Autor: Frauke Komander (Seite 1 von 12)

„Brot & Buch & Innenhof“: Semestereröffnung der Melanchthon-Akademie

MAK-Leiter Pfarrer Dr. Martin Bock und Verwaltungsmitarbeiter Matthias Franke interpretierten John Lennons Song „Imagine“.

MAK-Leiter Pfarrer Dr. Martin Bock und Verwaltungsmitarbeiter Matthias Franke interpretierten John Lennons Song „Imagine“.

„Was ist reparierbar und was nicht?“ Diese Frage hat die Eröffnung des 2. Halbjahres der Melanchthon-Akademie (MAK) in der Kölner Südstadt dominiert. Gleichwohl ging es an diesem spätsommerlichen Abend im zentralen Innenhof des Hauses der Evangelischen Kirche auch um Ermutigung, Inspiration und Trost. Wie gewohnt machten MAK-Leiter Dr. Martin Bock, die Studienleitenden sowie weitere MAK-Mitarbeitende mit individuell gestalteten Buchvorstellungen neugierig auf Veranstaltungen der Bildungseinrichtung in den nächsten Monaten. Willkommen geheißen wurden die Besuchenden in der „(UN)REPARIER-BAR“ mit John Lennons Song „Imagine“ in der Interpretation von Sänger Bock und dem Gitarre spielenden MAK-Webmaster Matthias Frank.

„Unsere Welt, unser Kontinent, unsere Stadt, unsere Seelen und Herzen brauchen Reparatur in diesen Zeiten“, verwies Bock auch auf den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt am Vortag. „Wie damit umgehen, was unreparierbar ist?“ Dem wolle man aus den verschiedenen Perspektiven des MAK-Programms auf den Grund gehen und vor dem Austausch bei Brot und Getränken die Gäste auf heilsame und wirksame Gedanken bringen.

Annika Kruger-Bremicker: „Lieber Max,“

Zunächst tauschte sich Studienleiterin Lena Marie Felde mit Annika Kruger-Bremicker über deren Dachbodenfund, dessen Geschichte und die Folgen aus. Kruger-Bremicker waren die im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges begonnenen Tagebücher ihrer Großmutter Gisela in die Hände gefallen: „Ich konnte nicht aufhören, darin zu lesen“. Aus ihnen stellte die Enkelin schließlich ein Buch zusammen. Am 8. Oktober wird es in der MAK vorgestellt. Eigentlicher Adressat der Tagebücher war Giselas 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft geratener Mann Max. Bis zu seiner Heimkehr habe seine Frau für ihn sechs Jahre lang Seite um Seite gefüllt, so Kruger-Bremicker. „Meine Oma wollte ihm berichten, wie das Leben im Krieg und danach war, wie es ihr ergangen ist in seiner Abwesenheit.“ Die Autorin empfindet diese stille Arbeit ihrer Oma als einen Brückenschlag zu ihrem Mann, als Versuch, deren Beziehung und Liebe aufrecht zu erhalten. Quasi „diese verlorene Zeit für ihn zu reparieren und wiederzubringen“.

„Politische Theologie der Modernen Welt“

Studienleiterin Lena Marie Felde und Autorin Annika Kruger-Bremicker tauschten sich aus.

Studienleiterin Lena Marie Felde und Autorin Annika Kruger-Bremicker tauschten sich aus.

Antje Rinecker widmete sich mit „Politische Theologie der Modernen Welt“ dem 2021 vorgelegten, letzten Buch von Jürgen Moltmann. Darin habe er seinen wachsenden Glauben und sein theologisches Denken zusammengebracht. Sie nannte den 2024 hochbetagt Verstorbenen einen der großen Theologen des 20./21. Jahrhunderts. Atheistisch aufgewachsen, habe er in britischer Kriegsgefangenschaft eine Bibel in die Hand bekommen. „Und dann ist das passiert, was ihn sein ganzes Leben beschäftigt hat.“ Besonders berührt haben die Studienleiterin an diesem „sehr gut zu lesenden“ Buch zwei Punkte: „Es hat mir Zusammenhänge erschlossen, von denen ich vorher nichts wusste.“ Zweitens hat es „mich getröstet angesichts der Situation in unserer Welt auch schon vor dem gestrigen Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt“. Rinecker beklagte, dass durch eine zunehmend entfesselte Sprache und einfach Machtinteressen legitimierende entfesselte Theologie, sie nannte beispielhaft Patriarch Kyrill I. in Russland, die Theologie einen unreparierbaren Schaden erfahren könne. „Dann stehe ich da mit meiner Leidenschaft für das Christentum, meiner Spiritualität und der tiefen Überzeugung, dass theologisches Denken so viel zu geben hat und zur Reparierbarkeit der Welt beitragen kann.“ Und das funktioniere in diesem Buch, in dem es darum gehe, was christliche Theologie in der Verantwortung für die Welt zu bieten habe. „Es kommt im Buch zusammen, was uns sonst so leicht auseinanderfällt: nämlich Denken und Glauben.“

„Ist denn schon alles gesagt?“

Bock hatte neben Büchern eine Erfahrung im Gepäck, „die alle etwas mit Kommunikation, Erzählen, Zuhören zu tun haben“. Er blickte kurz zurück auf eine Reise im Juli mit einer fast dreißigköpfigen Gruppe auf den Spuren der Familie Bonhoeffer in Polen sowie Sachsen-Anhalt. Kurz vor der dortigen Landtagswahl habe man in einer Kleinstadt erst nach längerem Suchen kleine Plakate demokratischer Parteien gefunden, aber keines von der AfD. „Was für eine gespenstige Atmosphäre. Der Gedanke kam auf: Ist hier schon alles klar und geredet worden?“

Reden lassen und zuhören

Nach ihrem Wahlkampf 2024 in Thüringen, in dem die Bundestagsabgeordnete Kathrin Göring-Eckhardt (Grüne) auf fast jeder Veranstaltung  nicht zu Wort gekommen und aggressiv beschimpft worden sei, habe sie die Tür hinter sich nicht zugeschlagen, sondern ein Buch geschrieben: „Deutschland, lass uns reden, Eine Reise durch die Seele der Republik“. Dafür habe sie sich mit vielen Menschen getroffen, sich Zeit genommen, auf Wut, Verwundungen, Haltlosigkeit, Überforderung, Sorgen und Lasten zu hören, sagte Bock. Und die Politikerin habe das, „was gesagt werden musste“, erst mal wirken lassen. Dabei habe sie gemerkt, dass die Wut der Gesprächspartner deutlich abgenommen habe – und ihre eigene Wut auf die Wütenden immer kleiner geworden sei. In ihrem Buch folge Göring-Eckhardt den Spuren ihrer Gespräche und Erfahrungen, so Bock. Am Ende stehe ein Schwenk zur Zuversicht, dass man durch das Zuhören und Reden lassen schließlich „wieder Grund findet, Grund, Mut in die Demokratie zu haben“.

