Kategorie: Neues aus der Akademie (Seite 1 von 4)

„Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues“: Evangelische Kommunität im „Campus Kartause“ geplant

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine evangelische Kommunität geplant: Das  Wohnprojekt ist inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona  und wird Anfang 2027 bezugsfertig sein. Bereits Anfang des kommenden Jahres können die ersten Mietverträge unterschrieben werden.

Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, berichtete auf der Verbandsvertretung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, dass die geplante evangelische Kommunität auf dem Campus Kartause bald ins öffentliche Gespräch gebracht werde. „Wir werden konkret Menschen suchen, die sich in diese Kommunität einbringen wollen und mit denen, die sich dazu schon entschlossen haben, in Kontakt treten möchten.“ Drei Grundregeln für die Kölner Kommunität sind schon geplant. Diese beinhalten einen gemeinsamen Abend pro Woche, regelmäßige Treffen mit dem Iona-Freundeskreis und Engagement bei den spirituellen Angeboten im „Raum der Stille“ auf dem Campus Kartause oder in der Kartäuserkirche.

Gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich

Es gibt neun Appartements und gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich. Die Appartements haben eine Größe von 59 bis 83 Quadratmeter inklusive der Anteile an den Gemeinschaftsflächen. Der Mietpreis pro Quadratmeter beträgt voraussichtlich 18 Euro ohne Nebenkosten. Es wird erwartet, dass sich Interessierte zumindest für einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Zusammenleben mit der Gruppe verpflichten. Bei Interesse bitte melden unter: rinecker@melanchthon-akademie.de

Antje Rinecker, Studienleiterin bei der Melanchthon-Akademie im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, beschreibt, wie das gemeinschaftliche Wohnprojekt durch geteiltes geistliches Leben, verantwortlichen Umgang mit Ressourcen und bewusstem Miteinander Einsamkeit begegnen kann und eine tiefe, nachhaltige Form von Gemeinschaft entstehen lassen kann:

Was ist für Sie die größte Stärke dieses Projekts – und warum braucht es gerade jetzt solch neue Formen von Gemeinschaft?

Antje Rinecker: Gesellschaftlich gibt es in meinen Augen zwei Themen, die viele Menschen im Alltag umtreiben: Einsamkeit und Wohnen. Darin liegt die große Stärke des Projekts. Menschen teilen ihr alltägliches und ihr geistliches Leben. Das verbindet, schafft einen Raum in dem Vertrauen, Miteinander und, wer weiß, auch Kreativität und Engagement blühen können. Der Zuschnitt der Appartements bietet darüber hinaus genug Offenheit für Rückzug und Individualität.
Dieses freie und gleichzeitig verbindliche Miteinander geht über eine traditionelle Wohngemeinschaft hinaus. Wer zusammen betet, sich mit der Bibel und geistlichen Fragen beschäftigt, lernt sich auf einer anderen Ebene kennen. Das Miteinander gewinnt an Tiefe. Eine gemeinsame Aufgabe, wie z.B. das Gestalten einer Andacht im Raum der Stille o.ä., gibt zusätzlich Struktur und erlaubt zugleich sich experimentell auszuprobieren.

Sie orientieren sich bei der Entwicklung des Wohnprojekts an der Vision der Iona-Community. Welche Elemente aus Iona sind auch für Köln besonders wichtig?

Antje Rinecker: Die Community of Iona orientiert sich an wenigen, grundlegenden Regeln: Neben Gebet und Bibelstudium sind das vor allem der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen Geld und Zeit und der Einsatz für Bewahrung der Schöpfung, für Gerechtigkeit und Frieden. Diese Ausrichtung passt in ihrer Aktualität perfekt in den Kontext der Kölner Südstadt. Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Frieden sind unsere heutigen brennenden Themen. Sie fordern von uns ein Umdenken in Hinblick auf Gewohnheiten unseres Lebens. Doch wie kann das konkret aussehen, wie können wir uns gegenseitig ermutigen und unterstützen? Die Community of Iona bietet spannende Materialien und Diskussionsforen. In meinen Augen ist der größte „Gamechanger“ die Möglichkeit der gegenseitigen kollegialen Beratung im Umgang mit den eigenen Ressourcen im Wohnprojekt. Im konstruktiven Austausch können neue Perspektiven entstehen, auf die man alleine gar nicht kommt.

Gelingende Gemeinschaft lebt von Menschen, die sich bewusst aufeinander einlassen. Was sollten Interessierte mitbringen?

Antje Rinecker: Wer gemeinschaftlich leben will, sollte sich darüber bewusst sein: Was brauche ich und was kann ich geben? Denn das konkrete Miteinander müssen die Menschen, die zusammen wohnen wollen, aushandeln. Und jede/jeder braucht den Wunsch, miteinander an geistlichen Themen zu arbeiten, zusammen zu beten und sich mit biblischen Texten zu befassen. Nicht immer, aber regelmäßig. Einmal pro Woche ist im Augenblick angedacht. Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues, das erscheint mir ein guter Mix.

