Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“ und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und andere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch verstanden und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständnis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise, wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird. Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertierten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaubte von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetzten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich deshalb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem Schaden.
Kategorie: Persönlichkeit entwickeln (Seite 2 von 2)
Die Covid-19-Pandemie wird zum sozialen Belastungstest. Wie wirken sich die Einschränkungen auf uns aus? Wie und inwieweit „infiziert“ das Virus unser Sozialverhalten – und das unserer Kinder? Wird es unsere Freiheit und unsere Gesellschaft dauerhaft verändern? Wie schaffen wir es, daraus das Richtige zu lernen?
Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Stiftung Allgemeinmedizin und der Melanchthon-Akademie am 19. November 2021 in Köln lotet Prof. Armin Nassehi, einer der einflussreichsten Soziologen Deutschlands, Inhaber des Lehrstuhls I für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und seit 2020 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dieses Feld aus.
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst innegehalten – gestoppt und sich neu ausgerichtet? Unsere Dozentin Ada v. Lüninck ist Alexandertechnik-Lehrerin und Meditationsanleiterin. Gemeinsam mit Melanchthon-Akademie-Studienleiterin Daniela Krause-Wack spricht sie über das Aktive Stoppen und das Neu-Ausrichten.
„Im Spiel kann man einen Menschen besser kennen lernen, als in einem ganzem Jahr.“ Soll Platon einmal gesagt haben. Das Spielen ermöglicht uns Neues auszuprobieren und die eigenen Grenzen auszutesten. Gabi Linde sieht den öffentlichen Raum als Spiel und Begegnungsfläche, in dem wir uns selbst und gemeinsam entwickeln können.
Jeder kennt es: In Gruppen Entscheidungen zu treffen, kann eine Herausforderung sein, gerade, weil Abstimmungen nicht unbedingt zu einem tragfähigen Ergebnis führen. Lisa Frohn führt in diesem Beitrag in die Methodik des Systemischen Konsensierens ein und beschreibt einen strukturierten Lernweg, mit dem Widerstand zum Geschenk an die Gruppe wird.
Ein Podiumsgespräch am 30. Oktober 2020 zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidbeihilfe
Im Februar hat das Bundesverfassungsgerichts entschieden: Beihilfe zum Suizid in Deutschland ist erlaubt, nachdem sie seit 2015 eine Straftat darstellte. Wer sein Leben beenden möchte, hat durch die neue Gesetzeslage das Recht auf Hilfe zur Selbsttötung.
Brottütenweisheit am Gartenzaun
Am Zaun des Karthäuserwalls flattern in diesen Tagen Brottüten. Brottüten gefüllt mit Bild, Gruß, Text und vielleicht auch einer Prise Weisheit. Für alle die, nicht offline am Kartäuserwall vorbei schlendern können, findet sich hier eine Online-Version.
Fundsachen 2020
Seit fünf Wochen im Shut down und eine Woche nach Ostern:
Eine Reporterin meint: Nächstenliebe wird ‚in‘, fährt nach Moria und ist beeindruckt, wie stark Kinder unter schlechtesten Lagerbedingungen sein können und müssen.