Autor: Frauke Komander (Seite 1 von 8)

Schulter an Schulter miteinander: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaillen-Verleihung im März 

Christian Rutishauser. Copyright: Christof Wolf SJ

Christian Rutishauser. Copyright: Christof Wolf SJ

Eva Reichmann, Kurt Scharf, Hellmut Gollwitzer, Friedrich Dürrenmatt, Manès Sperber, Eugen Kogon, Isaac Singer, Schalom Ben-Chorim, Helene Jacobs, Hildegard Hamm-Brücher und Annemarie Renger, Aktion Sühnezeichen/Kirchliche Friedensdienste, Richard von Weizäcker, Schule ohne Rassismus, Mirjam Pressler, Angela Merkel, Peter Maffay, die Stiftung Neue Synagoge, Nikolaus Schneider …  Der Berliner Theologe (+ 2003) Friedrich-Wilhelm Marquardt war ihr erster Preisträger im Jahr 1968, das jüdisch-muslimische Paar Meron Mendel und Saba-Nur Cheema der vorjährige:

Ein illustres Spektrum von Menschen und Initiativen, die sich auf unterschiedlichste Weise, weit über die Theologie und kirchliche Bindungen hinaus einsetzen, wurden seitdem, nun über den Zeitraum von nahezu 60 Jahren, für die Erneuerung des Verhältnisses von Christ:innen und Jüd:innen vor allem im deutschsprachigen Raum geehrt:

Mit ihrem Frankfurter Jüdischen Lehrhaus der 20er Jahre und der „Verdeutschung“ der Hebräischen Bibel stehen das Lebenswerk von Martin Buber und Franz Rosenzweig für die nach der Shoa so dringlich gewordene und immer wieder neu zu aktualisierende Vergewisserung der gemeinsamen biblischen Grundlage zwischen Juden und Christen. „Im politischen und religiösen Leben (ist) eine Orientierung nötig, die Ernst macht mit der Verwirklichung der Rechte aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unterschied des Glaubens, der Herkunft oder des Geschlechts.“ (Deutscher Koordinierungsrat). 1952 wurde in Wiesbaden nach US-amerikanischen Vorbild die erste bundesweite „Woche der Brüderlichkeit“ eröffnet. Seitdem findet sie Jahr für Jahr in zahlreichen Städten und Regionen statt. Seit 2023 heißt sie „Woche der christlich-jüdischen Begegnung“ – nun ist, am 7. und 8. März 2026, Köln ihr Austragungsort.

Der Preisträger dieses Jahres ist manchen Kölner:innen schon aus der Auslobung des neuen Kunstwerkes zum christlich-jüdischen Verhältnisses am Dom bekannt: Professor Dr. Christian Rutishauser SJ ist ein führender katholischer Vertreter im christlich-jüdischen Dialog in der Schweiz, in Deutschland im weiteren Europa und weltweit. Er lehrt an der Universität Luzern als Professor für Judaistik.

Am Rahmenprogramm der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille (am Sonntag, 8. März 2026, 11.30 Uhr im Gürzenich, das ZDF überträgt live) sind die Melanchthon-Akademie und die anderen im jüdisch-christlichen Dialog beteiligten Kölner Bildungseinrichtungen mit engagiert, durch ein „jüdisch-christliches Bibelgespräch“ am Samstag, 7. März von 15-16 Uhr im Kölner Rathaus/Hansasaal (Thema: Alte und Neue Prophetie) und durch einen ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 8. März um 9.30 h in der Antoniterkirche. Außerdem planen die Karl- Rahner-Akademie und die Melanchthon-Akademie eine gemeinsame biblisch-theologische Veranstaltung „Schulter an Schulter“ zur Rolle des Judentums in der christlichen Theologie.

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Das Interesse ist groß

Das Interesse ist groß: Einige Menschen haben sich bereits für das neue gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause gemeldet – eine christliche Wohngemeinschaft, die sich an der Vision der ökumenischen Community of Iona orientiert. Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden.

Was ist die ökumenische Community of Iona?