„Jenseits der Brandmauer. Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz“

Mitglieder des Pädagogischen Teams und Verwaltungsteams der Melanchthon-Akademie sowie Gäste sprachen und musizierten zum Thema „Was ist reparierbar und was nicht?“

Mitglieder des Pädagogischen Teams und Verwaltungsteams der Melanchthon-Akademie sowie Gäste sprachen und musizierten zum Thema „Was ist reparierbar und was nicht?“

„Feine Sahne Fischfilet – was fällt Ihnen dazu ein?“, fragte Dorothee Schaper in die Runde. Einige wussten Bescheid. Die Studienleiterin wollte nicht auf eine Speisevariante hinaus, sondern auf die Polit-Punk-Band aus Jarmen in Mecklenburg-Vorpommern. Noch genauer: auf deren Frontsänger Jan Gorkow. Unter seinem Spitznamen Monchi erschien jüngst das Buch „Jenseits der Brandmauer. Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz“. Sein „Plädoyer gegen Schwarz-Weiß-Denken und für den Versuch eines Miteinanders“ ist Pfarrerin Schaper im Urlaub „über den Weg gelaufen“. Es handele von Monchis Rückumzug nach Jarmen. In seinem Geburtsort, „wo er fast jeden kennt“, erreichte die AfD bei der letzten Bundestagswahl 54 Prozent der Stimmen. Er habe es kaum fassen können, so Schaper. „Und dann schreibt er seine Erfahrung auf aus seinem Dorf.“ Er betone, dass er sich nicht von hier vertreiben lasse, sondern hier leben und bleiben wolle. Schaper berührt sein Buch, „weil er nicht aufhört zu reparieren, nicht aufgibt, und den Menschen, die im Alltag so sein wollen, wie sie sind, Mut macht“. Ermutigt hat es auch die Pfarrerin, die nach der oben genannten Studien- und Gedenkreise selbst durch „Meck-Pomm“ gereist ist und „viele Menschen getroffen hat, die dort leben wollen, so wie sie sind.“

Maximaler Gewinn und die Flucht von der Erde als Ziele der Tech-Elite

„Die Welt reparieren mag das Ziel einer demokratischen Öffentlichkeit sein. Aber nicht alle wollen das“, stellte Matthias Frank fest. „Eine Tech-Elite hat ganz andere Ziele: maximalen Gewinn und letztlich die Flucht von der Erde.“ Genau das arbeite Douglas Rushkoff in seinem Buch „Survival of the Richest. Warum wir vor den Tech-Milliardären noch nicht einmal auf dem Mars sicher sind“ heraus. Der US-amerikanische Professor für Medientheorie und digitale Ökonomie betrachte die Welt des digitalen Kapitalismus aus einer kapitalismuskritischen und humanistischen Perspektive, sagte Frank. Als Insider der Tech-Szene habe der Autor deren Entwicklung in Kalifornien seit den 1980er Jahren begleitet, beschrieben und auch als Theoretiker beeinflusst. „Dabei sieht er heute eine seltsame Mischung aus Angst und Weltherrschaftsphantasien bei deren Protagonisten am Werk.“

Mit ihrer Reise zum Mars wollten sie sich und wenige Auserwählte vor einer zusammenbrechenden Welt in Sicherheit bringen. Das Mindset der Tech-Elite bildet laut Frank den zentralen Begriff in Rushkoffs Ausführungen. Danach speise sich deren Gedankenwelt und Handlungskraft aus digitaler Technologie und Kapitalismus. „Zerstörung von Kulturen und Volkswirtschaften, von Ökosystemen und Nachbarschaften ist nicht Kollateralschaden, sondern durchaus beabsichtigt“, so Frank. „Wer unsere Welt heute verstehen will, kommt um die Tech-Elite, deren Gedankenwelt und Protagonisten nicht herum.“ Rushkoff liefere den Schlüssel zu ihrem Verständnis.

„Vieles, was nicht mehr gerettet, repariert oder aufgehalten werden kann.“

Oft würden Hoffnungen auf ein erfolgreiches Reparieren am Ende nur enttäuscht, gab Dr. Stefan Hößl zu bedenken. Er verstehe das Bedürfnis, etwas heilen, richten zu wollen. Darin aber spiegelten sich mit Blick auf die Welt doch oft Sehnsüchte und Projektionen – viel mehr als reale Möglichkeiten bestünden. Denn auf absehbare Zeit gebe es vieles, was nicht mehr gerettet, repariert oder, wie der Klimawandel, aufgehalten werden könne, meinte der Studienleiter. Der unbedingte Wunsch nach Instandsetzung verstellt laut Hößl den Blick auf ganz andere Notwendigkeiten. Auch angesichts gegenwärtiger Erscheinungsformen des Antisemitismus fragte der auf diesen Bereich spezialisierte Erziehungswissenschaftler, wo wir denn anfangen sollten mit dem Heilen.

So nehme er wahr, dass Menschen in seinem nahen Umfeld „auch fast 82 Jahre nach Auschwitz keinen Begriff von Antisemitismus haben“. Mit „großem Gewinn gelesen“ hat Hößl das von ihm vorgestellte Buch „Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung“ von Nikolas Lelle und Tom Uhlig. Der Sozialphilosoph und der Sozialpsychologe griffen darin „die Missverständnisse, Leerstellen und Verkürzungen um Antisemitismus“ auf, um den Begriff und „das Phänomen am Ende besser fassen zu können“. Es gehe eben nicht nur um das Reparieren. „Es geht vor allem um eine Schärfung des Blicks, um realen Problemsituationen am Ende besser begegnen zu können als bisher.“ Ganz konkret gehe es um einen realistischeren Kampf gegen Antisemitismus im privaten und öffentlichen Raum.

Nachhaltigkeitsideen voranbringen

Dr. Martin Horstmann empfahl die Publikation „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten. Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden. Alles über regenerative Landwirtschaft, Schwammstädte, Klimalandschaften & Co.“ von Ute Scheub und Stefan Schwarzer. Der Studienleiter zeigte sich „sehr geflasht“ von diesem „sehr konstruktiv-positiv“ verfassten Buch. Es nehme einen mit, mache Lust aufs Tüfteln. Lust darauf, sich mit „low tech“ und „einfachen Lösungen“ auf den Weg zu machen und kleine Nachhaltigkeitsideen voranzubringen – auch innerhalb von MAK-Angeboten. Zu unseren Aufgaben zählte Horstmann „nicht groß im Wege zu stehen, nicht noch mehr kaputt zu machen.“ Zu seinen „kleinen Erkenntnissen“ gehört beispielsweise, dass das in Pflanzen gespeicherte Wasser „Grünes Wasser“ genannt wird. Wer Bäume pflanze, pflanze Wasser. Wer begrüne, wirke positiv auf das Mikroklima und Schließen von Wasserkreisläufen ein. Er plädierte, „Nachhaltigkeit mit der Debatte um Krisenresilienz zu verknüpfen“. Auch bezogen auf den Umgang von Kirche und Diakonie mit den immer spürbarer werdenden klimatischen Veränderungen.

