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Semestereröffnung „Brot & Buch & Innenhof“: Herzliche Einladung!

Das Haus der Kirche mit seinen wundervollen Räumen ist in den letzten eineinhalb Jahren ein Zuhause für die Melanchthon-Akademie geworden. Gleichzeitig gibt es immer noch viel zu entdecken. Deshalb haben wir uns entschieden, die Semestereröffnung für das 2. Halbjahr 2025 wieder in den Innenhöfen zu gestalten.

Herzliche Einladung zu „Brot & Buch & Innenhof“

Das große Rahmenthema dieses Halbjahres heißt „Raum für Risse“. Wir werden unsere Aufmerksamkeit darauf richten, welchen Klang die Worte entwickeln, wenn sie in Räume gesprochen werden, die von ihren eigenen Rissen erzählen. Wir sind gespannt auf die Resonanz, die zwischen Mensch, Wort und Mitwelt entstehen kann.

Im Anschluss an die Buchvorstellungen gibt es bei Brot und Wein die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

Mi., 17.09.2025 | kostenfrei | 18:00–20:00 Uhr | Anmeldung erforderlich | Nr. 251200B

In der gleichen Woche:
LIT KARTAUSE 2025
Die Kleinkunstbühne im Kreuzgangsaal öffnet die Tür:
Drei besondere Lesungen „80 Jahre danach“
Details auf der Webseite bzw. Flyer

StudioECK: Bürgerfunk an der Akademie

StudioECK ist eine Bürgerfunk-Redaktion mit 16 freien Journalist:innen und Techniker:innen, die an der Melanchthon Akademie angesiedelt ist. Die Redaktionsleitung hat Anne Siebertz inne.

Von links: Melani Köroglu, Birgit Niclas, Silvio Cisamolo, Priska Mielke, Martina Schönhals, Hartmut Leyendecker, Jutta Hölscher,Anne Siebertz, Patrick Kloß.

Von links: Melani Köroglu, Birgit Niclas, Silvio Cisamolo, Priska Mielke, Martina Schönhals, Hartmut Leyendecker, Jutta Hölscher,
Anne Siebertz, Patrick Kloß. Foto: Sabine Lehmann

Liebe Anne, was genau ist Studio ECK und was machst Du dort? Wie kommt Ihr auf Eure Ideen?

A. Siebertz: Beim Bürgerfunk von StudioECK machen wir Radio und Podcasts und das seit vielen Jahren mit einem engagierten Team. Viele von uns sind mit Mikrofon und Aufnahmegerät unterwegs und recherchieren Beiträge rund um die Themenbereiche Soziales, Kultur, Kirche oder bürgerschaftliches Engagement. Andere kümmern sich um die Technik, also das Zusammenführen und Abmischen von Beiträgen, Moderation und Musik zu einer Sendung. Ich leite die Redaktion, d. h. ich plane die Sendungen der nächsten Wochen und sorge wöchentlich dafür, dass sie bei den Lokalsendern Radio Köln und Radio Erft ausgestrahlt werden. Und die Ideen? Viele von uns sind seit Jahren dabei und bringen eigene Themen mit. Zudem zeige ich in der Redaktionssitzung ein breites Spektrum an Vorschlägen auf.

StudioECK produziert auch Beiträge für das lokale Fenster der landesweiten Kirchensendung „Himmel und Erde“. Ausgestrahlt werden diese Beiträge sonntagvormittags über die Sender Radio Köln, Radio Erft und Radio Berg. Die Leitung der Redaktion „Himmel und Erde“ liegt bei Christina Löw aus der Bürgerfunk-Redaktion.

Liebe Christina, was können wir uns unter der Sendung „Himmel und Erde“ vorstellen? Wie wählt Ihr aus, über wen berichtet werden soll?

C. Löw: Seit dem Start der NRW-Lokalradios im Jahr 1990 haben auch die beiden großen Kirchen ihren festen Platz im Programm: Jeden Sonntag sowie an kirchlichen Feiertagen geht „Himmel und Erde – das Magazin der Kirchen“ von 8 bis 9 Uhr „on Air“. Produziert und verantwortet wird die Sendung im wöchentlichen Wechsel von der katholischen und der evangelischen Redaktion. In unseren Beiträgen für das lokale Fenster greifen wir ganz unterschiedliche Themen aus den ortsansässigen Gemeinden auf: Ein neu gegründeter Kinderchor findet dabei ebenso Beachtung wie ein besonderer Gottesdienst, eine ökumenische Spendenaktion oder kulturelle Angebote oder auch Veränderungen in Gemeindestrukturen und Kirchenräumen. Besonders freuen wir uns dabei auch über Inhalte, die direkt aus den 25 Evangelischen Gemeinden und Einrichtungen in und um Köln kommen, die Mitglieder im Förderverein Studio ECK e. V. sind.