Es handelt sich um eine christliche, überkonfessionelle  Gemeinschaft von Menschen aus allen Kontinenten, die ihr Zentrum in einer alten Benediktinischen Abtei mit dazugehöriger Klosteranlage auf der schottischen Insel Iona hat. Dort leben Menschen zwischen sieben Wochen bis drei Jahren in einfachen Verhältnissen zusammen. Ziel ihrer Arbeit ist es, das christliche Zeugnis in der Mitverantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu leben. Die Gemeinschaft tut das unter anderem durch neue Gottesdienstformen und Lieder sowie den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. In der Gemeinschaft von Iona sind lesbische und schwule, bi-,trans-, intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ) herzlich willkommen. 260 Mitglieder, 1600 assoziierte Mitglieder und 1600 Freunde bilden weltweit die Gemeinschaft von Iona – dort, wo sie leben und ihr Christsein teilen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der (englischsprachigen) Internetseite der Community.

Gemeinsames Wohnprojekt auf dem Campus Kartause

Inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona und in der Überzeugung, dass Gemeinschaft verändernde Kraft hat, gehen die Menschen dieser Wohngemeinschaft auf einen Weg mit diesen Werten:

  •    der Sehnsucht nach einer gerechten und friedvollen Welt, in der das Leben für alle Geschöpfe blühen kann.
  •    einer Gemeinschaft, die sich als ein offener Prozess versteht.
  •    einem geistliches Leben, dessen Formen sich in der konkreten  Gemeinschaft entwickeln wird.

Die Menschen, die sich auf dieses Projekt einlassen, vertrauen auf die verändernde Kraft einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht, im Hören, Sprechen und Teilen. Für ein gelingendes Miteinander seien Bewusstsein für eigene Bedürfnisse und Fähigkeiten ebenso wichtig wie Freude am geistlichen Austausch: „Wer gemeinschaftlich leben will, sollte sich darüber bewusst sein: Was brauche ich und was kann ich geben? Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues, das erscheint mir ein guter Mix“, erklärt Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie.

Das Wohnprojekt umfasst neun Appartements sowie großzügige Gemeinschaftsbereiche mit Küche und Essbereich. Die Wohnflächen der Appartements liegen zwischen 59 und 83 Quadratmetern inklusive anteiliger Gemeinschaftsräume. Der Mietpreis beträgt voraussichtlich 18 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Interessierte sollten sich idealerweise für mindestens drei Jahre zum gemeinschaftlichen Leben verpflichten.
Kontakt für Interessierte: rinecker@melanchthon-akademie.de

Musik aus dem Moment – Vokale Improvisation als Zukunftskultur am 25. April

Wenn Musik entsteht, ohne dass sie vorher geschrieben ist, dann öffnet sich ein Raum, in dem Begegnung neu erfunden wird. Vokale Improvisation ist nicht nur ein musikalischer, sondern ein sozialer Akt – ein Hineinhorchen in sich selbst und zugleich in das Gegenüber. Was entsteht, ist mehr als Klang: Es ist Kommunikation, Beziehung, Resonanz.

Im Workshop „Vokale Improvisation und Musikerfindung“ lädt Dagmar Boecker dazu ein, genau diesen Raum zu betreten. Keine Instrumente, keine Notenblätter, kein vorbereitetes Repertoire – nur die Stimme, das Hören und das Jetzt. Das, was uns bewegt, kann zum Ausgangspunkt eines gemeinsamen musikalischen Gesprächs werden: eine Nachricht, ein Traum, ein Geräusch, ein Lächeln.

In einer Zeit, die von Tempo, Reizüberflutung und digitaler Dauerpräsenz geprägt ist, wirkt diese Praxis wie eine Rückkehr zum Ursprung. Atem, Laut und Wort werden zu Werkzeugen einer neuen, unmittelbaren Kunstform, die zugleich tief menschlich ist. Sie entsteht dort, wo Aufmerksamkeit und Hingabe zusammentreffen.