Denk-Erzähl-Essay: „Die Arbeit der Vögel“

Lea Braun beschloss den Reigen der Buchvorstellungen mit „Die Arbeit der Vögel. Seelenstenogramme“ von Marica Bodrožić. „Sie beschäftigt sich mit der Flucht Walter Benjamins im September 1940 über die Pyrenäen“, nach deren Gelingen der Schriftsteller und Philosoph sich das Leben genommen habe. Sie wandere auf dessen Pfad und verwebe ihre Biografie mit der damaligen Zeit „ganz künstlerisch“, fasste die Studienleiterin zusammen. Für Braun ist dieses „so dicht geschriebene“ Werk „nicht wirklich“ ein Roman, sondern „irgendwie ein Denk-Erzähl-Essay“. Darin streife Bodrožić Themen von Trauma, Erinnerung und Zugehörigkeit, Verlust, Philosophie und Psychoanalyse. „Und auch das Thema Flucht ist immer wieder präsent.“

Text und Fotos: Engelbert Broich

Parlamentswahl in Israel – ein Kampf um die Demokratie

Israel bereitet sich auf die ersten Wahlen seit den Terrorangriffen vom 7. Oktober 2023 sowie den anschließenden Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und mit dem Iran vor. Die Wahlen gelten als richtungsweisend für die politische und demokratische Entwicklung des Landes. Erstmals sind Parteien, die als rechtsextrem gelten, Teil der Regierungskoalition. Ihre Politik gegenüber den Palästinensern, der Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland, ihre Positionen zur Rolle der orthodoxen Bevölkerung sowie die geplanten Reformen staatlicher Institutionen werden im In- und Ausland kontrovers diskutiert.

Im Rahmen seines Vortrags fragt der Referent des Abends, der Journalist und Buchautor Igal Avidan: Wie wird der Kampf um Israels Demokratie geführt? Wer sind die Hauptakteure und wie sehen die Wahlprognosen aus? Werden die Oppositionsparteien erneut mit einer arabischen Partei koalieren, wie es nur einmal in der „Anti-Netanjahu-Regierung“ zwischen Juni 2021 und Ende 2022 der Fall war? Und ist eine Entspannung der Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern in Sicht?

Eine Veranstaltung in Kooperation der Melanchthon-Akademie mit der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln – Gescher LaMassoret und der Karl Rahner Akademie.

Igal Avidan

Di, 13.10. 19-20.30 (2 UStd)

Dieser Kurs kostet 8,00€.

Nr. 2231H

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Kartäusergasse 9-11

Jenische in Deutschland – die unsichtbare Minderheit: Vortragsabend am 6. Oktober

Geschichte, Kultur und Kampf um Anerkennung: Die Jenischen in Deutschland stehen am Dienstag, 6. Oktober, 18.30 Uhr bis 20 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, Köln, im Mittelpunkt eines Vortragsabends mit dem Ethnologen Martti Zeyer und dem Schriftsteller Klaus Vater. Als eigenständige ethnische Minderheit mit eigener Sprache, Kultur und Tradition sind Jenische seit Jahrhunderten Teil Deutschlands und Europas.

Dennoch sind sie bis heute häufig unsichtbar und von Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus betroffen. Im Gespräch geht es um ihre Geschichte, ihre Kultur und ihren Kampf um Anerkennung. Klaus Vater stellt zudem seinen Roman „Kleine Furcht“ vor, der historische Fakten mit einer bewegenden Familiengeschichte verbindet. Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung ist erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de.

www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): Zentralrat der Jenischen Deutschland

„Lass uns reden!“ – Zwei MAK-Veranstaltungen über Frieden und Demokratie

Katrin Göring-Eckardt und Abraham Lehrer.

Katrin Göring-Eckardt und Abraham Lehrer.

Unmittelbar nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, in einer gesellschaftlichen Situation mit stetig anwachsendem Antisemitismus und Rassismus, lädt die Melanchthon-Akademie gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern zu zwei besonderen Veranstaltungen in Köln ein, die sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen widmen. Zu Gast ist jeweils Katrin Göring-Eckardt, MdB Die Grünen und Autorin des Buches (2025) „Deutschland, lass uns reden. Eine Reise durch die Seele der Republik“.

Am Freitag, 25. September, werden unter dem Titel „Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden“ die folgenden Fragen diskutiert: Wie kann Zusammenhalt gelingen? Wie kann Verschiedenheit ausgehalten werden? Überlegungen aus christlichen Perspektiven bieten Prof. Dr. Dörte Diemert und Katrin Göring-Eckardt in ihrer Dialogpredigt im Rahmen des ACK-Gottesdienstes anlässlich der Dreikönigswallfahrt. In diesem Gottesdienst wird auch an die vor 20 Jahren von zahlreichen Kölner Religionsgemeinschaften unterzeichnete Friedensverpflichtung erinnert. In der anschließenden Soirée im DOMFORUM kommen beide Predigerinnen mit Rolly Brings und Serap Güler ins Gespräch. Veranstalter sind der Kölner Dom, ACK Köln, Katholisches Bildungswerk Köln, Karl Rahner Akademie und die Melanchthon-Akademie.

Am Montag, 28. September, lädt die Melanchthon-Akademie gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern unter dem Titel „Deutschland, lass uns reden!“ zu einem Gesprächsabend über Zustand und Zukunft der Demokratie ein. Katrin Göring-Eckardt spricht mit Abraham Lehrer, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Evangelischen Studierendengemeinde Köln und der Karl Rahner-Akademie.

„Was ist los mit uns und unserem Land? Ich bin ratlos, weil die so willkürliche wie nicht zu stillende Wut offensichtlich nichts mit dem Anliegen, wohl aber mit der Seelenlage insgesamt zu tun hat“, sagt Katrin Göring-Eckardt. „Wer Angst hat, sieht nur Gefahren, aber keine Chancen. Wir müssen frei von Angst leben können. Dazu müssen wir uns trauen, Dinge auch anders zu machen. Wir müssen mutig sein.“

Beide Abende sind kostenlos.

„Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden“ mit Katrin Göring-Eckardt

Freitag, 25. September,

16.45 Ökumenischer Gottesdienst im Kölner Dom mit Dialogpredigt mit Dialogpredigt von Prof. Dr. Dörte Diemert und Katring Göring-Eckardt

18.30 Soiree im DOMFORUM mit den Predigerinnen und weiteren Gästen

Kölner Dom, Domkloster 4, 50667 Köln

Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung:

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/kurs/21320-zum-frieden-verpflichtet

„Deutschland, lass uns reden!“ Ein Gesprächsabend über Zustand und Zukunft unserer Demokratie mit Katrin Göring-Eckardt und Abraham Lehrer

Montag, 28. September, 18 bis 20 Uhr

Evangelischer Kirchenverband, Kartäusergasse 9-11

Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung:

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/kurs/21308-deutschland-lass-uns-reden-ein-gespraechsabend-ueber-zustand-und-zukunft-unserer-demokratie

 

Text: APK/MAK
Foto(s): Foto: Laurence Chaperon und Thomas Lohnes fuer Zentralrat der Juden

Köln grüßt Jerusalem, Bethlehem, Jericho und Tel Aviv

Respekt für all diejenigen, die nicht aufgeben

„Laut freue ich mich über Gott……denn sie hat mir Kleider der Rettung angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet.“ So übersetzt die Bibel in gerechter Sprache Jesaja 61, 10. Das klingt verheißungsvoll und in weiter Ferne in Zeiten von Krieg und Ungerechtigkeit. Was wollte der Prophet Jesaja mit dem Bild des Mantels der Gerechtigkeit damals sagen und was könnte es heute bedeuten? Mit einer interreligiösen Erkundung und einem besonderen Abend am Tag der Menschenrechte laden wir sie ein Antworten zu suchen und sich mit Menschen, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte einsetzen, zu verbinden. Wie zB die „Rabbis for Human Rights“ und das christliche Zentrum „Sabeel“ aus Jerusalem, die in diesem Jahr das gemeinsame Projekt „faithful future“ ins Leben riefen, eine interreligiöse Allianz, die auf die prekäre Menschenrechtslage in der Region reagiert und Menschen aus Synagogen, Kirchen und Moscheen in der Schriftauslegung und im Handeln unterstützen will.

Eine weitere Initiative für Verständigung und Gerechtigkeit ist das „Parents Circle-Families Forum“ Israelis und PalästinenserInnen, die seit 1995 gemeinsam ihre Angehörigen betrauern, die durch den Konflikt ums Leben kamen. In diesem Jahr sind sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Mit den Combatants for Peace laden sie jedes Jahr zur „Ceremony of grief“ zum gemeinsamen Trauern und Erinnern ein. Der diesjährigen Ceremony wollen wir nachspüren und ins Gespräch kommen.

Konkrete Beispiele von Initiativen, die im Gespräch bleiben und für Gerechtigkeit einstehen wollen, ermöglichen uns die Kunst des Nachfragens, des Verstehen Wollens in fehlerfreundlichen Räumen zu üben und die Bedeutung des „Mantels der Gerechtigkeit“ zu erkunden.


Veranstaltungshinweise

Mittwoch 30.09.2026, 19:00 Uhr im ZOOM

Alltag in Jerusalem
Eine liveschalte: evangelische Pfarrerinnen kommen zu Wort

Im Zoom | 1 Termin | 5,00 € | Nr. 1233S


19.11.2026, 19:00–21:00 Uhr

Parents Circle/ Combatants for Peace: Ceremony of Grief
Gemeinsame Trauer in Tel Aviv, Jericho und weltweit – ein Gespräch

Wir laden Sie ein, angesichts dieser Zeremonie über gemeinsames Trauern, das Menschsein und die aktuelle Situation von Israelis und PalästinenserInnen ins Gespräch zu kommen.

Haus der Kirche Kartäusergasse | 1 Termin | 5,00 € | Nr. 1229S


Do., 26.11.2026, 18:00–21:30 Uhr

Katastrophe oder Hoffnung aus Jerusalem in diesen Zeiten?

Jerusalem – seit eh und je ein Ort der Sehnsucht und der Projektion: Biblischerseits wird Heil und Heilung von dort verheißen. In unseren Zeiten sehen wir andere Bilder und Informationen. Wir setzen uns mit Katastrophen und Hoffnungen aus Jerusalem in Thora, Bibel und Koran und mit dem heutigen Ost- und Westjerusalem auseinander. Dabei werden u.a. zivile Initiativen wie „Ir Amin“, „Standing together“, „Rabbis for Human rights“, „Tag Meir“, „Sabeel“ vorgestellt.

Haus der Kirche Kartäusergasse | Anmeldung erforderlich | 10,00 € | Nr. 1230S

 

Schalom und Widerstand

Katrin Göring-Eckardt zu Gast im Kölner Dom und in der Melanchthon-Akademie

Wir freuen uns sehr, dass MdB Katrin Göring-Eckardt, Partei Bündnis 90/Die Grünen, langjähriges Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland im September 2026 unser Gast in verschiedenen Kontexten der Kölner Stadtgesellschaft sein wird:

„Zum Frieden verpflichtet. Köln, lass uns reden …“ – Am Freitag, 25.9., 16.30h wird sie im Ökumenischen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln eine Dialogpredigt gemeinsam mit einem prominenten Kölner Bürger:in halten. Unter der Überschrift „Köln, lass uns reden“ werden sie im Kontext des Jubiläums der Kölner Friedensverpflichtung zu  der Frage ‚Wie trägt politische Verantwortung, das Aushalten von Meinungsverschiedenheiten, das Sich-Verstehen-Wollen, zu „Schalom“ und „Salam“, also gelingender und gerechter Gemeinschaft innerhalb der Stadtgesellschaft bei?

Im Anschluss an den Gottesdienst am 25.9. um 18 Uhr wird Katrin Göring-Eckardt im Domforum mit weiteren Gästen aus dem interreligiösen Spektrum der Stadt ins Gespräch kommen.

„Widerstand und demokratische Kultur“ – Am Montag, 28.9. um 19 Uhr im Haus der Kirche spricht Katrin Göring-Eckardt unmittelbar nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern über den Einfluss des Rechtsextremismus, über Widerstand und demokratische Kultur und ihr aktuelles Buch „Deutschland, lass uns reden. Eine Reise durch die Seele der Republik“ sprechen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Evangelischen Studierendengemeinde Köln. Mo, 28.9., 19 Uhr | Eintritt frei | Haus der Kirche, Kartäusergasse 9-11

 

Aktuelles rund um die Kölner Friedensverpflichtung 2006-2026:

Di., 22.9. 18h  20 Jahre Kölner Friedensverpflichtung –  im Kölner Rathaus

Di., 15.9. 19h Kick Off Abend zum Projekt ‚Kölner Friedensverpflichtung To Go‘

2.9. /21.9. /6.12. Multireligiöser Mitsingworkshop

Do, 5.11. 19h Kölner Friedensverpflichtung To Go:   Aktuelle Kommentare und Resonanzen aus der Kölner Stadtgesellschaft und ihren Religionsgemeinschaften

‚Du gürtest mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit‘

Fr., 2.10. 17h Kick off für ein multireligiöses und interaktives Kunstprojekt zum Tag der Menschenrechte

Do., 10.12. 19h Tag der Menschenrechte – Kunst, Musik und Worte zum Menschenrecht

 

Foto: Dorothee Schaper

Nachhaltigkeits-Bildung bei Gegenwind

In den letzten Jahren ist rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz viel in Bewegung gekommen – doch mittlerweile hat der Wille zu einem ernsthaften ökologischen Wandel wieder rapide abgenommen. Gesellschaftlich und politisch driftet dieses Thema ins Abseits.