Im letzten Jahr produzierte StudioECK insgesamt 59 Magazinsendungen mit 133 Beiträgen, die wöchentlich donnerstags um 20:30 Uhr und einmal im Monat auch eine Stunde lang auf Radio Köln ausgestrahlt wurden. 7 Stunden-Sendungen mit insgesamt 20 Beiträgen wurden davon auf Radio Erft (alle zwei Monate, sonntagsabends um 19 Uhr) ausgestrahlt. Zwei der Magazinsendungen sind mit Studierenden der Uni Köln gemeinsam entstanden. Hartmut Leyendecker ist nicht nur langjähriges Redaktionsmitglied, sondern auch der Vorsitzende des Vereins.

Lieber Hartmut, bist du ein Gründungsmitglied vom Verein Studio ECK? Was macht für Dich den Reiz am Bürgerfunk aus oder am Radio allgemein?

Hartmut Leyendecker. Foto: Ute Glaser

Hartmut Leyendecker. Foto: Ute Glaser

H. Leyendecker: Ich bin 1995 über ein Seminar der Melanchthon-Akademie zu Studio ECK gekommen, bin also kein Gründungsmitglied. Radio als Medium fand ich immer spannend und durch viele Besuche im WDR in meiner Jugend habe ich gesehen, was hinter den Kulissen stattfindet. Das haben wir mit ein paar Leuten mit Tonbandaufnahmen, die wir als Cassetten rumgeschickt haben, nachgemacht. Über den Kartäuser-Krankenhausfunk aus dem Keller der Melanchthon-Akademie und später über Programme für einige Altenheime in Köln habe ich das immer weiter betrieben. Jetzt finde ich es spannend, dass ich über die Interviews sehr viele Menschen mit interessanten Ideen kennenlerne. Und jedes Mal lerne ich neue Dinge über Köln und die Welt.

Ein breites Themenspektrum kennzeichnet die Magazinbeiträge der Redaktion. Pro Jahr gibt es zudem zwei Themenschwerpunkte. 2024 waren das „Köln – zuhause und in der Welt“ und „Hürden – da geht noch was“. In diesem Jahr geht es um: „Radeln – mehr als frischer Wind um die Nase“ und „Gemeinsinn“. Auch Jutta Hölscher ist langjähriges Redaktionsmitglied.

Liebe Jutta, Du produzierst selber aktiv Sendungen und bist auch oft als Moderatorin zu hören. Gibt es ein Highlight in Deiner Zeit bei StudioECK, an das Du Dich noch gerne zurückerinnerst?

J. Hölscher: Ich war von Anfang an vom Radio-Virus infiziert und bei StudioECK dabei und habe diverse Höhen und Tiefen, Umzüge und die Umstellung von analog auf digital miterlebt. Am Bürgerfunk gefällt mir, dass er so vielfältig und unabhängig ist. Ich lerne immer wieder neue Initiativen, Vereine und Themen kennen. Ich mache am liebsten „reportagige“ Beiträge, die den Zuhörer mit auf eine Audio-Reise nehmen. Ein Highlight habe ich nicht, denn in allen Beiträgen steckt immer Herzblut und der Wunsch, die Zuhörer:innen zu erreichen. Umso schöner, wenn ich ein positives Feedback bekomme! Wir sind ein tolles Team und können uns aufeinander verlassen, deshalb macht das Radiomachen auch noch nach so vielen Jahren sehr viel Spaß!

Die Redaktion wächst ständig und Nachwuchs ist willkommen. Wer Interesse hat, gegen Aufwandsentschädigung Radiobeiträge zu verfassen oder sich in der Radio-Moderation zu versuchen, kann einfach bei den Redaktionssitzungen vorbeikommen. Das Handwerk kann man erlernen, ebenso bei Interesse auch die technische Erstellung einer Radio-Sendung.

Im nächsten Halbjahr finden Redaktionssitzungen statt am 6.8., 17.9., 29.10. und am 10.12., immer ab 19 Uhr.

Aktuelle Mitglieder der Redaktion sind:

Hartmut Leyendecker – Moderation, Technik, Beiträge
Florian Hügel – Technik, Beiträge
Tom Eggemann – Technik
Georg Bongartz – Technik
Christian Klein – Technik, Beiträge
Silvio Ciasamolo – Technik, Beiträge
Anne Siebertz – Moderation, Beiträge
Christina Löw – Moderation, Beiträge
Jutta Hölscher – Moderation, Beiträge
Vincent op het Veld – Moderation, Technik
Melani Köroglu – Beiträge, Moderation
Priska Mielke – Beiträge
Birgit Niclas – Beiträge
Eva-Maria-Marx – Beiträge
Elisabeth Kausche – Beiträge
Lea Braun – Beiträge

Impulse für ein gemeinsames, glaubensoffenes Miteinander

Illustration: Konstanze Ebel

„Es gibt einen Riss in allem. So kommt das Licht herein.“
– „There is a crack in everything. That’s how the light gets in.”

So singt es Leonard Cohen in seiner berühmten „Anthem“ aus dem Jahr 1992. Dieses Lied, so schreibt unsere Münchener Kollegin Jutta Höcht-Stöhr treffend, „bietet eine sehr nüchterne Zeitanalyse: Die Kriege werden weitergehen. Die heilige Taube, die Friedentaube, wird wieder und wieder eingefangen werden. Es gibt Gesetzlosigkeit und es gibt Scheinheiligkeit. Menschen, die töten, sprechen zugleich lauthals Gebete. Die Zeichen sehen nicht gut aus. Sie stehen auf Sturm.“ Aber die Zeichen der Zeit, wie sie Leonard Cohen sieht, sind zugleich nicht eindeutig. Sie wollen und können so gesehen werden, dass „durch den Riss im System das Licht hereinkommt“.