Gemeinsam leben: Wohnprojekt im „Campus Kartause“

In der Südstadt von Köln entsteht auf dem Gelände der „Kartause“, des ehemaligen Kartäuserklosters, heute Sitz der Evangelischen Kirche in Köln und einer lebendigen Gemeinde, ein großer Campus: Ein Haus der Bildung für Menschen in der langen Spanne des Erwachsenenseins, dazu Wohnraum für Studierende, für Menschen mit und ohne Einschränkungen und vieles mehr. (Home – Campus Kartause)

Es entsteht Raum für gemeinsames Leben, in aller Individualität und persönlichen Freiheit. Inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona (Welcome to the Iona Community – A Christian ecumenical community), und in der Überzeugung, dass Gemeinschaft verändernde Kraft hat, wird ein Wohnprojekt gestartet, das Anfang 2027 bezugsfertig ist.

Gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich

Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, berichtete auf der Verbandsvertretung: „Wir werden konkret Menschen suchen, die sich in diese Kommunität einbringen wollen und mit denen, die sich dazu schon entschlossen haben, in Kontakt treten möchten.“ Drei Grundregeln für die Kölner Kommunität sind schon geplant. Diese beinhalten einen gemeinsamen Abend pro Woche, regelmäßige Treffen mit dem Iona-Freundeskreis und Engagement bei den spirituellen Angeboten im „Raum der Stille“ auf dem Campus Kartause oder in der Kartäuserkirche.

Es gibt neun Appartements und gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich. Die Appartements haben eine Größe von 59 bis 83 Quadratmeter inklusive der Anteile an den Gemeinschaftsflächen. Der Mietpreis pro Quadratmeter beträgt voraussichtlich 18 Euro ohne Nebenkosten. Es wird erwartet, dass sich Interessierte zumindest für einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Zusammenleben mit der Gruppe verpflichten. Bei Interesse bitte melden unter: rinecker@melanchthon-akademie.de

Ökumenische Community of Iona

Die Iona-Community ist eine ökumenische, weltweit zerstreut lebende Gemeinschaft von Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Ihr Zentrum haben sie in der alten Benediktiner-Abtei auf der Insel Iona, der Iona-Abbey. Alle Menschen, die dorthin kommen, bilden die Gemeinschaft und erleben Gemeinschaft auf Zeit in ihrer schönsten Form. Es ist das erklärtes Ziel der Community of Iona, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Wir machen sie das? Ihre herausfordernde These heißt: nur in und mit Gemeinschaft können wir einen Beitrag zu Frieden und Gerechtigkeit leisten.

Wie geht das konkret? Mit einer einladend, gastfreundlichen Haltung voller Respekt.

Wie sieht das aus? Im alten Refektorium sitzen während der Mahlzeiten immer 10 Menschen auf Bänken am langen Tisch. Ein Platz ist der „Head of the table“. Für diese Mahlzeit ist es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle eine angenehme Mahlzeit haben. Er achtet darauf, dass die Wasserkaraffen gefüllt sind, genug Brot auf dem Tisch steht, holt die Suppentassen und räumt am Ende den Tisch mit ab. Alle anderen dürfen ihre Mahlzeit einfach genießen. Sie wissen, bei einer der nächsten Mahlzeiten bin ich dran, denn diese Aufgabe wechselt durch.

Gelingende Gemeinschaft braucht respektvolle Kommunikation. Das ist ein Herzstück der Arbeit auf Iona. Respektvolle Kommunikation untereinander, mit der Mitwelt und der Ewigen. Auf Iona sind sich alle klar, dass sich unsere Sprache verändert und es Worte gibt, die nicht mehr für jede/n passen. Sie laden dazu ein, solche Worte zu ändern, tun dies auch selbst. Immer mit Respekt.

Multireligiöses Gebet „Room of One“: Spirituelle Impulse für Schöpfung und Zusammenleben

Durch Klimawandel, Artensterben und zahlreiche Umweltprobleme steht die Menschheit vor großen Herausforderungen. Mit dem neuen Gebetsraum „RoomOfOne“ entsteht in Köln ab Oktober 2025 ein Ort, an dem Angehörige verschiedener Religionen gemeinsam beten und in ihren eigenen Traditionen heilige Texte rezitieren. Die Treffen finden einmal im Monat dienstags von 16 bis 16.30 Uhr im Refektorium des Hauses der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, statt. Nächste Termine sind der 28. Oktober, 11. November (10.10 Uhr) und 16. Dezember.

„RoomOfOne Köln“ ist ein Projekt der Melanchthon-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Forum für Komparative Theologie und der Universität Bonn. Ziel ist es, das Verbindende der Religionen zu suchen, respektvoll mit dem Gemeinsamen und Fremden der Anderen umzugehen und dadurch inspiriert zu werden, Fanatismus zu überwinden und Impulse für ein solidarisches und friedliches Miteinander sowie den Erhalt der Schöpfung zu setzen.

