen unserer Zeit handeln: von der Corona-Pandemie und – weit über sie hinausreichend – von der Bedrohung unseres Klimas und unserer Umwelt als ganzer. Welche Signale werden von diesen lebensbedrohenden Krisen im Unbewussten ausgelöst? Welche Impulse zum tieferen Verstehen dieser Krisen, zu ihrem Bestehen und letztlich zu ihrer Bewältigung können wir den Träumen zum Zeitgeschehen, die unter uns geträumt werden, entnehmen? Zum Kennenlernen und gemeinsamen Betrachten und Reflektieren solcher Träume wollen dieser Vortrag und die anschließende Diskussion einladen.

Introversion und Extraversion – zwei im Alltag häufig missverstandene Begriffe C. G. Jungs

Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“ und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und andere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch verstanden und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständnis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise, wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird. Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertierten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaubte von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetzten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich deshalb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem Schaden.
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