Das betrifft natürlich auch die Nachhaltigkeits-Bildung: Was machen wir denn eigentlich, wenn es politischer Wille ist, weiterhin auf fossile Energien zu setzen und gemachte Fortschritte sogar wieder zurückzudrehen? Was heißt das für unser Engagement rund um Schöpfungsbewahrung?

Grundsätzlich: Mit dem weitermachen, was gut läuft. Und das ist der gemeinschaftliche Austausch, das Vernetzen und Zusammenbringen, das von- und miteinander Lernen. An unserer Akademie haben sich zwei Formate etabliert, die genau das bieten: Der „Digitale Öko-Stammtisch“ für Engagierte in den Kirchengemeinden und die „Klimapolitischen Erkundungen“ der Grannies for Future in Köln. Beides erfreut sich großer Beliebtheit.

Zusätzlich: Innehalten und schauen, was jetzt strategisch wirklich sinnvoll ist. Genau das haben wir im Kontext des kirchlichen Nachhaltigkeits-Engagements vor: Im November lädt die Melanchthon-Akademie zusammen mit Kooperationspartnern zu einem Strategietag ein: Was wollen wir eigentlich machen, wenn es gesellschaftlich massiven Gegenwind gibt? Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech ist an dem Tag mit dabei, eine spannende Keynote ist also garantiert.

Neue Schneisen schlagen: Nachhaltigkeit mit der Debatte um Krisenresilienz verknüpfen. Denn konkrete Ideen für gesellschaftliche Krisenresilienz nutzen (fast) immer nachhaltige Methoden und Technologien. Nach dem Fachtag „Über Leben in Kollapsen“ im Februar in Köln folgt nun im November ein Barcamp in Berlin: „Zwischen Klimaanpassung und Klimakollaps. Christliche Beiträge zu kollektiver Krisenresilienz“. Und im Herbst startet noch ein neues, ambitioniertes Vorhaben: Kirchengemeinden befähigen, zu einem „Anker für solidarische Krisenresilienz“ zu werden.

Auf eine wichtige Grundkompetenz setzen: Selbstermächtigung. Haben Sie schon mal von „low tech“ gehört? „Low tech“ bedeutet, auf einfache Lösungen zu setzen, die man selbst reparieren, manchmal sogar selbst bauen kann. Denn wir brauchen nicht überall „high tech“ und manchmal ist weniger Technik die bessere Technologie. Nachhaltigkeitslernen ganz altbacken, im positiven Sinne.

Last but not least: Auch die Voraussetzungen für (Öko-)Engagement im Blick behalten. Ein Thema liegt mir dabei besonders am Herzen: Dass wir in Sachen Digitalität unabhängiger werden von amerikanischen Unternehmen. Das ist jetzt nicht direkt ein Nachhaltigkeitsthema – oder vielleicht gerade doch. Denn wir sind in all unserer (digitalen) Kommunikation völlig abhängig von US-Tech-Firmen. Gesund ist das nicht. Dabei gibt es europäische Alternativen.

Text: Dr. Martin Horstmann

Sich auf den eigenen Weg machen: Die Kunst der Lebenspfadfinderei. Interview mit Christina Münk

Weshalb ist die philosophische Reflexion so spannend für die Persönlichkeitsentwicklung?

Sokrates soll gesagt haben: „Nur ein geprüftes Leben ist es wert, gelebt zu werden“. Mir gefällt diese ziemlich radikale Aussage. Ich würde sagen, dass Selbstreflexion und das Prüfen von Meinungen, Gewohnheiten und Üblichkeiten die Basis für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung sind. Insofern ist die philosophische Reflexion für mich nicht nur eine Denkmethode, sondern eine grundlegende Haltung – eine Art, in der Welt zu sein, die ich auch in meinen Veranstaltungen vermitteln möchte.

Dr. Christina Münk ist Philosophin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Seit 15 Jahren leitet sie Veranstaltungen zur persönlichen Entwicklung und bewussten Lebensführung.

Dr. Christina Münk ist Philosophin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Seit 15 Jahren leitet sie Veranstaltungen zur persönlichen Entwicklung und bewussten Lebensführung.

Welcher Wunsch steht hinter dieser Haltung? Geht es darum „bei sich selbst anzukommen“ – ist das überhaupt ein erreichbarer Zustand?

Christina Münk: In der Existenzphilosophie, die mich sehr geprägt hat, wird die Vorstellung, man könnte bei sich selbst ankommen und wäre dann sozusagen fertig, als Illusion kritisiert. Das sehe ich auch so: Wir sind als Menschen niemals fertig. Solange wir leben, sind wir nie vollständig angekommen – und dieser Gedanke ist zugleich beunruhigend und befreiend!

Denn das bedeutet einerseits, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden müssen, ein glückliches Leben bestehe darin, in totaler Selbstzufriedenheit, ohne Zweifel und innere Konflikte einfach „man selbst“ zu sein. Dafür sind wir als Wesen mit Bewusstsein einfach nicht gemacht. Andererseits heißt das aber: Es ist nie zu spät, sich zu verändern und dem eigenen Weg eine neue Richtung zu geben.

… und wie kann das gelingen?

Christina Münk: Am Anfang stehen Selbstreflexion und Selbsterkenntnis. Und zur Frage nach dem Ziel fällt mir die Formulierung ein „mit sich selbst einverstanden sein“. So hat der Philosoph Peter Bieri die Voraussetzung für ein gutes Leben beschrieben. Gemeint hat er damit, dass wir in unserem Denken, Fühlen, Wollen und Handeln immer mehr zu der Person werden können, die wir sein möchten. Das bedeutet: Durch Reflexion und innere Arbeit können wir unser Leben immer mehr in Einklang mit unseren eigenen Werten bringen. Dieses Einverstanden-Sein mit sich ist kein statischer Idealzustand, sondern ein dynamischer, unperfekter Prozess – eine lebenslange Aufgabe, aber eine sehr lohnende.

Sie betonen hierfür die Relevanz von Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung und innerer Arbeit – sehen Sie darin auch eine Antwort auf gesellschaftliche Krisen?

Christina Münk: Ich bin überzeugt, dass die Arbeit an sich selbst und die persönliche Entwicklung immer auch eine politische Dimension haben. Wir werden von den gesellschaftlichen Strukturen geprägt, in denen wir leben. Sich persönlich weiterzuentwickeln heißt daher auch, diese Strukturen zu prüfen und kritisch zu hinterfragen – und genau das ist eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Wandel.

Aktuell fällt es in diesen unsicheren Zeiten manchmal schwer den Mut zu bewahren. Wie bleiben wir verbunden und können an einer besseren Zukunft mitwirken?

Christina Münk: Erich Fromm schrieb 1976: „Das physische Überleben der Menschheit hängt heute von einer radikalen Veränderung des Herzens ab“. Dieser Gedanke ist jetzt, 50 Jahre später, aktueller denn je. Wir leben in extrem herausfordernden Zeiten und viele spüren: So kann es nicht weitergehen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich bei der inneren Arbeit auch mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das hilft zu erkennen, dass man mit dem Wunsch, persönlich und gesellschaftlich etwas zum Besseren zu verändern, nicht allein ist.