Ein Gespräch mit Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, über Wünsche und Hoffnungen für das Zusammentreffen von Menschen verschiedener Religionen, die Kraft von Vielfalt und das Besondere des Multireligiösen Gebetes:

Wie ist die Idee für den multireligiösen Gebetsraum „Room of One“ entstanden?

Martin Bock: Sie ist im Gespräch mit dem Komponisten und Musiker Bernhard König bei einer Veranstaltung in Köln-Brück mit der dortigen Kulturreferentin Jane Dunker entstanden. Bernhard König hat sein Buch „Musik und Klima“ vorgestellt und nebenbei erzählt, dass er für einige Zeit in Bonn am Forum für Komparative Theologie der Kath.-Theologischen Fakultät angestellt war. Hier ist vor ca. 2 Jahren die Mutter des „Room of One“ entstanden, als ein gemeinsames Gebet aus jüdischen, muslimischen und christlichen Ressourcen. Es findet dort jeden Donnerstag von 14 – 1.430 h im Kapitelsaal des Bonner Münsters statt. Bernhard König hat das Gebet dort musikalisch mitentwickelt, eigene Kompositionen und Lieder geschaffen, die man hier auch abrufen und nachlesen kann. Meine Kollegin Dorothee Schaper und ich sind daraufhin nach Bonn gefahren, haben den „Room of One“ besucht, waren von diesem Konzept sehr angetan und sind mit den Initiatoren Prof. Dr. Klaus von Stosch, Dr. Annette Boeckler und Dr. Nasrin Bani Assadi ins Gespräch gekommen. Recht bald haben wir dann das großzügige Angebot des Forums für Komparative Theologie erhalten, den „Room of One“ auch mit einem Kölner Ableger zu versehen. Und dann haben wir uns verschiedene Räume angesehen, die spirituell für ein solches Multireligiöses Gebet in Frage kommen. Das Refektorium in der Kartause mit seiner kontemplativen, ruhigen Atmosphäre, den schönen Fenstern und der Zugänglichkeit auch von der Kartäuserkirche aus erschien uns dann als ein guter Startpunkt für das Kölner Projekt.

Was ist das Ziel dieses neuen spirituellen Formats inmitten aktueller gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen?

Martin Bock: Wir haben den „Room of One“ als ein sehr respektvolles Zusammentreffen von Menschen verschiedener Religionen in jeweils eigener Tradition im selben Raum erlebt. Für eine halbe Stunde entsteht – auch durch die sehr reflektierte Komposition der einzelnen Gebetsteile, der gemeinsamen Lieder und der Gemeinschaft, die sich so bildet – eine Atmosphäre der Hingabe, der Tiefe und der Würde, die die Religionen in aller Unterschiedlichkeit teilen. Das Motto des Room of One „Faith united für the planet“ soll anzeigen, dass sich dieser Respekt vor den unterschiedlichen Zugängen in jüdischer, christlicher und islamischer Spiritualität durchaus mit dem „großen Ganzen“, dem Einsatz für unseren Planeten, für Klimaschutz, Artenvielfalt und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen aller Lebewesen verbindet. Wir hoffen, dass sich dieses alltägliche und doch so unalltägliche spirituelle Kreuzen der Wege von Menschen, wie es sich im Bonner Münster vollzieht, auch in der Kölner Südstadt einstellen kann; ich glaube, es kann uns enorm stärken, inmitten der vielen Zerrissenheiten, in denen wir alle stehen, die Kraft der Religion zur Verbindung und zur Compassion zu erleben!

Wie wird sich ein typisches Treffen gestalten?

Martin Bock: Jedes multireligiöse Gebet besteht aus vier Teilen: dem Eingangsteil, dem liturgischen Vortrag, einem Impuls und einem Schlusslied. Vor allem in den beiden ersten Teilen erleben die Gäste, die kommen, wie eine Angehörige der jüdischen, der muslimischen und der christlichen Tradition einen heiligen Text dieser jeweiligen Tradition rezitieren. Alle Elemente, die formal getrennt bleiben, stehen dabei in gleichberechtigtem Verhältnis, auch zeitlich, und wechselseitigem Respekt zu einander. Die Texte und Rezitationen sind so gewählt, dass sowohl Gemeinsamkeiten der Religionen zum Ausdruck kommen, aber auch typische Gestaltungselemente unserer Traditionen erkennbar bleiben. Das Besondere des Multireligiösen Gebetes ist es deshalb, dass die intimen Aspekte und Seiten der anderen Religionen in ihrer Schönheit und manchmal auch Fremdheit in der Mitte stehen – und die Frage entsteht, ob wir nicht vielleicht gerade an und mit dieser Fremdheit des Anderen Inspiration erleben. Oder um es mit den Worten von Bernhard Königs Lied zu sagen: „Es wagen, den Tagen mehr Leben zu geben“.

