Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“ und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und andere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch verstanden und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständnis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise, wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird. Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertierten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaubte von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetzten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich deshalb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem Schaden.
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