In meinen Workshops schaffe ich bewusst Raum für diesen Austausch – und die Teilnehmenden nutzen das sehr gerne. Denn wir alle wünschen uns, unseren eigenen Weg zu gehen und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der wir gesehen, respektiert und wertgeschätzt werden.

Sie heben hervor, dass Entscheidungen oft „nur einen Gedanken entfernt“ sind – wie passt das zu der oft langen und schwierigen inneren Veränderung?

Christina Münk: Persönliche Entwicklung ist meiner Erfahrung nach beides: ein langfristiger, oft auch langwieriger Prozess und immer wieder auch ein spontanes Ereignis, das zu einer neuen Entscheidung führt. Ich habe oft erlebt – bei mir selbst und bei anderen –, dass ein Impuls, ein Gedanke oder ein einzelner Satz plötzlich etwas in Bewegung bringen kann.

In Beratung, Therapie oder in Workshops sind das tolle Momente: wenn ein Satz plötzlich auf eine ganz besondere Weise wirkt und nicht nur die Gedanken verändert, sondern einen Raum im Inneren öffnet, der sogar körperlich spürbar wird.

Mein Wunsch ist es, dass Menschen aus meinen Veranstaltungen mit einem neuen Gedanken herausgehen, der in ihnen weiterarbeiten und ihre nächste Entscheidung bereichern darf.

 

Veranstaltungstipps:

Wie will ich leben?

Den inneren Kompass ausrichten

Sa, 19.09.  I 10-14 Uhr I 35 € I Nr. 3232BR

 

Den Menschen feind?

Wie eine hoffnungsvolle Misanthropie uns jetzt helfen kann. Vortrag mit Austausch

Fr, 06.11. I 18-19.30 Uhr I 10€ I Nr. 6244F

 

Mit mir auf meiner Seite

Die Kraft der Selbstfreundschaft entdecken

Sa., 28.11. I 10-14 Uhr I 35 € | Nr. 3230BR

 

Fotos: Christina Münk/Agung Pandit Wiguna

„Brot und Buch“ lädt am 7. September auf das Kartäusergelände

Neulich in der „Theologischen Akademie am Vormittag“:

15 Menschen haben Prosa, Gedichte, Texte, Musik mitgebracht, die sie mit dem Thema „Widerstand“ verbinden. „Die Romantherapie“ heißt die Methode, mit der wir die Kraft geschriebener und gelesener Worte in eine gemeinsame Mitte sprechen. Für einen Moment empfinden alle stark mit, welcher Impuls von Literatur und Kunst ausgeht, die aus dem individuellen Genuss zu einem Kollektivum wird! Ich liebe in der Erwachsenenbildung diesen Augenblick, in dem Dozierende von ihrem vorgetragenen „Wissen“ zurücktreten und sich das Erfahrungs- und Lebenswissen einer Lerngruppe entfalten kann.

Auf dem Titelbild des Programm sehen Sie eine Lerngruppe der EFI-Community „Erfahrungswissen für Initiativen“, die sich in der Melanchthon-Akademie trifft, um sich gegenseitig zu inspirieren, bereits vorhandene Ideen weiterzuentwickeln oder in Projekte einfließen zu lassen. Persönlichkeitsentwicklung, Engagement für eine demokratiefähige Gesellschaft und Anstöße zur Organisationsentwicklung kommen im EFI-Projekt zusammen – einem Angebot für Menschen im nachberuflichen Leben, die ihre Talente und Erfahrungen sinnvoll einbringen wollen. Wir sind sehr dankbar für dieses, auch von der Stadt Köln mitgeförderte Programm und die Kraft, die es – sichtbar! – entfaltet. Herzlichen Dank an alle, die es mittragen und an unsere Dozentinnen Eva-Maria Antz, Lisa Frohn und Karin Nell! Wenn Sie sich dafür interessieren und mehr wissen möchten, lesen Sie auf Ss. 8 ff.

Unser Programm nimmt Sie auch mit in eine andere Community der Akademie: die Schreibwerkstatt unserer Dozentin Claudia Satory. Kurze Augenblicks-Gedichte aus ihrem Kurs, HAIKUS, durchziehen deshalb die Seiten unseres Magazins.

Dieses Halbjahr wird das letzte sein, das sich zwischen Sachsenring und dem Haus der Kirche abspielt. Im Februar 2027 ist der Umzug der Melanchthon-Akademie in das neue „Haus der Bildung“ am Kartäuserwall 24b geplant, in das wir zusammen mit den anderen evangelischen Bildungseinrichtungen einziehen. Helle, große, einladende und kommunikative Räume erwarten uns, ein Miteinander des Lernens und Lebens mit Menschen verschiedener Generationen auf dem CampusKartause (www.campuskartause.de). Wir halten Sie über unsere Webseite und bei jeder Anmeldung über die Veränderungen auf dem Laufenden.

Seit Anfang Mai ist unsere Kollegin Dorothee Schaper aus ihrem Kontaktstudium des Ökumenischen Rates der Kirchen in Palästina wieder in der Akademie. Herzlich willkommen zurück! Ihre Erfahrungen fließen auch in die Gestaltung des Fachbereichs „Theologie treiben“ ein. Wir sind auf den Austausch mit Ihnen gespannt.

Martin Bock

Martin Bock

Bleibt, Sie herzlich zu unserer Semestereröffnung „Buch und Brot“ am Montag, 7. September, ab 18 Uhr in das Haus der Kirche einzuladen. Das Thema „Reparierbar?!“ nehmen wir als roten Faden unserer Buch- und Themenvorschau mit in diesen Abend.

Für das Team der Akademie

Martin Bock

 

Herzliche Einladung zur Programmeröffnung am 7. September mit dem bewährten

BROT UND BUCH

Foto: Lea Braun

Das gesamte Team der Melanchthon Akademie lädt Sie wieder herzlich ein

mit uns das kommende Halbjahr zu eröffnen:

Mit Brot und Buch ziehen wir durch das Kartäusergelände

und stellen ihnen in Ecken und Innenhöfen

unsere Lieblingsbücher

zum Stichwort

Un-reparierbar?

vor:

Unsere Welt, unser Kontinent, unsere Stadt, unsere Seelen und Herzen brauchen Reparatur in diesen Zeiten. Was ist reparierbar und was nicht?

Und wie gehen wir mit dem, was unreparierbar ist um? Dem wollen wir aus den verschiedenen Perspektiven unseres Programmes mit unseren Buchvorstellungen auf den Grund gehen und bei Brot und Getränk im schönen Kartäusergelände mit ihnen ins Gespräch kommen.

Herzlich Willkommen!

Montag, 7.9., 18 Uhr

Treffpunkt: Im Hof vor der Kartäuserkirche

Bis zu 5 Tage bezahlt lernen und neue Perspektiven entdecken: Bildungsurlaube an der Melanchthon-Akademie

Wussten Sie schon?