Improvisation bedeutet hier nicht Beliebigkeit, sondern Vertrauen – in den Moment, in das gemeinsame Hören, in das, was sich zeigt, wenn man Kontrolle loslässt. Die Gruppe wird zum Klangkörper, die Teilnehmenden zu Resonanzflächen füreinander. Aus scheinbar zufälligen Tönen werden Dialoge, aus Dialogen Kompositionen, aus Kompositionen Momente von Schönheit und Erkenntnis.

Es ist eine Arbeit an der Wahrnehmung, am Miteinander, an der Fähigkeit, etwas entstehen zu lassen, das keiner allein hervorbringen könnte. Vielleicht ist genau das der gesellschaftliche Wert solcher künstlerischer Praxis: das Üben von Kooperation, von kreativem Vertrauen, von Empathie durch Klang. „Frisch zubereitete Jetzt-Musiken“, nennt Dagmar Boecker das – ein Sinnbild für das gemeinsame Kochen mit Stimmen, für eine klingende Gemeinschaft im Werden.

Wer sich darauf einlässt, findet möglicherweise mehr als nur Musik: einen Weg, den eigenen Ausdruck zu entdecken, das eigene Hören zu verfeinern, die Kunst des Dialogs neu zu lernen – nicht nur musikalisch, sondern menschlich.

Zum Schluss sei die Ankündigung selbst wiedergegeben, die den Geist dieses Workshops bereits atmet wie ein Gedicht über das Lauschen, das Sprechen und das gemeinsame Erklingen:

SEMINARANKÜNDIGUNG

Vokale Improvisation und Musikerfindung – Musikalisch miteinander im Gespräch

Unser Instrument: die eigene Stimme. Wir haben sie einfach dabei. Wir können sie intuitiv bedienen. Atem, Ton, Wort, Laut, Klang, Geräusch sind unsere Materialien.

In diesem Workshop führen wir Musikalische Gespräche und vertonen darin gemeinsam was uns bewegt, uns berührt, uns am Herzen liegt.

Eine aktuelle Nachricht, ein kleines Erlebnis in der U-Bahn, ein Gedicht, ein Foto, der Zauber einer unbekannten Sprache, Bienengesumm im Ohr… all dies kann uns phantasieleitender Impuls für eine musikalische Mitteilung sein.

Atemverbunden schenken wir der Stille und Einander Gehör, öffnen so den musikalischen Raum für unsere kollektiven Spontan-Kompositionen: meditativ, poetisch, skurril, theatral, malerisch… einmalig und noch nie dagewesen.

Je nach Anlass und Bedarf befassen wir uns mit improvisatorischen Spielformen und Herangehensweisen, Gesprächsformen, musikalischen Aspekten oder kompositorischen Perspektiven, gestalterischen Möglichkeiten im Umgang mit Text und Stimme, Sprechen und Gesang, sowie mit der Ausrichtung des Hörens.

Individuelle Ideen oder Motive werden erhört und im Zusammenspiel weiter- gesponnen- gewebt- entfaltet- entwickelt. Gemeinsam erfinden wir Musiken, auf die eben keiner alleine kommen kann.

Von der Forschungsfrage geleitet „was braucht es? damit dies freudvoll und fruchtbar gelingen kann“ erkunden wir verschiedenen musikalische Versuchsaufbauten. Wir öffnen Hör-Bilder-Bücher und Tore zu klingenden Gärten. Wir musizieren jenseits von Stilistik und Genre. Wir sind frei für ganz Neues. Frisch zubereitete Jetzt-Musiken in denen wir schöpferische Kooperation entfalten und überraschendes Miteinander erleben. – Vielleicht eine künstlerische Vorbereitung für notwendige gesellschaftliche Zukunfts-Kultur?

Für alle Menschen, die gerne ernsthaft spielen! Die Lust haben, einander aufmerksam zuzuhören und stimmlich beizutragen, um sich klingend aufeinander zu beziehen – um miteinander in unseren kleinen Musiken ebenso genussvoll und nährend zu verweilen, wie auch entwicklungsbereit und abenteuerlustig voranzuschreiten. Vorkenntnisse sind hierfür ebenso förderlich wie nicht erforderlich. Ich bin gespannt…

Über Dagmar Boecker

Dagmar Boecker ist Sprecherin, Sängerin und Vokalimprovisatorin. Seit über 20 Jahren lehrt sie an verschiedenen Hochschulen mit Schwerpunkt an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Als staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin arbeitet sie seit über 30 Jahren mit Menschen in pädagogischen und künstlerischen Kontexten auf Bühnen und im Leben. Sie ruft Projekte und Ensembles ins Leben für vokale Improvisation, Spontankomposition und kollektive Musikerfindung, z.B. Composing Voices oder das Ensemble für poetische co&notationen.