Welche Rolle spielen Kooperationen wie mit dem Forum für Komparative Theologie und der Universität Bonn?

Martin Bock: Den Kölner „Room of One“ gibt es nur durch die Kooperation mit dem Forum für Komparative Theologie. Mit der jüdischen und der muslimischen Mitarbeiterin Annette Boeckler und Nasrin Bani Assadi haben Dorothee Schaper und ich den Kölner Ableger zusammenentwickelt. Frau Boeckler und Frau Assadi werden auch in Köln den jüdischen und den muslimischen Teil gestalten, im christlichen Teil wechseln sich Dorothee Schaper und ich ab. Thomas Frerichs, Kantor der Kartäuserkirche, wird die musikalische Gestaltung übernehmen.

Welche Wirkung erhoffen Sie sich für das Zusammenleben in einer religiös vielfältigen Stadt wie Köln?

Martin Bock: Mit „Vielfalt“ treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Kölns große Stärke ist die Vielfalt und Dichte der religiösen Strömungen, Traditionen und „Angebote“. Denken Sie an das von Ulrich Harbecke entworfene und von unserer Akademie zusammen mit der Karl Rahner-Akademie herausgegebene „Kölner Buch der Religionen“, wo nahezu 200 Religionsgemeinschaften beschrieben werden. Der „Room of One“ wird in dieser Vielfalt ein weiteres, hoffentlich wichtiger, Zeichen für den Respekt und die Hinwendung der Religionen zueinander und zu der bedrohten Schöpfung in unserer Stadt sein – zusätzlich zum Beispiel zum „Gebet der Religionen“, zu dem der Rat der Religionen einmal jährlich am 21. September einlädt. Wir legen uns dabei auf den Ort des „Room of One“ noch nicht fest, sondern beginnen unsere Kölner Reise zunächst hier im Refektorium der Kartause. Vielleicht gehen wir demnächst auch noch einmal an Orte, wo Kölnerinnen und Kölner verschiedener Religionen und Kulturen in ihrem Alltag zusammenkommen, zum Beispiel in den Lebensraum eines Krankenhauses. Oder in ein Museum. Wer weiß? Die Reise durch unsere Stadt an „Places of One“ hat gerade erst begonnen.

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„Brot & Buch & Innenhof“: Semestereröffnung der Melanchthon-Akademie am 17. September

Mit der Veranstaltung „Brot & Buch & Innenhof“ eröffnet die Melanchthon-Akademie am Mittwoch, 17. September, 18 bis 20 Uhr, das neue Semester in den Innenhöfen des Hauses der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11. Das Semester steht unter dem Thema „Raum für Risse“ – eine Einladung, Worte in Räume zu stellen, die selbst Geschichten von Brüchen und Spuren erzählen.

Die Akademie richtet den Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen Klang, Resonanz und Mitwelt. Nach der Vorstellung ausgewählter Bücher durch bietet der Abend Gelegenheit, bei Brot und Wein miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Studienleiterin Lea Braun spricht über Risse, Unvollkommenheit und Verletzlichkeit:

Das Semester steht unter dem Motto ‚Raum für Risse‘. Was bedeutet dieses Bild für die Arbeit der Akademie – und warum halten Sie es gerade jetzt für wichtig, Worte und Geschichten in Räume voller Brüche zu stellen?

Lea Braun.

Lea Braun.

Lea Braun: Zu diesem Bild wurden wir durch Kintsugi inspiriert. Das ist eine japanische Reparaturkunst, in dem der Raum zwischen zerbrochenen Scherben in einem aufwändigen Prozess mit Gold sichtbar wieder zusammengefügt wird. Wir folgen in diesem Semester biografischen, aber auch gesellschaftlichen Rissen. Wir stellen uns dem Unvollkommenen und unserer Verletzlichkeit. Wir wollen die Mehrdimensionalität der Risse entdecken. Hier ist Platz für Schmerz und Schönheit, für Aushalten, für Trost, für Hoffnung und für Prozess.

„Brot & Buch & Innenhof“ verbindet Literatur mit Begegnung und Austausch. Was macht für Sie den Reiz dieses Formats aus – und was unterscheidet es von einer klassischen Semestereröffnung?

Lea Braun: Für mich liegt der Reiz des Formats in der Verbindung von Literatur, unserem neuen Programm und der konkreten Umgebung in den Innenhöfen. Buch&Brot&Innenhöfe gibt uns Studienleitenden die Möglichkeit das Gelesene in den Kontext unserer Ideen zu setzen, die wir in die Veranstaltungen haben einfließen lassen. Daher ist die Literatur für mich oft ein Spiegel der Themen, die uns in der Akademie beschäftigen. Außerdem kann ich das Kommen allen empfehlen, die auf der Suche nach Buchtipps sind!

