Kategorie: verstehen (Seite 1 von 3)

Christliches Yoga – ein Gespräch mit Pia Wick

Pia Wick ist Yogalehrerin und Institutsleiterin des christlichen Yoga Instituts Sela. Im PowerTalk spricht Sie über die Sehnsucht nach der Körperlichkeit im Glauben und beschreibt was christliches Yoga für Sie ausmacht. Dabei ist ihr besonders wichtig, den Körper aus christlicher Perspektive in den Blick zu nehmen. Sie knüpft dabei die körperlichen Übungspraxis der Asanas und die westlich geprägte Yoga-Praxis an.  

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Am 12. und 13. März 2022 findet ein christlicher Yoga-Workshop in der Akademie statt.

Mindful Parenting – ein Gespräch mit Sonja Boxberger

Die letzten Monate haben Familie gefordert. Im Moment leben und sein – insbesondere für Eltern in (post-)pandemischen Zeiten stellt dies eine Herausforderung dar. Zwischen den vielen Anforderungen, die wir erfüllen müssen oder wollen tritt die Achtsamkeit für sich selbst in den Hintergrund. Sonja Boxberger ist Trainerin für Mindful Parenting und MBSR. Angereichert mit kleinen Tipps gibt sie einen Einblick darüber, wie Selbstfürsorge im Elternalltag gelingen kann. Und wie sich das auf unsere Kinder und die Familie auswirkt.

„Träume zum Zeitgeschehen“ von Prof. Dr. Ingrid Riedel

Die Träume unserer Zeitgenossen – wie auch unsere eigenen – gehen an den Themen und Problemen des aktuellen Zeitgeschehens natürlich nicht vorbei, sondern enthalten neben den persönlichen Reaktionen darauf auch Bilder und Symbole von überpersönlicher Bedeutung, geben außerdem Impulse zur Klärung und zum Handeln. Zu diesem Thema sollen Träume vorgestellt werden, die vor allem von den beiden großen Krisen unserer Zeit handeln: von der Corona-Pandemie und – weit über sie hinausreichend – von der Bedrohung unseres Klimas und unserer Umwelt als ganzer. Welche Signale werden von diesen lebensbedrohenden Krisen im Unbewussten ausgelöst? Welche Impulse zum tieferen Verstehen dieser Krisen, zu ihrem Bestehen und letztlich zu ihrer Bewältigung können wir den Träumen zum Zeitgeschehen, die unter uns geträumt werden, entnehmen? Zum Kennenlernen und gemeinsamen Betrachten und Reflektieren solcher Träume wollen dieser Vortrag und die anschließende Diskussion einladen.

Introversion und Extraversion – zwei im Alltag häufig missverstandene Begriffe C. G. Jungs

Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“ und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und andere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch verstanden und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständnis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise, wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird. Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertierten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaubte von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetzten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich deshalb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem Schaden.

Heilung und Unheilbarkeit- Medizin zwischen Technik, Heilkunst, Geld und Gnade“ von Dr. Konstatin Rößler

Der Wunsch nach Heilung und die Konfrontation mit Unheilbarem bilden das zentrale Spannungsfeld, in dem sich die Medizin bewegt. Dieses steht immer in unmittelbarer Verbindung mit menschlichen Beziehungen und Schicksalen. Seit Jahrzehnten bestimmen jedoch zunehmend Technisierung und Ökonomisierung den medizinischen Alltag. Es stellen sich die Fragen: Wohin führt uns diese Entwicklung? Welche Prioritäten setzen wir? Was benötigen wir als Patienten und Ärzte für eine Heilkunst, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt?

Gelassenheit – der Schlüssel zum Tor der Individuation ein Vortrag von Dr. Susanne Gabriel

In Zeiten der Krisen, der Ängste, der Zersplitterung und Orientierungslosigkeit wie in der heutigen Situation, scheint nichts wichtiger, aber auch schwieriger zu sein, als die Tugend der „Gelassenheit“ zu bewahren. In allen östlichen und westlichen spirituellen Traditionen wird sie als anzustrebende Grundhaltung gegenüber den Wirren des Lebens empfohlen. In der Analytischen Psychologie C.G. Jungs „muß man psychisch geschehen lassen können“, um den Schlüssel zur Tür des Individuationsweges zu finden. Wenn C.G. Jung davon spricht, dann will er zu einer psychischen Einstellung aufrufen, in der das Ich-Bewusstsein die Botschaften aus dem Unbewussten wahrnimmt und im Sinne der Selbstregulation der Psyche integriert.  

Macht Covid 19 unsere Gesellschaft krank?

Die Covid-19-Pandemie wird zum sozialen Belastungstest. Wie wirken sich die Einschränkungen auf uns aus? Wie und inwieweit „infiziert“ das Virus unser Sozialverhalten – und das unserer Kinder? Wird es unsere Freiheit und unsere Gesellschaft dauerhaft verändern? Wie schaffen wir es, daraus das Richtige zu lernen?

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Stiftung Allgemeinmedizin und der Melanchthon-Akademie am 19. November 2021 in Köln lotet Prof. Armin Nassehi, einer der einflussreichsten Soziologen Deutschlands, Inhaber des Lehrstuhls I für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und seit 2020 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dieses Feld aus.

Noch einmal: Assistierter Suizid. Ein Zwischenruf von Pfarrer Dr. Rainer Stuhlmann

„Assistierter Suizid. Wie geht es nach dem Urteil des BVG vom Februar 2020 weiter?“ Zwar nicht der gegenwärtige Ratsvorsitzende der EKD, wohl aber einige seiner Vorgänger kamen in den letzten Monaten in der Melanchthon-Akademie zu diesem Thema zu Wort. Ihre Argumentation hat immer die gleiche Struktur. Ihre ethische Beurteilung der Hilfe zum Suizid wird getrübt durch eine unklare ethische Beurteilung des Suizides selbst. Sie geben sich kritisch gegenüber der traditionellen kirchlichen und theologischen Verurteilung des Suizids als „Selbstmord“. Aber bei genauerem Hinsehen ist die kirchliche Verurteilung der Selbsttötung heute nur weniger drastisch. Auch ihre Argumente laufen letztlich auf nichts anderes hinaus als eine moralische Nötigung, den Tod zu empfangen, statt ihn sich zu geben.

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Sind Kirchen systemrelevant? Vortrag von Prof. Dr. Ulrich H.J. Körtner

Die Corona-Pandemie hat uns schlagartig bewusst gemacht, welche Systeme, Institutionen und Berufsgruppen, wenn es in ernsten Krisenzeiten hart auf hart kommt, wirklich wichtig sind. „Systemrelevanz“ ist der neue Wertmaßstab im gesellschaftlichen Kampf um Aufmerksamkeit und Anerkennung. Wer ihm nicht gerecht wird, ist augenscheinlich systemirrelevant.Vor diesem Hintergrund, sowie der aktuellen Entwicklung der Kirchenmitgliederzahlen fragt der Theologe Prof. Dr. Ulrich Heinz Jürgen Körtner  nach der Relevanz von Kirche. Den vollständigen Vortrag erhalten Sie mit einem Klick auf diesen Satz.

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