Charlotte Horn: „TelefonSeelsorge bedeutet: Da sein für Menschen in Not“

Pfarrerin Charlotte Horn ist seit Mai 2025 die Leiterin der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln. Sie hat mit Antje Rinecker, Studienleiterin für Spiritualität und Engagement, gesprochen.

Was hat Sie veranlasst, sich auf diese Stelle zu bewerben?

Charlotte Horn.

Charlotte Horn.

Charlotte Horn: Viele Jahre lang war ich ehrenamtlich Telefonseelsorgerin – neben meinem Beruf als Schulpfarrerin an einem Kölner Gymnasium. Der ehrenamtliche Dienst am Telefon hat mich über die Jahre geprägt. Die Gespräche am Telefon waren bewegend. Und ich konnte sie in der Supervisionsgruppe besprechen; die Supervisionen helfen, diese Eindrücke zu verarbeiten, eigene Muster zu erkennen und sich weiterzuentwickeln. Ich habe gelernt, bewusster zu reagieren und innerlich gelassener zu werden. Für dieses schöne und auch anspruchsvolle Ehrenamt werden alle bei uns in einer einjährigen Ausbildung qualifiziert und anschließend durch regelmäßige Supervisionen und Fortbildungen begleitet und unterstützt. Unter anderem für die Organisation dieser fachlichen Begleitung bin ich nun  als Leiterin zuständig.

Warum ist TelefonSeelsorge wichtig?

Charlotte Horn: TelefonSeelsorge bedeutet: Da sein für Menschen in Not. Manche, die anrufen, sind in einer akuten Krise, andere leiden über lange Zeit und rufen dann auch häufiger an. Es geht um Themen, die sonst „auf der Rückseite unseres Alltags“ bleiben: Menschen rufen an, weil sie niemanden haben oder weil sie ihre Familie oder den Freundeskreis mit ihrem Problem nicht immer neu belasten wollen. Oder auch, weil sie gerade wegen der Anonymität hier ihre Scham überwinden können, über das zu sprechen, was sie bedrückt.

Was könnte mich motivieren, bei der TelefonSeelsorge ehrenamtlich mitzuarbeiten?

Charlotte Horn:  Wer bei uns ehrenamtlich mitarbeiten will, sollte offen und lebenserfahren sein, sich auf andere Menschen ohne Wertung einstellen können. Man muss psychisch belastbar sein und bereit, sich mit sich selbst und den eigenen Krisen auseinanderzusetzen und Neues zu lernen. Der Einsatz umfasst 15 Stunden pro Monat, auch Nachtdienste. Da wir anonym und verschwiegen arbeiten, kann man mit diesem Ehrenamt keine öffentliche Anerkennung bekommen – jedenfalls nicht persönlich. Wertschätzung erfahren wir in der TS-Gemeinschaft daher vor allem voneinander. Eine unserer Supervisorinnen hat uns neulich ein schönes feedback gegeben: „Ich blicke hier in so viele schöne Gesichter. Gesichter, die von innen leuchten.“ Vielleicht hat diese Wahrnehmung auch damit zu tun: in diesem Ehrenamt sind Menschen bereit, sich immer neu auch mit sich selber und ihren Lebensthemen auseinanderzusetzen. Nur wer sich selber vertieft kennt, auch die eigene Verletzlichkeit, kann bei anderen angstfrei genau hinhören, was Sache ist. Und weil wir persönliche Themen miteinander besprechen, schweißt das natürlich zusammen. So ist  für viele die Verbundenheit untereinander das Rückgrat ihres Telefondienstes. Wir erleben diese Verbundenheit bei gemeinsamen Fortbildungen, Supervisionen, bei Gottesdiensten und bei Festen, die wir feiern. Da wird es dann auch mal lustig und leicht und beschwingt. Humor ist eine wichtige Kraftquelle.