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Kunst und Demokratie – Mitmach-Projekt lädt ein: Zwei Tonnen Ton für Chorweiler

Zwei Tonnen Ton warten morgen darauf, von den Händen der Menschen in Köln-Chorweiler in ein lebendiges Kunstwerk verwandelt zu werden. Unter dem Titel „Chorweiler in Ton – Geschichten und Gemeinschaft im Stadtteil“ entsteht in dem Stadtteil am Donnerstag, 4. September, von 11-18 Uhr an der Freitreppe seitlich vom Liverpooler Platz, 50765 Köln, ein einzigartiges Kunst- und Demokratieprojekt, das Menschen zusammenbringt, Geschichten sichtbar macht und neue Perspektiven auf dem Stadtteil eröffnet.

Veranstaltet wird das Projekt vom Bündnis Chorweiler, das aus verschiedenen Akteuren Kölner Weiterbildungseinrichtungen und sozialen Einrichtungen und Vereinen besteht. Auch die Melanchthon-Akademie (MAK) des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region ist dabei. „Wir treffen uns seit etwa einem Jahr und überlegen, wie wir Demokratie in Chorweiler fördern können“, sagt MAK-Studienleiterin Lena Felde. „Dabei ist zunächst vor den letzten Wahlen die Aktion ,Ich gehe wählen, weil …‘ entstanden, bei der wir Chorweileraner zu deren Meinung befragt und mit dieser fotografiert haben.“

Im Zentrum des Projekts steht die gemeinsame Schaffung eines Tonmodells von Chorweilern und Chorweilerinnen – gestaltet von den Anwohnenden selbst. Jede teilnehmende Person kann ein Stück des Stadtteils formen und dabei persönliche Erinnerungen, Erlebnisse und Gedanken zu diesem Ort einbringen. Ein Moderationsteam begleitet die Modellierung, dokumentiert die Erzählungen und schafft einen geschützten Raum für Austausch, in dem Anonymität ebenso gewahrt werden kann wie der Wunsch, mit Namen aufzutreten. Das Projekt ist „eine Einladung an alle Menschen im Stadtteil, ihre Stimme zu erheben, ihre Geschichte zu teilen und gemeinsam an einem lebendigen Bild Chorweilers mitzuwirken“, sagt Lena Felde. „Diese Aktion, bei der wir Chorweiler aus Ton nachformen, soll auch der Demokratie-Förderung dienen und Menschen zusammenbringen im künstlerischen Schaffen und mit Musik aus Chorweiler.“

Ein Stadtteil erzählt sich selbst

„Chorweiler in Ton“ will das Gemeinschaftsgefühl stärken und demokratische Teilhabe fördern. Die kreative Arbeit am Modell wird so zum Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen – über Vergangenes, Erlebtes und Zukünftiges. Im Laufe des Tages entsteht nicht nur ein vielschichtiges Kunstwerk, sondern auch ein lebendiges Archiv der Geschichten und Erinnerungen der Menschen in Chorweiler.

Ein besonderer Programmpunkt ist die offene Diskussionsrunde am Nachmittag, in der über die Entwicklung Chorweilers und die Zukunft des Stadtteils gesprochen wird. Hier werden Wünsche, Sorgen und Ideen geteilt – als Grundlage für neue Visionen und gemeinsame Verantwortung.

„Ich denke, das Projekt ist gerade jetzt wichtig, um in Zeiten von Krieg und Hetze ein Zeichen zu setzen, dass man zusammenhält und die Welt im Kleinen anders sein kann (wenn man will) als die oft omnipräsent erscheinenden großen Bewegungen“, erklärt Lena Felde. „Das Bündnis wird danach auch weitergehen und wir werden uns neue Dinge überlegen.“

Ablauf am Veranstaltungstag:

  • 11:00 Uhr – Begrüßung (u.a. der Bezirksvertretung Chorweilers und des Bezirksbürgermeisters), Einführung in das Mitmachevent
  • 11:30 Uhr – Beginn der Tonmodellierung & Geschichtensammlung
  • 14:00 Uhr- Pause mit Snacks und Livemusik
  • 17:00 Uhr – Ende der kreativen Arbeit und offene Diskussionsrunde zur Stadtteilentwicklung
  • 18:00 Uhr – Präsentation des fertigen Modells, Reflexion & Abschlussrunde
  • Musikalische Begleitung und ein Gruppenfoto runden das Programm ab.

Die gesammelten Geschichten werden im Anschluss veröffentlicht und ausgestellt – als bleibende Zeugnisse einer aktiven, vielfältigen und engagierten Stadtgesellschaft.

Text: Bürgerzentrum Chorweiler/APK

Foto: APK/AI

„Ja zu Migration“ gestartet: Melanchthon-Akademie unterstützt Kampagne

Kampagne „Ja zu Migration“ gestartet. Jetzt mitmachen!

Die Kampagne „Ja zu Migration“ setzt der zunehmenden Hetze gegen Migrant:innen und der Problematisierung von Migration eine positive, faktenbasierte, persönliche und empathische Darstellung entgegen. Sie setzt damit ein klares Zeichen für ein solidarisches Miteinander.