An der Melanchthon-Akademie treiben wir deshalb so Theologie, dass immer wieder licht-durchflutende Risse erkennbar werden, die sich einer Logik des nur Konfessionellen widersetzen. Mehr denn je glauben wir, dass Theologie verwickelt sein muss in die großen gesellschaftlichen, ökologischen und spirituellen Transformationen, denen wir ausgesetzt sind. Hier schärft sich das, was wir angesichts von Gottes Offenbarungen sagen und gestalten möchten. Wir sehen eine große Chance darin, in interreligiöser Offenheit Theologie (nach vorne) zu treiben, konsequent jüdische, christliche und muslimische Stimmen aufeinander zu beziehen.

SEMINAREMPFEHLUNG

Room of one. Raum für alle.
Ein multireligiöses Gebet in der Kartause.
Das inspirierende Projekt des „Zentrums für Komparative Theologie“ am Bonner Münster wird nach den Herbstferien auch in Köln im Refektorium des Hauses der Kirche gastieren. Jüd:innen, Muslim:innen und Christ:innen setzen wöchentlich am Dienstagnachmittag ein gemeinsames spirituelles Zeichen des Friedens und der Versöhnung.
Dr. Nasrin Assadi, Dr. Annette Boeckler, Dr. Martin Bock, Dorothee Schaper, u.a.
Refektorium | Kartäusergasse 9–11 | Eintritt frei | Nr. 1205B

Erster Termin: 24.09.–25.09.2025, An der Kante der Schöpfung
Zweiter Termin: 12.11.–13.11.2025, An der Kante der Worte – Stille
An den Kanten STARK
Interreligiös Theologie treiben.
STARK“ ist ein an der Melanchthon-Akademie schon etabliertes Langzeit-Projekt für Laien, die lernen, Theologie aus verschiedenen Perspektiven zu treiben. Das kommende STARK-Projekt wird online (mittwochs, 19–21 Uhr) und präsentisch (donnerstags, 18–22 Uhr) stattfinden, damit wir uns in diesen beiden Begegnungs- und Lernräumen kennenlernen. Sie benötigen kein besonderes Vorwissen, keine konfessionelle oder religiöse Bindung. Allein Ihre Neugier und Ihre Lust, Neues und neue Menschen kennenzulernen, ist wichtig.
September 2025 – November 2026
7 Doppeltermine | 49 Ustd | 260,00 € | Nr. 1204B

So., 21.09.2025, 18:00–20:00 Uhr
Gebet der Religionen am Weltfriedenstag der UN
Der Rat der Religionen Köln lädt ein: in diesem Jahr im Haus der Kirche – welcome!
1 Termin | Eintritt frei | Nr. 1206S

Mo., 29.09.2025, 18:00–20:00 Uhr
Alte und neue Kunst zwischen Christen und Juden.
Das internationale Kunstprojekt am Kölner Dom.
2023 lobte das Domkapitel des Kölner Doms einen internationalen Kunstwettbewerb aus, aus dem im März 2025 die Berliner Künstlerin Andrea Büttner mit „Ohne Titel“ als Preisträgerin hervorging (s. S. 26). Alle 15 im Wettbewerb eingeladenen Kunstschaffenden haben beeindruckende Vorschläge gemacht, die wir an diesem Abend mit Mitgliedern der Jury auf uns wirken lassen.
Dr. Martin Bock, Dorothee Schaper, Peter Füssenich (angefr.)
1 Termin | 7,00 € | Nr. 1207S

NS-DOK veröffentlicht Jahresbericht zu antisemitischen Vorfällen in Köln – MAK-Leiter Martin Bock: „Skandalös“

Außenansicht des EL-DE-Hauses. Dort hat das NS-DOK seit 1988 seinen Sitz. Foto: Jörn Neumann

Außenansicht des EL-DE-Hauses. Dort hat das NS-DOK seit 1988 seinen Sitz.
Foto: Jörn Neumann

Das NS-DOK hat seinen Jahresbericht zu antisemitischen Vorfällen in Köln veröffentlicht. Die Antisemitismus-Meldestelle des Kölner NS-Dokumentationszentrums registrierte im Jahr 2024 insgesamt 229 Vorfälle. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das eine Zunahme von 30 Prozent dar. Im kostenfrei downloadbaren Bericht werden viele der registrierten und überprüften Vorfälle beschrieben.

Ins Auge sticht die in der Antisemitismusforschung seit über 15 Jahren festgestellte Formveränderung des Antisemitismus, der sich in der Gegenwart insbesondere als Umwegkommunikation über den Staat Israel äußert. 150 der Fälle werden dem israelbezogenen Antisemitismus zugeordnet. Dass alle Varianten des Antisemitismus letztlich immer eine überaus reale Gefahr für Jüdinnen und Juden – eben auch in Köln – darstellen, wird über den gesamten Bericht hinweg deutlich.