Was sind in Ihren Augen die brennendsten Themen?

Charlotte Horn: Ein besonderes Thema am Telefon sind Suizidgedanken und Suizidabsichten.  Dass es die TelefonSeelsorge gibt, liegt (auch) an der Unerträglichkeit des Phänomens Suizid. Menschen töten sich selbst – aus akuter Verzweiflung, in schwerster Depression. Wahrscheinlich hätte es in den allermeisten Fällen eine andere Lösung gegeben. Denn Menschen wollen in der Regel nicht tot sein, sie wollen nur nicht so weiterleben, wie sie es gerade tun müssen. Die TelefonSeelsorge begleitet auch Menschen in tiefster Verzweiflung, um ihnen ein Innehalten zu ermöglichen. Damit sie im Gespräch über das Unerträgliche ihrer Situation vielleicht eine Perspektive finden, die ihnen das Weiterleben ermöglicht. Deshalb werden alle Mitarbeitenden bei der TelefonSeelsorge für Gespräche mit Menschen in suizidalen Krisen geschult und weitergebildet. Unsere Mitarbeitenden können das Thema sensibel aufgreifen, und sie können es auch aktiv ansprechen, wenn es notwendig erscheint.

Das Thema unseres Programmheftes heißt für dieses Halbjahr: „Reparierbar?“ Was fällt Ihnen im Zusammenhang mit der TelefonSeelsorge dazu ein?

Charlotte Horn: Bei uns geht es nicht ums Reparieren. Wiederkehrende Themen am Telefon sind: Überforderung, mangelnde Anerkennung, Scham.  Weitere Themen sind: Beziehungsprobleme, Krankheit, Trauer, Einsamkeit, Stress, Ängste. Es rufen uns Menschen aller Altersgruppen an, manche mehrmals über Wochen, manche einmal. Unsere Haltung ist: wir wissen nicht die Lösung, aber wir unterstützen dabei, dass die Anrufenden  sich sortieren, aussprechen, Kontakt spüren –  und den nächsten Schritt im eigenen Alltag für sich finden. Aktuell wirbt sogar ein deutscher Rapper in einem seiner Videoclips am Ende darum, sich in der Not an die Telefonseelsorge zu wenden (apache207, Song: Mann muss). In dem Song geht es  um die gesellschaftlichen Zwänge, unter denen viele Jungs und Männer leiden, weil sie mit einem schwierigen Bild von Männlichkeit einhergehen. Am Ende des  Videoclips wird  die Nummer der Telefonseelsorge eingeblendet. Hier darf man sich – am Telefon –  auch mal schwach und verletzlich zeigen, das ist die Botschaft.

Alle Infos finden Sie hier:   Evangelische TelefonSeelsorge Köln – Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Wohnprojekt im „Campus Kartause“: Warum Christiane Pawlik Teil der neuen christlichen Wohngemeinschaft werden möchte

Christiane Pawlik.

Christiane Pawlik.

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine christliche Wohngemeinschaft geplant. Bald können die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Christiane Pawlik möchte dort einziehen. Sie erhofft sich von der christlichen Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause eine wohlwollende, lebendige Gemeinschaft, in der Nächstenliebe gelebt wird, Verantwortung übernommen wird und Raum für gemeinsames Menschsein entsteht – ohne Dogmen, aber mit viel Miteinander, Spiritualität und Offenheit.

Gemeinschaftliches Leben bringt Nähe, Tiefe – aber auch Herausforderungen. Was erhoffen Sie sich persönlich vom Leben in der christlichen Wohngemeinschaft?

Christiane Pawlik: Ich erhoffe mir eine wohlwollende, lebendige Gemeinschaft, verbunden durch das Band christlicher Nächstenliebe – das Teilen von Zeit innerhalb meines weltlichen und christlichen Lebens mit der Chance, ein WIR-Gefühl zu entwickeln und zu leben.

Was möchten Sie selbst in diese Gemeinschaft einbringen?