Die Melanchthon-Akademie unterstützt diese wichtige Kampagne und lädt dazu ein, mit einem eigenen Portrait oder Gruppenfoto Teil der Kampagne zu werden!

Alle Infos über die Kampagne und zum Mitmachen auf www.ja-zu-migration.de.

Raum für Risse: Die japanische Reparaturtechnik Kintsugi

Die japanische Reparaturtechnik Kintsugi fügt den Raum zwischen zwei zerbrochenen Scherben mit Gold sichtbar wieder zusammen und markiert den Riss durch Schönheit. Manchmal treffen in Spalten und Rissen alte Wurzeln und junge Pflanzen. Das steht sinnbildlich für den achtsamen Umgang mit Brüchen und deren sichtbaren Spuren. Hier finden wir den Raum, den wir brauchen – zum Atmen, Wachsen, Verstehen. Herzliche Einladung, das Unvollkommene und unsere Verletzlichkeit, biografische, gesellschaftliche Risse, Verwundungen und das, was daraus entstehen kann zu erkunden.

VERANSTALTUNGSHINWEISE

Mi., 10.09.2025, 18:00 – 21:00 Uhr
Vorraum für Risse
Workshop
Wir nähern uns kreativ und achtsam unseren eigenen Rissen – jenen Erfahrungen, Fragen oder Widersprüchen, die vielleicht schmerzen, aber auch Kraftquellen sein können. Wir verweben diese persönlichen Spuren mit den größeren Rissen unserer Zeit: soziale Ungleichheit, Klimakrise, der humanitäre Krise an den europäischen Außengrenzen, im Nahen Osten und in der Ukraine, Isolation, Umbrüche im Miteinander. Sie können kreativ schreiben, performativ oder künstlerisch arbeiten. Die entstehenden Kunst-, Kreativ- und Wortwerke werden, wenn Sie das möchten, am Sa., 27.09.2025 im „Raum für Risse“ auf dem Kartäuserkirchengelände ausgestellt.
1 Termin | 16,00 € | Nr. 3210BR

Sa., 27.09.2025, 11:00 – 17:00 Uhr
Raum für Risse
Zeit für Erkundung im Innen und im Außen
Wir laden Sie ein zum „Raum für Risse“ – einem Tag der Begegnung mit Platz für Risse, Schmerz und Schönheit, für Aushalten, für Trost und eine leise Prise Hoffnung. Mit Kunst und Kultur mit Theater und Gebet mit Lesung und Klang auf dem Gelände der Kartäuserkirche.
Eintritt gegen Spende | Nr. 6203BFS | Kartäusergasse 7, 50678 Köln

Semestereröffnung „Brot & Buch & Innenhof“: Herzliche Einladung!

Das Haus der Kirche mit seinen wundervollen Räumen ist in den letzten eineinhalb Jahren ein Zuhause für die Melanchthon-Akademie geworden. Gleichzeitig gibt es immer noch viel zu entdecken. Deshalb haben wir uns entschieden, die Semestereröffnung für das 2. Halbjahr 2025 wieder in den Innenhöfen zu gestalten.

Herzliche Einladung zu „Brot & Buch & Innenhof“

Das große Rahmenthema dieses Halbjahres heißt „Raum für Risse“. Wir werden unsere Aufmerksamkeit darauf richten, welchen Klang die Worte entwickeln, wenn sie in Räume gesprochen werden, die von ihren eigenen Rissen erzählen. Wir sind gespannt auf die Resonanz, die zwischen Mensch, Wort und Mitwelt entstehen kann.

Im Anschluss an die Buchvorstellungen gibt es bei Brot und Wein die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

Mi., 17.09.2025 | kostenfrei | 18:00–20:00 Uhr | Anmeldung erforderlich | Nr. 251200B

In der gleichen Woche:
LIT KARTAUSE 2025
Die Kleinkunstbühne im Kreuzgangsaal öffnet die Tür:
Drei besondere Lesungen „80 Jahre danach“
Details auf der Webseite bzw. Flyer

ZUSAMMEN. LEBEN. GESTALTEN. Unser neues Programm lädt Sie ein!

Unser neues Programm ist da. ZUSAMMEN. LEBEN. GESTALTEN. ist nicht nur der Titel einer spannenden Fortbildungsreihe, die unsere Kollegin Antje Rinecker auf den Weg gebracht hat und seit Beginn des Jahres 2025 mit anderen Studienleitenden und Kooperationspartner:innen umsetzt. In dieser Worte-Trias spiegeln sich vielmehr essentielle Aspekte der Arbeit und des Selbstverständnisses der Melanchthon-Akademie, angefangen beim Fokus auf Gemeinschaftliches (zusammen!), aber auch hinsichtlich einer Handlungsorientierung (gestalten!).