Der Autor des Berichts, Daniel Vymyslicky, äußert diesbezüglich: „Zum vierten Jahr in Folge steigen die von uns dokumentierten antisemitischen Vorfälle im Stadtgebiet. Eine solche Entwicklung ist nicht mehr mit dem gewachsenen Bekanntheitsgrad der Meldestelle zu erklären. Die jüdische Gemeinschaft in Köln steht massiv unter Druck und braucht mehr Unterstützung.“

Der Leiter der Melanchthon-Akademie, Dr. Martin Bock, betont angesichts der Bedrohungsszenarien, die der Bericht verdeutlicht: „Betroffenen, Kölner Jüdinnen und Juden mit Empathie begegnen, zuhören, Unterstützung anbieten, solidarisch sein – eigentlich sollte das doch ganz normal und einfach sein… Dass sich 80 Jahre nach der Shoah viele Jüdinnen und Juden (auch in Köln) mit antisemitischen Markierungen, Adressierungen und Anfeindungen auseinandersetzen müssen, ist skandalös. Für uns gilt uneingeschränkt, was die Evangelische Kirche in Deutschland formuliert: Der Widerspruch gegen jede Form des Antisemitismus ist nicht nur die Sache einiger weniger, sondern eine Verantwortung aller Christ*innen. Um Menschen darin zu bestärken, Antisemitismus zu erkennen und zu begegnen, gibt es in Köln wertvolle Bildungsangebote der Kölnischen Gesellschaft und des NS-DOK. Und auch wir tragen hier unseren Teil bei: unsere flexibel buchbaren Workshops für Kleingruppen sind dauerhaft kostenfrei verfügbar.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier:

https://www.melanchthon-blog.de/wp-content/uploads/2024/07/Antisemitismus.pdf

Flucht, Gemeinschaft, Zukunft: MAK und Juref laden zu den Sommernächten des „Jungen Campus“ ein

Schon gehört? Die Sommernächte starten – mit zwei besonderen Veranstaltungen im Juni. Organisiert vom Jungen Campus, einer Kooperation der Melanchthon-Akademie und des Evangelischen Jugendreferats, erwarten Sie inspirierende Abende unter freiem Himmel mit bewegenden Geschichten und Gesprächen:

Am Freitag, 13. Juni, 20 Uhr, findet im Kirchhof der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, die Lesung „Das Schimmern der See“ mit Adrian Pourviseh (Sea-Watch) statt. Im Mittelpunkt steht eine Dokumentation über 72 Stunden an Bord der Sea-Watch 3 während einer Rettungsmission im zentralen Mittelmeer im Jahr 2021.
Am Montag, 23. Juni, 19.30 Uhr, wird im Haus der Evangelischen Kirche im historischen Innenhof, Kartäusergasse 9, der Dokumentarfilm „Lützerath – Gemeinsam für ein gutes Leben“ gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Regisseurin Carmen Eckhardt statt. Der Film dokumentiert über 20 Monate das Leben und Wirken einer Gemeinschaft, die Lützerath als Experimentierraum für nachhaltiges und solidarisches Leben gestaltete.

Ein Gespräch mit Lea Braun, Studienleiterin bei der Melanchthon-Akademie:

Was bedeutet der „Junge Campus“ ganz konkret?

Lea Braun: Mit dem Bau des Campus Kartause entsteht durch das Haus der Bildung ein Ort, der neue Wege der Zusammenarbeit öffnet – über Institutionen und Disziplinen hinweg. Diese Synergien wollen wir, auch vor unserem Umzug, aktiv nutzen. Unser Ziel: ein innovatives Angebot für junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren, das Bildung neu denkt – interdisziplinär, dialogorientiert und nah an den Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der junge Menschen ihre Talente entfalten, sich weiterbilden, vernetzen und ihre Perspektiven zu zentralen Zukunftsfragen einbringen können. Es geht um Austausch, Empowerment und gemeinsames Lernen.

Woher kommt die Idee?

Lea Braun: Die Idee zu diesem Projekt entstand aus einer gemeinsamen Initiative der Melanchthon-Akademie und des Evangelischen Jugendreferats – getragen von dem Wunsch, Bildung als Raum der Begegnung und gesellschaftlichen Mitgestaltung gezielt für ein diese Altersgruppe zu gestalten. Ab den Sommerferien ergänzt die Familienbildungsstätte die Kooperation und bringt auch die Perspektive junger Eltern mit hinein.

Was steckt hinter der Idee der „Sommernächte“?

Lea Braun:Die Sommernächte sind unsere Kick-Off Veranstaltung. Wir haben uns zwei gesellschaftspolitische Fragen herausgesucht: Flucht/Migration und die Suche nach gelingendem gemeinschaftlichem Leben in Zeiten des Klimawandels.

Was ist das Besondere beim Auftakt?