Bis zu 5 Tage können Arbeitnehmer:innen zur persönlichen Fort- und Weiterbildung freigestellt werden. Das nordrhein-westfälische „Bildungsurlaubsgesetz“ (AWbG) macht dies möglich. Ideal für alle, die sich persönlich und beruflich weiterentwickeln möchten.

Ihr Weg zum Bildungsurlaub

Suchen Sie sich Ihren Bildungsurlaub aus und kontaktieren Sie uns. Wir reservieren Ihnen einen Platz und Sie erhalten die Antragsformulare für Ihren Arbeitgeber. Nach dessen Zustimmung ist Ihr Bildungsurlaub gebucht und die Vorfreude kann beginnen.

Breites Themenspektrum

Wir bieten ein breites Spektrum an Bildungsurlauben zur beruflichen und politischen Bildung. Das gesamte Angebot finden Sie unter „Bildungsurlaub & Studienreisen“ auf unserer Website: www.melanchthon-akademie.de

 

Mindful Parenting

Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern

„Mindful Parenting“ ist kein weiterer Elternratgeber, „Mindful Parenting“ ist die Einladung, die eigenen Grenzen besser wahrzunehmen und für sich zu sorgen: eine wesentliche Grundlage um den Balanceakt zwischen Familie und Beruf zu meistern und bewusst zu gestalten.

Mit Sonja Boxberger

12.10.-16.10.2026

300,00€ | Nr. U385BR

 

English spoken Introduction to “Non-violent Communication” (NVC)  

Improving your english while building connections and resolving conflicts

Sie möchten eine Einführung in das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ bekommen und gleichzeitig Ihr Englisch verbessern? Dann schlagen Sie in diesem Bildungsurlaub zwei Fliegen mit einer Klappe! Voraussetzung: Sie beherrschen Englisch auf dem Sprachniveau B1.

Mit Yan-Christoph Pelz

08.-12.03.2027

330,00€

 

Nachhaltigkeit durch Handarbeit

Nähtechniken lernen und Kleidungs-Produktion reflektieren

In diesem Bildungsurlaub erhalten Sie eine fundierte Einführung ins Nähen, um Kleidung reparieren und sogar selbst herstellen zu können. Ebenso wird Hintergrundwissen über die Textilbranche vermittelt und unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten reflektiert. Der Bildungsurlaub findet in einer professionellen Werkstatt statt, eine eigene Nähmaschine ist nicht erforderlich.

Mit Stefanie Walter

18.-22.01.2027

330,00€

Die EFI-Community … so viel mehr als ein bloßes Bildungsangebot im Akademie-Programm!

Das Titelbild dieses Programms entstand bei einem Treffen der EFI-Community. Was hat es damit auf sich?

Seit über zehn Jahren werden in der Melanchthon-Akademie mit der EFI-Bildungswerkstatt jährlich Seminare zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlichen Engagements angeboten. Die Bezeichnung EFI ist einem Bundesprogramm entlehnt und steht als Abkürzung für „Erfahrungswissen für Initiativen“.

Im Mittelpunkt der Bildungswerkstatt steht die Verbindung von Persönlichkeitsentwicklung mit Projekt- und Organisationsentwicklung – und dies immer im Zusammenhang mit der Frage, wie Demokratie, wie ein demokratisches Miteinander in der pluralen Gesellschaft gefördert werden kann. Teilnehmende erhalten und geben sich gegenseitig Impulse und Ideen, die sie dabei unterstützen, ihren eigenen, ganz persönlichen Weg ins gesellschaftliche Engagement zu finden.

Über die Bildungswerkstätten hat sich seit 2019 eine EFI-Community mit zwei Gruppen und insgesamt 26 Aktiven etabliert, die sich in regelmäßigen Abständen treffen.

Was bedeutet den Referentinnen der Bildungswerkstatt EFI?

Karin Nell, seit Beginn des bundesweiten Projekts „Erfahrungswissen für Initiativen“ 2005 mit „im EFI-Boot“ und seit 2010 für das EFI-Programm an der Melanchthon-Akademie tätig: „EFI ist für mich ein think tank, ein wertvolles Entwicklungs-Netzwerk von und für Menschen im nachberuflichen Leben. Es ist am Rand der klassischen Erwachsenenbildungsarbeit und Freiwilligenarbeit entstanden. Es ist alltagstauglich. Und es hat Tiefgang.

Im EFI-Programm geht es nicht darum, schlaue Teilnehmer:innen noch schlauer zu machen und „helfende Hände” für gesellschaftliche Aufgaben zu gewinnen. Es geht vielmehr darum, zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen zu erkennen, das in den Gruppen vorhandene (Erfahrungs-)Wissen zu ermitteln und zu bündeln, Kompetenzen und Begabungen kreativ zusammenzuführen und alte und neue Ideen klug zu vernetzen. Wichtig ist es, ins Handeln zu kommen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Über das EFI-Programm hat sich eine Szene gebildet, die neue Konzepte und neue Formate des freiwilligen nachberuflichen Engagements prägt.“

Eva-Maria Antz, seit 2024 im EFI-Referentinnen-Team: „Das Interessante für mich ist, dass wir kein enges Curriculum haben. Wir können Impulse setzen, Orientierung anbieten – und die Teilnehmenden dann in ihrer Suche und in ihren Aufbrüchen unterstützend begleiten. Hervorheben möchte ich aber auch die Teilnehmenden: das ist immer eine spannende Zusammensetzung von Menschen mit vielen unterschiedlichen Erfahrungen, die sich in dieser Lebensphase und mit den Impulsen aus der Bildungswerkstatt auf einen neuen Weg machen – oft auch mit Neugierde, Lust und Freude. Das sind genau die richtigen Voraussetzungen für selbstbestimmtes Lernen, für eine gegenseitige Stärkung und für Selbstermächtigung.“

Lisa Frohn: „Für mich ist EFI seit 2013 ein Teil meines Lebens. Erst als Teilnehmerin der Seminare, damals mit Karin Nell als Referentin, später dann, ab 2017, als Teil des Referentinnen-Teams. Bei EFI nutzen wir die Freiheit der nachberuflichen Lebensphase als Möglichkeit, „einfach immer weiter zu lernen“, und das nicht nur in den EFI-Seminaren, sondern auch anschließend in den monatlichen Community-Treffen, wo wir unsere Themen selbst wählen, die Methoden, die in der Bildungswerkstatt erlernt wurden, nutzen und jedes Mal neu ausmachen, wer welche Rolle für die jeweils anstehenden Aufgaben übernimmt. EFI ist für mich gemeinsames selbstbestimmtes Lernen im Alter, das in einem Raum zwischen institutionell organisiertem und selbstorganisiertem Lernen stattfindet. Die Melanchthon-Akademie unterstützt diese freie Form des miteinander Lernens, indem sie Räume und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Für das Vertrauen, und auch für den Kaffee, den Tee und die Kekse, sind alle EFIs der Akademie sehr dankbar.“

Die nächste EFI-Bildungswerkstatt findet an drei Doppelterminen statt:  am 6. & 7. Oktober, am 13. & 14. Oktober und am 3. & 4. November 2026. Wer nach der Teilnahme an der Bildungswerkstatt „einfach weiter voneinander und miteinander lernen“ möchte, hat die Möglichkeit, Teil der EFI-Community zu werden.

