Schlagwort: Zukunft gestalten

Junger Campus: Lernen, vernetzen, gestalten

„Sommernächte“ - Auftaktveranstaltung des Jungen Campus zum Thema zivile Seenotrettung. Adrian Pourviseh las aus seiner eindrücklichen Graphic Novel „Das Schimmern der See“.

„Sommernächte“ – Auftaktveranstaltung des Jungen Campus zum Thema zivile Seenotrettung. Adrian Pourviseh las aus seiner eindrücklichen Graphic Novel „Das Schimmern der See“.

Ein neuer Ort des Lernens entsteht und damit auch ein neues Kooperationsprojekt: Der Junge Campus auf dem Campus Kartause richtet sich an alle zwischen 20 und 40 Jahren, die Lust haben, gemeinsam zu denken, zu diskutieren und Neues auszuprobieren.

Was als Idee der Melanchthon-Akademie und des Evangelischen Jugendreferats begann, wächst nun gemeinsam mit der Familienbildungsstätte zu einer gemeinsamen Plattform für kooperative Bildungsangebote heran. Mit dem Bau des neuen Hauses der Bildung entstehen auf dem Campus Kartause Räume, in denen Begegnung, Bildung und Beteiligung neu gedacht werden können. Diese Chancen wollen wir nicht ungenutzt lassen.

Ein Ort für die Generation dazwischen

Die Zielgruppe ist bewusst gewählt: Menschen, die zwischen Ausbildung, Berufseinstieg, Familiengründung oder gesellschaftlichem Engagement ihren Platz suchen – und Fragen mitbringen, die über den eigenen Alltag hinausgehen. Der Junge Campus will ihnen Raum geben, sich einzubringen, sich weiterzubilden und anderen zu begegnen.

Ideen, die verbinden

Der Junge Campus versteht sich nicht als starres Konzept, sondern als wachsendes Netzwerk: ein Experimentierraum, in dem neue Formate entstehen dürfen und junge Perspektiven fokussiert werden. Hierfür planen wir Workshops, Vorträge oder kulturelle Veranstaltungen – interdisziplinär, aktuell, relevant. Wir schaffen einen Ort, an dem Ideen wachsen, Wissen geteilt und Zukunft gestaltet wird – mitten im Herzen der Südstadt. Schon vor dem Umzug experimentieren wir mit Formaten und arbeiten an gemeinsamen Überschneidungspunkten. Der Junge Campus will mehr, als Wissen zu vermitteln: Er möchte Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit stärken, zum Mitdenken und Mitgestalten anregen.

Ein Projekt im nächsten Semester: Feministischer Buchclub

Einmal im Monat widmen wir uns gemeinsam einem feministischen Buch – egal ob Roman, Essay, Lyrik oder Theorie – und schaffen Raum für Austausch und unterschiedliche Sichtweisen. Wir sprechen über das, was uns berührt, herausfordert oder neugierig macht, teilen persönliche Eindrücke und stellen Fragen, auf die es vielleicht keine einfachen Antworten gibt. Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat im „Der andere Buchladen“ in der Südstadt. In entspannter Atmosphäre möchten wir miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und neue Perspektiven auf feministische Themen entdecken.

https://jungercampus.blog/

Loslassen und Neues begrüßen: Spirituelle Veranstaltungen und eine Übung für Balance

Spirituelle Übungen können dabei helfen, loszulassen und Neues zu begrüßen. Eine kleine spirituelle Übung geht so:

Ich sitze auf einem Stuhl, aufgerichtet und dennoch entspannt. Meine Hände liegen auf meinen Oberschenkeln mit den Handflächen nach unten.
Meine Gedanken begleiten alles, was ich gerade loslassen möchte oder wovon ich mich unfreiwillig verabschieden muss. Freundlich betrachte ich Situationen, Menschen, Dinge, bedanke mich bei ihnen und lasse sie gehen. Lasse sie – gefühlt – aus meinen Fingerspitzen hinausfließen.

Wenn ich damit fertig bin, drehe ich meine Hände um, nun liegen sie mit den Handflächen nach oben auf meinen Oberschenkeln. Wie offene Schalen.
Was kommt auf mich zu, was will von mir begrüßt werden? Wieder betrachte ich alles freundlich, heiße es willkommen. Ich überlege, was ich brauche, um mich gut mit dem Neuen anfreunden zu können. Ich beende die Übung, wenn ich spüre, für heute ist genug.

Klein und unaufwändig entfaltet diese Übung große Wirkung.

Sie erdet mich. Nicht alles, was ich loslasse, macht mich traurig, oft genug bin ich auch erleichtert, etwas gehen zu lassen. Erstaunlicherweise spüre ich Ge-LASSEN-heit.

Sie richtet mein Augenmerk auf das, was ich brauche, um mit dem Neuen gut zurechtzukommen. Ich kann den Wandel begleiten, sogar gestalten, bin ihm nicht einfach ausgeliefert.

Zwischen diesen beiden Polen bleibt ein Drittes: „Prüfet aber alles und das Gute behaltet“. (1.Thess 5,21) So bilden das Loslassen (Exnovation), das Behalten (Tradition) und das Neue (Innovation) eine Balance. Von diesem Zusammenspiel hängt der Erfolg von Transformationen ab. Das gilt auch für die großen Transformationen, in denen wir uns gerade befinden, klimatisch, gesellschaftlich oder kirchlich.


PROGRAMMHIGHLIGHTS

Di., 28.01.2025, 19:00–21:00 Uhr ONLINE
Wie entsteht eine gute Zukunftskultur?
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Ev. Akademie im Rheinland
Isabel Hartmann, Prof. Dr. Rainer Knieling
1 Termin | 3 Ustd | kostenlos | Nr. 4122R

Mi., 05.02.2025, 19:30–21:00 Uhr ONLINE
Keltische Spiritualität – Frischluftzufuhr aus den Tiefen der Geschichte
Gerold Vorländer
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 4124R

Mi., 19.02.2025, 19:00–21:00 Uhr
Die „Glaubens-WG“ – Big Brother religiös?
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 1012B |
Melanchthon-Akademie | Sachsenring 6

Do., 04.09.2025 – Sa., 13.09.2025
Studienfahrt nach Iona – Time and Space – leben mit der Community of Iona
Informationen unter:
rinecker@melanchthon-akademie.de
Nr. 4136R

© 2026 Melanchthon Blog

Theme von Anders NorénHoch ↑