Im Gestalten steckt viel: Aktivität. Optimismus, etwas umsetzen, schaffen oder entstehen lassen zu können. Aber auch ein Lernen in Bezug auf das WIE des Gestaltens, etwa, wenn es um neue Techniken, Perspektiven, Möglichkeitsräume oder Herangehensweisen geht. Durch die Einbettung von LEBEN zwischen ZUSAMMEN und GESTALTEN werden schließlich Möglichkeiten zum neuen Arrangement der Worte wie ZUSAMMENLEBEN GESTALTEN erkennbar.

Zusammen.Leben.Gestalten. Vor dem Hintergrund der globalen Krise liberaler Demokratien und damit verbundener Brüche und Polarisierungen stecken in diesen Worten immer auch Wertorientierungen – und diese finden auch in unserem aktuellen Programm ihren Ausdruck.

Unser aktuelles Titelbild greift vieles hiervon auf. Es ist in der Veranstaltung „Kintsugi in der Trauerarbeit“ entstanden. Die japanische Reparaturtechnik „Kintsugi“, bei der Zerbrochenes mit Gold sichtbar zusammengefügt wird, steht sinnbildlich für den achtsamen Umgang mit Brüchen und deren Spuren. Thematisch verbunden ist hiermit immer eine gewisse Unvollkommenheit und Verletzlichkeit, aber auch das Nachdenken über biografische und gesellschaftliche Risse sowie Verwundungen und das, was daraus entstehen kann, drängt sich recht unmittelbar auf. Mit Fokus auf „Risse“ finden sich im aktuellen Programm zahlreiche Veranstaltungsformate.

Insbesondere laden wir sie in diesem Zusammenhang ganz herzlich zu Erkundungen im „Raum für Risse“ am 27. September auf dem Gelände der Kartäuserkirche ein.

Aus der Tagung „Traumasensiblere Kirche werden“ ergaben sich wertvolle Impulse und Fragen, aus denen wir weitere Bildungsangebote entwickeln.

2025 ist ein Jubiläumsjahr – auch eines, in dem dem ZUSAMMEN eine besondere Bedeutung zukommt. Vor 1.700 Jahren, im Jahr 325, fand das ökumenische Konzil von Nicäa statt. Hier rangen Christ*innen mit Fragen ihres Glaubens. Die damals noch junge Kirche gab sich ein verbindliches Bekenntnis, eine Lehrgrundlage für eine Gemeinschaft, die zur Weltreligion wurde. Gleichwohl war und ist es ein fragiles Projekt, den komplexen christlichen Glauben in eine verbindliche Form zu versetzen. Bestimmte Erfahrungen kamen und kommen dabei nicht alle zu Wort. Wie pluralitäts- und dialogfähig ist also das Christentum? Was bedeutet es heute, ‚meinen‘ Glauben zu bekennen und zu vertreten? In verschiedenen Veranstaltungen mit verschiedenen ökumenischen Partner:innen rückt das Bekenntnis von Nicäa in diesem Halbjahr in den Mittelpunkt – nicht nur über das Wort, sondern auch über die Musik. Freuen Sie sich besonders auf eine musikalische Uraufführung des CREDO im Kölner Dom am 26. September 2025 um 16.30 Uhr und auf die anschließende Soirée im Domforum.

Auch im neuen Semester wird an unserem Dauerthema „Stadt der Zukunft“ weitergearbeitet und -gestaltet: Neben Veranstaltungen im Stadtraum und zu den Themen Stadt, Beteiligung und Intervention im öffentlichen Raum nimmt dabei die Ausstellung „Die Stadt aus meiner Perspektive“ eine besondere Bedeutung ein. Über ein Jahr lang fotografierten dafür Klient:innen der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie am Kölner Salierring mithilfe von Einwegkameras. Entstanden ist daraus eine schonungslos-beeindruckende, sensible bis kraftvolle, vielfältig-bewegende Fotostrecke, zu der Sie mehr in diesem Heft erfahren können. Im Fokus steht dabei die selbst erzählte Geschichte.

Mit Blick auf das ZUSAMMEN sind auch aus unserer Akademie Neuigkeiten zu vermelden: Seit April 2025 ist unser Kollege Dr. Martin Horstmann nach einjährigem Projekt in der „Werkstatt Ökonomie“ in Heidelberg wieder zurück auf seiner Stelle als Studienleiter und damit zurück im Team der Akademie, was uns alle sehr freut – in menschlich-kollegialer, aber auch in fachlicher Hinsicht und mit Blick auf die inhaltliche Breite unserer Veranstaltungen im Fachbereich „Nachhaltigkeit“.

Als Einrichtung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region sind auch wir als Akademie von den drastisch schwindenden finanziellen Mitteln, die uns durch die Kirchensteuer zukommen, betroffen. Der Vorstand des Kirchenverbandes hat uns deshalb gebeten, eine moderate Erhöhung der Teilnehmendengebühren für unsere Veranstaltungen anzustoßen. Das haben wir für das kommende Semester getan. Gleichwohl gibt es weiterhin die gewohnten Ermäßigungen! Bitte sprechen Sie uns an, wenn es für Sie mit Schwierigkeiten verbunden sein sollte, die Teilnahmebeiträge aufzubringen. Dann finden wir einen Weg. Ihre Nachfrage behandeln wir immer vertraulich.