Lea Braun: „Das Schimmern der See“ ist ein gezeichneter Augenzeugenbericht über 72 dramatische Stunden an Bord der Sea-Watch 3 im zentralen Mittelmeer – eindrücklich festgehalten vom deutsch-iranischen Comiczeichner Adrian Pourviseh, der als Beobachter und Seenotretter Teil der Crew war. Die Graphic Novel wirft einen schonungslosen Blick auf den Alltag an Europas Außengrenzen – und ist ein kraftvoller Appell für Menschlichkeit und gegen das Wegsehen (Fr, 13.06. 20 Uhr, Innenhof der Kartäuserkirche, Anmeldung hier). 

Und der zweite Abend?

Lea Braun: Über 20 Monate begleitet der Film „Lützerath – gemeinsam für ein gutes Leben“ den Aufbau eines einzigartigen Experiments: ein selbstorganisiertes Labor für ein gutes Leben – und seine gewaltsame Zerstörung. Mit Kreativität, recycelten Materialien und gelebter Utopie entsteht ein Ort, an dem Menschen Baumhäuser bauen, Kultur schaffen und neue Formen des Zusammenlebens erproben – hierarchiefrei, gemeinschaftlich und voller Zukunftsvision. Regisseurin Carmen Eckhardt ist persönlich zu Gast für ein Gespräch (Mo, 23.06. 19:30 Uhr, Innenhof Haus der Ev. Kirche, Anmeldung hier).

An wen richtet sich das Format?

Lea Braun: Das Format spricht Menschen zwischen 20 und 40 Jahren an, die Fragen stellen, sich einmischen und über den eigenen Tellerrand schauen wollen.

Wie geht es nach den Sommernächten weiter?

Lea Braun: Bis wir gemeinsam in das Haus der Bildung einziehen, nutzen wir die Zeit, um mit neuen Veranstaltungsformaten zu experimentieren – offen, kreativ und im Austausch. Unter anderem startet nach den Sommerferien ein feministischer Lesekreis, für den sich Interessierte jetzt schon bei mir melden können.

www.melanchthon-akademie.de

Text: APK, Foto: Juref

Liebe ist politisch!

Foto: Jan Dooley

Foto: Jan Dooley

„‚Liebe‘ – ist das nicht ein falsches Wort?“ fragt der französische Philosoph François Jullien (2019: 159) in seinem Buch „Vom Intimen“. Und tatsächlich lässt sich zu Recht fragen: Was bedeutet „Liebe“ denn eigentlich? Wie lässt sie sich verstehen und be-/greifen? „Liebe“ ist ein schillernder Begriff – wofür eigentlich genau? Handelt es sich da um ein körperliches Begehren, eine Sehnsucht nach Berührung, Ekstase und Genuss, die schon bald wieder im Verschwinden begriffen ist? Handelt es sich um ein emotionales, vllt. manchmal auch übersteigertes Idealisieren von Personen, Lebewesen, Gegenständen oder auch z. B. Landschaften? Ist „Liebe“ nur schön und mit Vertrauen und Geborgenheit verbunden? Ist „Liebe“ nicht aber auch ein Vehikel, um letzten Endes Hass und Ausgrenzung zu legitimieren, wie bspw. im Rahmen nationalistischer „Vaterlandsliebe“ oder einer Ablehnung von Queerness im Kontext von heteronormativen Vorstellungen von Liebe, Partner*innenschaft und Familie? … oder ist „Liebe“ insbesondere eine ethisch-universalistische Grundhaltung und Wertorientierung, wie sie im Altruismus und in der Karitas ihren Ausdruck findet?

Wenn „Liebe“ all das gleichzeitig sein kann, bedeutet „Liebe“ dann am Ende… nichts mehr? … zumindest nichts Konkretes? Heißt das am Ende, dass „man nicht mehr ich liebe dich sagen sollte“, wie es Jullien (2020) formuliert, der stattdessen lieber „Intimität“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen rückt?

Love is all around. Liebe ist Thema!

Im ersten Halbjahr rückt die Liebe in den Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe der Melanchthon-Akademie – und so facettenreich, wie dieser Begriff ist, sind auch die damit verbundenen thematischen Vertiefungen. Bei diesen zeigt sich, dass Liebe fast immerzu gesellschaftsrelevante, politische Dimensionen aufweist – und auch das in vielfältiger Weise. Wer liebt wen oder was? Wer liebt wie? Wer soll wen oder was (nicht) lieben? Wie viel(e) darf man lieben? Was ist mit ungestillter Liebe? Wo hat Liebe vllt. auch anti-/demokratische Implikationen? Wie kann Selbstliebe ein Akt des Widerstands gegen Zumutungen sein – gegen Autoritäres, gegen Einengendes, für die eigene Freiheit und Emanzipation sowie die anderer?

Wir laden Sie und Euch herzlich ein, diese Fragen mit uns und unseren Referierenden zu vertiefen!

Einige ausgewählte Veranstaltungen in der Reihe „Liebe ist politisch“:

27. März 2025, 19.00-21.00 Uhr: Eva Illouz: Konsum der Romantik. Ausgewählte Passagen: Mit Markus Melchers. Hier anmelden!