Stimmen aus der EFI-Community, die Lisa Frohn „eingefangen“ hat:

Auguste: „Ich bin seit 2019 Teil der EFI-Community – für mich ein Ort, an dem ich wachsen, Impulse mitnehmen und mich aktiv einbringen kann.“

Eleonore: „Direkt nachdem ich in Rente gegangen bin, habe ich an der Bildungswerkstatt teilgenommen. Ich finde es toll, mich in regelmäßigen Abständen mit dieser Gruppe zu treffen und da auch immer wieder auf bekannte Gesichter zu stoßen. Der Austausch ist mir wichtig, das Miteinandersprechen, neue Eindrücke zu bekommen von dem, was die anderen machen. Ich lerne immer etwas, manchmal sehr überraschende Dinge, alltägliche Dinge oder überhaupt lerne ich neue Themen kennen, neue Arten und Weisen, wie man mit Dingen umgeht, mit Themen umgeht.“

Gisela: „EFI ist für mich eine wichtige Gruppe geworden in der ich in einem geschützten Raum, Methoden aus den Bereichen Theater und Supervision, die ich in  Aus- und Weiterbildungen erlernt habe, anwenden kann. Aber genauso lerne ich von den anderen, wir bereichern und inspirieren uns gegenseitig.“

Claudia L.: „EFI bedeutet für mich, qualitativ sehr hoher Austausch mit Gleichgesinnten zu gesellschaftsrelevanten gesellschaftspolitischen Themen, und darüber hinaus auch manchmal Austausch etwas mehr im privateren Bereich. Ich freue mich jedes Mal auf diese Runden, weil sie mir sehr viel geben.“

Gülsen: „Mich interessieren die unterschiedlichen Personen, deren Gedanken, deren Lebensweisen, das inspiriert mich und hilft mir auch, mir selber bewusst zu werden, was ich will, was ich kann. Und ja, es ist eine ganz tolle Gruppe. Und ich freue mich immer wieder, einmal im Monat dabei zu sein.“

Ulrich: „EFI ist für mich ein Erfahrungsraum, in dem ich mich inspiriert fühle durch das Netzwerk, durch die Äußerungen und durch die Ideen der anderen. Und es ist auch eine kleine Denkfabrik, wo sich einfach neue Aspekte für mich eröffnen und ich neue Ideen habe, was noch alles in meinem Leben geschehen könnte.“

Doro: „Ich definiere die Gruppe für mich als Möglichkeit eines Denkraumes. Und ich merke, dass sich unsere Zusammentreffen sehr auf meine Persönlichkeitsentwicklung auswirken. Darüber hinaus geht es aber auch in andere private Kontexte, und es entstehen spannende Unterhaltungen.“

Harald: „Für mich ist die EFI-Gruppe so ein über den Tellerrand schauen. Es sind manchmal Themen, die auf den ersten Blick völlig allgemein klingen, die dann aber durch die Methode, wie mit Sprechen & Zuhören den Raum schaffen, dass jeder seinen Teil einbringt, ohne dass das direkt kommentiert wird. Dabei kommen dann Aspekte raus, die ich oft überhaupt nicht erwartet habe. Und es ist gleichzeitig so eine Runde von Gleichaltrigen. Also ich bin in verschiedenen Initiativen beteiligt. Aber das ist anders, wenn man so mit einer Gruppe von Gleichaltrigen auch Themen bespricht, die halt mit Ende 60 und über 70 Thema sind. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Klaus: „Für mich ist EFI einfach eine Auszeit und ein Ankommen, jedes Mal mit anderen Konstellationen, aber mit einem sehr starken und sehr großen Tiefgang. Diese Gruppe ist für mich sehr belebend und hat vor allen Dingen auch eine vollkommen andere Qualität als im normalen Umgang, den ich sonst pflege. Aus diesem Grunde ist mir EFI wirklich ans Herz gewachsen und trotz des Abstandes von einem Monat ist es jedes Mal wieder ein neues Ankommen.“

Claudia P.: „EFI war anfangs so eine Art Startrampe in eine neue Lebensphase nach dem Beruf, wo ich mich neu verorten konnte. Ich will nicht sagen, dass ich schon abgehoben habe, aber ich nehme diese Treffen als so eine Art Tankstelle wahr, wo ich Impulse kriege von anderen, wo ich mich reflektiere und auch mich überprüfen kann Und das nicht nur, um mein persönliches Wohlbefinden, meine Weiterentwicklung im Blick zu haben, sondern auch zu gucken, wo stehe ich als Einzelne zu anderen in der Nachbarschaft, im Freundeskreis. Vielleicht auch gesellschaftlich, weil die Zeiten sind ja so, wo viele über Vereinzelung und Isolierung sprechen, dass so ein Zusammenhalt wichtig ist.“

Bärbel: „Bei EFI sind viele Menschen in der gleichen Lebensphase wie ich; Menschen, die Lust haben, sich mit sich selbst und mit gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen und durch das Besondere des intensiven Seminars am Beginn, haben wir uns sehr genau kennen gelernt und das macht es auch leichter, sich zu öffnen.“

Andrea: „Ich war immer schon neugierig auf Menschen und hab bei den EFIs viele andere neugierige, kluge Menschen, meist Frauen, gefunden, die mit mir seitdem auf dem Weg sind. Und ich habe auch viel entwickelt, wie zum Beispiel mir mehr zuzutrauen, auch methodisch für andere Gruppen mal eine Moderation zu machen oder irgendeine Methode einzuführen, das hab ich bei EFI gelernt.“

Annette: „Ich finde bei EFI den Austausch mit Menschen, mit Frauen hauptsächlich, mit denen ich sonst nicht zusammengekommen wäre.“

Eva: „Ich bin seit 2017 bei EFI, und der Austausch unter ähnlich alten Frauen ist für mich so eine Bereicherung. Ich erfahre hier auch Ermutigung für Veränderungen bzw. ich weiß, dass ich Veränderungen gestalten möchte und bekomme hier ganz wichtige Impulse. EFI ist für mich Kommunikation in ganz verschiedenen Formen und eine ganz wunderbare Erfahrung.“

Marlene: „EFI ist für mich eine Gruppe von Menschen mit denen ich gerne zusammen bin. Aus unterschiedlichen Richtungen haben wir uns in der Gruppe zusammengefunden. Wir wagen Neues, finden Vertrauen, lachen und weinen und denken und begleiten uns auf schwierigen Wegstrecken. EFI ist für mich ein Anker im Strudel des Alltags. Hier darf ich sein und werde nicht übervorteilt, verurteilt und ausgegrenzt. Ich liebe die Treffen und trage gerne meinen Teil bei.“

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