In diesem Sinne: Lassen Sie uns ZUSAMMEN.LEBEN.GESTALTEN!

Text: Team der Melanchthon-Akademie

Raum für Risse, Diversität als Normalfall und ein besonderes Jubiläum: Neues Programm der Melanchthon-Akademie!

Soeben ist das neue Programm der Melanchthon-Akademie für das zweite Halbjahr 2025 erschienen. Neben den vielen bekannten und bewährten theologischen und nicht-theologischen Fokussierungen finden sich im aktuellen Programm neue Akzente. Hier einige Beispiele:

Raum für Risse

Am 26. September 2025 laden wir Sie in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr herzlich zu Erkundungen im „Raum für Risse“ auf dem Gelände der Kartäuserkirche ein. Im „Vorraum für Risse“ am 19. September 2025 von 18.00 bis 21.00 Uhr können Sie sich bereits kreativ schreibend, performativ und künstlerisch den eigenen biografischen und den Weltrissen nähern. Die Kunst- und Wortwerke fließen in den „Raum für Risse“ ein. Begleitend findet sich ein facettenreiches Rahmenprogramm, das im engen (Sinn-)Zusammenhang mit der japanischen Reparaturtechnik „Kintsugi“ steht, bei der Zerbrochenes mit Gold sichtbar zusammengefügt wird. Es geht hier um einen achtsamen Umgang mit Brüchen, Rissen und deren Spuren.

Diversität als Normalfall

Mit Blick auf unser Miteinander in pluralen Gesellschaft fokussiert daneben eine mit dem ROM e.V. Köln entwickelte Veranstaltungsreihe auf die sichtbaren und unsichtbaren Geschichten von Kölner Rom:nja. Sie sind schon sehr lange Teil der immer schon heterogenen Bevölkerung in Deutschland und auch in Köln, wobei ihnen immer wieder eine selbstverständliche Zugehörigkeit abgestritten wurde und wird. In der Reihe geht es darum, aber auch um Geschichten von Hoffnung, Kämpfen um Anerkennung, Selbstbehauptung, Freundschaften, Liebe sowie von Kreativität in der Literatur in der Romanes-Sprache und in der Musik.

Ein besonderes Jubiläum

2025 ist ein Jubiläumsjahr. Vor 1.700 Jahren, im Jahr 325, fand das ökumenische Konzil von Nicäa statt. Hier rangen Christen und Christinnen mit Fragen ihres Glaubens. Die damals noch junge Kirche gab sich ein verbindliches Bekenntnis, eine Lehrgrundlage für eine Gemeinschaft, die zur Weltreligion wurde. Gleichwohl war und ist es ein fragiles Projekt, den komplexen christlichen Glauben in eine verbindliche Form zu versetzen. Bestimmte Erfahrungen kamen und kommen dabei nicht alle zu Wort. Wie pluralitäts- und dialogfähig ist also das Christentum? Was bedeutet es heute, ‚meinen‘ Glauben zu bekennen und zu vertreten? In verschiedenen Veranstaltungen mit verschiedenen ökumenischen Partner und Partnerinnen rückt das Bekenntnis von Nicäa in diesem Halbjahr in den Mittelpunkt – nicht nur über das Wort, sondern auch über die Musik. Freuen Sie sich besonders auf eine musikalische Uraufführung des CREDO im Kölner Dom am 26. September 2025 um 16.30 Uhr und auf die anschließende Soirée im Domforum.

Wir laden Sie herzlich ein!

Das Programm ist ab sofort online, sowie in gedruckter Version an der Melanchthon Akademie erhältlich: www.melanchthon-akademie.de Die Anmeldung ist telefonisch, schriftlich per Mail, Fax, Post oder online möglich.

Am 17. September 2025 findet von 18.00 bis 20.00 Uhr unter dem Titel „Brot & Buch & Innenhof“ die zentrale Veranstaltung zur Semestereröffnung statt.

Melanchthon-Akademie

Die Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region ist eine anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung im Sinne des WBG-NRW und hält ein umfangreiches und vielseitiges Programm vor. In der Kölner Südstadt gelegen hat die Melanchthon Akademie im Sinne Ihres Namensgebers den Auftrag Bildungsangebote zwischen Himmel und Erde zu ermöglichen. In der Akademie arbeiten 13 hauptamtliche Mitarbeiter:innen und rund 150 Dozent:innen, in jedem Semester finden rund 300 Angebote statt.

Hier können Sie das Magazin herunterladen.

Kontakt

Melanchthon-Akademie Köln
Sachsenring 6
50677 Köln
0221 931803-0

Text: MAK, Foto: Titelbild/APK

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