9. April 2025, jeweils 19.00-21.00 Uhr: Starke Gefühle – Bibliolog meets Gewaltfreie Kommunikation. Was uns die starken Gefühle biblischer Figuren heute erzählen: Mit Jörg Heimbach und Antje Rinecker. Hier anmelden!

Sa, 5. April, 18:30-20.00 Uhr: Selbstoptimierung ≠ Selbstliebe. Warum grenzenlose Selbstoptimierung uns am Ende mehr schadet als nützt: Mit Marcel Eulenbach. Hier anmelden!

30. April 2024, 18.00-20.00 Uhr: Queeres Leben in Köln vom Mittelalter bis heute – ein historischer Stadtrundgang: Mit Thomas Freund. Hier anmelden!

7. Mai 2025, 18.30-20.00 Uhr: reasons for love. Ein philosophisch-menschenrechtliches Plädoyer für den Respekt vor unterschiedlichen Formen der Liebe: Mit Maike Nadar und Prof. Dr. Joachim Söder. Hier anmelden!

Hinschauen! Sexualisierter Gewalt gemeinsam entgegentreten

Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen, dessen Bekämpfung u.a. einer klaren Sprache, faktenbasierter Information und Handlungswissen bedarf. Sexualisierte Gewalt geschieht – im Alltag, in Familien, Einrichtungen, Vereinen und Kirche. Die evangelische Kirche im Rheinland hat sich Januar 2021 dazu entschlossen, auf Basis eines Kirchengesetzes die Aufdeckung und Verhinderung von sexualisierter Gewalt ernstzunehmen und im kirchlichen Alltag zu integrieren.

Sensibilisierungsschulungen

Vor diesem Hintergrund bieten wir in der Melanchthon-Akademie seit Sommer 2021 in Kooperation mit den Ev. Beratungsstellen regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung gegen sexualisierte Gewalt an. Ziel der Schulungen ist, durch den Austausch von Erfahrungs- und Fachwissen zu sensibilisieren, sowie über Präventions- und Interventionsmöglichkeiten zu informieren.

Schulungstypen im Überblick

Auch 2025 setzt sich das Schulungsangebot fort. Die Schulung richtet sich an ehren-, haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter:innen des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Es werden mehrere Schulungstypen angeboten. Zum einen finden regelmäßige Basis-Schulungen statt. Den unterschiedlichen Arbeitsfeldern entsprechend, bieten wir zudem in Kooperation mit der Ev. Beratungsstelle Leitungsschulungen für bspw. Presybter:innen, sowie Schulungen für hauptamtliche Mitarbeiter:innen in sozialen Arbeitsfeldern an.

Inhouse Schulungen

Für die Schulung eines gesamten Teams bieten wir eine Inhouse Schulung mit individueller Terminabsprache an. Auch hier erfolgt die Anmeldung über die Homepage der Melanchthon Akademie.

Offene Termine für 2025

Offene Termine für das Jahr 2025 finden Sie unter:

melanchthon-akademie.de/praevention

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Fr., 28.03.2025, 10:00–16 Uhr

Traumasensiblere Kirche werden
Weiterdenken – ein Jahr nach der ForuM-Studie

Die Melanchthon-Akademie und die Frauenbeauftragte der evangelischen Kirche in Köln haben sich zur Aufgabe gesetzt, das kirchenleitende Handeln zur Aufarbeitung und zur Prävention von sexualisierter Gewalt durch Bildungsangebote und Einladungen zum theologischen
Nachdenken zu begleiten. Ein Jahr nach der Veröffentlichung der ForuM-Studie laden wir Sie ein, gemeinsam zu fragen und auszuloten,
was passieren muss, um auf dem Weg zu einer traumasensibleren Kirche zu sein…. Unser Studientag mit Vorträgen und Workshopangeboten soll Motivation und Auftakt sein sich auf den Weg zu machen.

Mit Prof. Dr. Michaela Geiger und Prof. Dr. Katharina von Kellenbach konnten wir Vortragende aus biblischtheologischer und sozialethischer Perspektive gewinnen. Workshops zu einzelnen thematischen Aspekten vertiefen das Vordenken. Kunst, Musik und kulturelle Interaktion bieten Freiräume zum Empowerment und Lust zum Weiterleben. Traumasensiblere und diskriminierungssensiblere Kirche können wir nur gemeinsam werden. Wir laden Sie zum Vor- und Weiterdenken ein.

Haus der Kirche I Kartäusergasse 9-11 I Nr. 1005B

LITERATURTIPP

„Entstellter Himmel: Berichte über sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche“
Christiane Lange, Andreas Stahl, Erika Kerstner (Hrg.)
Zehn Menschen, die in der evangelischen Kirche Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind, erzählen in diesem Buch, was sie erlebt haben. Sie decken auf, wie Missbrauch unter protestantischen Vorzeichen geschehen konnte. Sie finden Worte dafür, was es bedeutet, wenn Glauben und Sexualität in ihrer Intimität verletzt werden.
26,00€ I Herder Verlag

Der künstlerische Weg als lebendiges Gebilde

EIN GESPRÄCH MIT MANFRED SCHMIDT

In der Welt der Kunst ist der Weg oft ebenso bedeutend wie das Ziel. Für den Künstler Manfred Schmidt, dessen Wurzeln in der Kunstakademie Düsseldorf liegen, ist dieser Weg ein lebendiger Organismus, vergleichbar mit einem Baum, dessen Äste sich in verschiedene Richtungen bewegen. „Wenn man offen ist, hält man öfters an und biegt auch manchmal ab“, erklärt er. Die Metapher beschreibt nicht nur seine künstlerische Entwicklung, sondern auch die ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Obwohl die ersten Jahre an der Akademie für ihn wichtig waren – vor allem durch den Austausch mit Kommilitonen und Professoren – betont er, dass die wahren Anregungen oft außerhalb des traditionellen Kunstbetriebs lagen. Es ist diese Unabhängigkeit von konventionellen Strukturen, die seinen kreativen Prozess prägt. „Man hat sein eigenes Magnetfeld“, sagt er und deutet damit auf die individuelle Natur des Schaffens hin.

Ein entscheidender Moment in seiner Entwicklung war die Erkenntnis, dass Intuition eine zentrale Rolle spielt. „Ich sehe den künstlerischen Weg aus der Distanz“, reflektiert er und kommt auf das Bild des wachsenden Baumes zurück: „Jeder Ast steht für eine Entscheidung oder eine Wendung im Leben.“ Diese Sichtweise hat nicht nur seine Herangehensweise an die Malerei geprägt (er malt jeden Tag gleich mehrere Bilder, als seien sie Früchte, die der Baum hervorbringt), sondern auch seine Verbindung zur Natur gestärkt.

Sein Herz schlägt für seinen Garten im Bergischen Land, der für ihn Ort der Inspiration und des Schaffens ist. Hier kultiviert er über 100 verschiedene Pflanzen und lässt die Bäume individuelle Richtungen einschlagen: „So entsteht ein sich stetig wandelndes Gebilde, das nicht nur das Auge ansprechen soll, sondern auch Raum für andere Kreaturen schafft“, erklärt er leidenschaftlich. Diese Nähe zur Natur spiegelt sich auch in seiner Kunst wider – neben der gegenständlichen Malerei arbeitet er ebenso abstrakt und baut Skulpturen, am liebsten, wenn Glyzinien oder wilder Wein den Dialog mit den Objekten noch befördern.

Manfred Schmidts Reise zeigt den Einfluss von persönlichen Erfahrungen und Umgebungen auf das künstlerische Schaffen. Sein Werk ist nicht nur von Farben und Formen geprägt, sondern auch von den Geschichten und Erlebnissen, die ihn umgeben haben. In einer Welt voller Ablenkungen bleibt er dem Wesentlichen treu: dem Dialog zwischen Mensch und Natur sowie dem ständigen Streben nach neuen Ausdrucksformen. Sein künstlerischer Weg bleibt spannend und vielversprechend – ein Baum voller Möglichkeiten.

Manfred Schmidt ist Dozent an der Melanchthon-Akademie und bietet folgende Kurse an:

Fr., 07.02.2025, 18:00–20:15 Uhr
Malen am Abend mit Aquarellfarben und Gouache
Wir erproben die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten mit leuchtenden wasserlöslichen Farben auf unterschiedliche Weise: abstrakte Farbverläufe, Porträts, Landschaften und Atmosphären. Der erfahrene Dozent holt Sie da ab, wo Sie mit Ihrer Erfahrung beim Malen stehen, und führt Sie zu erstaunlichen Resultaten. Bitte bringen Sie vorhandenes Malmaterial mit!
3 Termine | 36,00 € | Nr. 7134F

Sa., 15.03.2025, 10:00–14:00 Uhr
Garantiert Malen und Zeichnen lernen – Lernen zu klassischen Motiven der gegenständlichen Malerei
Die Lehrmethoden der amerikanischen Zeichenlehrerin und Psychologin Betty Edwards werden hier vorgestellt und eingeübt. Darauf aufbauend widmen wir uns den klassischen Motiven der gegenständlichen Malerei (Stillleben, Landschaft, Porträt und Akt). Bitte bringen Sie vorhandenes Mal- und Zeichenmaterial mit (Gouache, Aquarell, Pinsel, Stifte). Einfaches Papier und verschiedenfarbige Kreiden werden gestellt.
2 Termine | 64,00 € | Nr. 7135F

Köln fotografiert von Wohnungslosen: „Die Stadt aus meiner Perspektive“ – Ausstellungseröffnung

Ein Foto eines Projektteilnehmenden.

Ein Foto eines Projektteilnehmenden.

Die Foto-Ausstellung „Die Stadt aus meiner Perspektive“ eröffnet am Sonntag, 2. Februar, um 16 Uhr in der Melanchthonkirche Zollstock, Breniger Straße 18 in Köln. Die Ausstellung präsentiert Aufnahmen, die von Wohnungslosen in Köln gemacht wurden und die Stadt aus ihrem Blickwinkel zeigen.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative des Diakonischen Werks Köln und der Melanchthon-Akademie, gefördert von der Aktion Mensch. Im Rahmen dieses Kunstprojekts wurden etwa 100 Einwegkameras an Klient:innen der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie verteilt. Über den Zeitraum eines Jahres entstanden so über 1000 Fotos, aus denen in dieser Ausstellung eine Auswahl sichtbar werden wird.

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Lebenswelt der Wohnungslosen in Köln. Die Bilder bewegen sich in einem breiten thematischen Spektrum, von Alltagsmomenten bis hin zu persönlichen Geschichten und Emotionen.

Michael Lampa, Fachdienstleitung der Wohnungsnotfallhilfe beim Diakonischen Werk, betont die Bedeutung des Projekts: „Wir freuen uns, dass wir nun das Ergebnis dieses spannenden Gemeinschaftsprojekts präsentieren können. Es macht eine städtische Perspektive sichtbar, die ansonsten oft unsichtbar bleibt, und schafft eine Plattform, die obdachlosen Menschen eine Stimme gibt.“

Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die gemeinsame Projektentwicklung von Anfang an: In regelmäßigen Treffen berieten sich die Fotografen gemeinsam mit Vertreter:innen der Diakonie und der Melanchthon-Akademie zur Wirkmacht der Fotografien. Dabei wurden schließlich aus den 1000 gesichteten Fotos eine Auswahl von etwa 100 Favoriten getroffen, von denen ein Teil nun in einer Kölner Ausstellungsreihe sichtbar sein wird – den Anfang macht dabei die Melanchthon-Kirche in Zollstock.

Die dortige Ausstellung läuft bis zum 16. Februar. Besucher:innen haben die Möglichkeit, nicht nur die Bilder zu betrachten, sondern auch Aufnahmen und Kalender zu erwerben. Der gesamte Erlös wird an die Wohnungslosenhilfe der Diakonie gespendet.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen, mit den Initiator:innen ins Gespräch zu kommen und ihre Eindrücke bei einem anschließenden Orgelkonzert in der Kirche Revue passieren zu lassen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website www.melanchthonkirche.de.

Loslassen und Neues begrüßen: Spirituelle Veranstaltungen und eine Übung für Balance

Spirituelle Übungen können dabei helfen, loszulassen und Neues zu begrüßen. Eine kleine spirituelle Übung geht so:

Ich sitze auf einem Stuhl, aufgerichtet und dennoch entspannt. Meine Hände liegen auf meinen Oberschenkeln mit den Handflächen nach unten.
Meine Gedanken begleiten alles, was ich gerade loslassen möchte oder wovon ich mich unfreiwillig verabschieden muss. Freundlich betrachte ich Situationen, Menschen, Dinge, bedanke mich bei ihnen und lasse sie gehen. Lasse sie – gefühlt – aus meinen Fingerspitzen hinausfließen.

Wenn ich damit fertig bin, drehe ich meine Hände um, nun liegen sie mit den Handflächen nach oben auf meinen Oberschenkeln. Wie offene Schalen.
Was kommt auf mich zu, was will von mir begrüßt werden? Wieder betrachte ich alles freundlich, heiße es willkommen. Ich überlege, was ich brauche, um mich gut mit dem Neuen anfreunden zu können. Ich beende die Übung, wenn ich spüre, für heute ist genug.

Klein und unaufwändig entfaltet diese Übung große Wirkung.

Sie erdet mich. Nicht alles, was ich loslasse, macht mich traurig, oft genug bin ich auch erleichtert, etwas gehen zu lassen. Erstaunlicherweise spüre ich Ge-LASSEN-heit.

Sie richtet mein Augenmerk auf das, was ich brauche, um mit dem Neuen gut zurechtzukommen. Ich kann den Wandel begleiten, sogar gestalten, bin ihm nicht einfach ausgeliefert.

Zwischen diesen beiden Polen bleibt ein Drittes: „Prüfet aber alles und das Gute behaltet“. (1.Thess 5,21) So bilden das Loslassen (Exnovation), das Behalten (Tradition) und das Neue (Innovation) eine Balance. Von diesem Zusammenspiel hängt der Erfolg von Transformationen ab. Das gilt auch für die großen Transformationen, in denen wir uns gerade befinden, klimatisch, gesellschaftlich oder kirchlich.


PROGRAMMHIGHLIGHTS

Di., 28.01.2025, 19:00–21:00 Uhr ONLINE
Wie entsteht eine gute Zukunftskultur?
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Ev. Akademie im Rheinland
Isabel Hartmann, Prof. Dr. Rainer Knieling
1 Termin | 3 Ustd | kostenlos | Nr. 4122R

Mi., 05.02.2025, 19:30–21:00 Uhr ONLINE
Keltische Spiritualität – Frischluftzufuhr aus den Tiefen der Geschichte
Gerold Vorländer
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 4124R

Mi., 19.02.2025, 19:00–21:00 Uhr
Die „Glaubens-WG“ – Big Brother religiös?
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 1012B |
Melanchthon-Akademie | Sachsenring 6

Do., 04.09.2025 – Sa., 13.09.2025
Studienfahrt nach Iona – Time and Space – leben mit der Community of Iona
Informationen unter:
rinecker@melanchthon-akademie.de
Nr. 4136R

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