Christiane Pawlik: Ich bringe mich mit meiner Person ein, mit all meinen Möglichkeiten und meiner Neugier auf dieses Projekt.

Wenn Sie an die Zukunft des Projekts denken: Welche Art von Miteinander, Spiritualität oder Alltag wünschen Sie sich für die Menschen, die dort zusammenleben werden?

Christiane Pawlik:  Ich wünsche mir das Schaffen von Gemeinsamkeiten, Verantwortungsbewusstsein und Verbindungen, ich wünsche mir christliches Handeln in zu findenden Strukturen ohne Dogma, ich wünsche mir ein Neben- und ein Miteinander, ich möchte lachen, lieben, weinen, tanzen, beten, still sein, trauern – eben Mensch sein. 🙂

„Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues“: Christliche Wohngemeinschaft im „Campus Kartause“ geplant

hier+weiter: Kirche neu denken in Köln

Was braucht Köln von Kirche – hier und heute? „hier+weiter“ ist der Transformationsprozess im Kirchenkreis Köln-Mitte, in dem Haupt- und Ehrenamtliche neue Formen von evangelischer Kirche entwickeln. Auch die Akademie ist in verschiedenen Projekten und in der Steuerungsgruppe engagiert. Jenseits klassischer Gemeindelogik entstehen Formate, die Menschen in Köln dienen: Orte der Begegnung und Freude, Räume für Zusammenhalt und Engagement, safe(r) Spaces für Marginalisierte und Begleitung in Krisen – kurz: das, was unsere Stadt gerade braucht.

Grundlage von hier+weiter ist die Überzeugung: Wir sind gemeinsam evangelische Kirche in Köln – in Gemeinden und Einrichtungen, überall mit kreativer Arbeit, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Fachgebieten, mit Klassikern der Gemeindearbeit und neuen Ideen. Diese Stärken wollen wir besser miteinander vernetzen und wirksam machen – für die Stadt und ihre Menschen.  Nicht aus der Not heraus denkend und handelnd, sondern aus der Wertschätzung für die Ressourcen, die in unserer Vielfalt liegen.

Bei hier+weiter werden die Gemeinde vor Ort und die notwendige Weiterentwicklung anderer kirchlicher Orte zusammengedacht und in vielfältigen Projekten gelebt. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu bündeln, neue Formen des Zusammenwirkens von Haupt- und Ehrenamtlichen einzuüben und dadurch neue Energien freizusetzen.

Warum das wichtig ist

hier+weiter möchte Strukturen verändern, die Menschen außen vor lassen, und Zielgruppen ansprechen, die Kirche selten erreicht. Zugleich verknüpft dieser Transformationsprozess Bewährtes mit Neuem – so bleibt evangelische Kirche in Köln zukunftsfähig, relevant und sichtbar.

Wie das gelingt

Im Zentrum steht die Teamarbeit von Pfarrpersonen, anderen Professionen und Ehrenamtlichen – sie alle bringen ihre Gaben und Leidenschaften ein. Neue Projekte entstehen aus gemeinsamen Visionen, werden professionell begleitet und finanziell unterstützt. Grafikdesignerin Martina Wagner sorgt mit klarer Sprache und Design dafür, dass das auch nach außen sichtbar wird.

Das Ergebnis

Lebendige, bunte Projekte, die zeigen, was Kirche heute sein kann:
Ein Zentrum für Kirchenasyl, ein multireligiöses Gebet, ein queeres Netzwerk, ein Spieletreff, Segen für Schwangere, Feierabendformate für junge Leute, das Kaffeemobil – oder Karneval auf evangelisch. Und noch einiges mehr! Das alles ist getragen von Menschen, die Lust haben, etwas zu bewegen.

Mach mit!

hier+weiter ist jederzeit offen für alle, die mitmachen möchten – Hauptamtliche und Ehrenamtliche. Möglich ist sowohl, sich in einem vorhandenen Projekt zu engagieren, als auch eine ganz neue Projektidee einzubringen. hier+weiter lebt von neuen Impulsen, Engagement und Zusammenarbeit. Idee für ein neues Format? Auf der Homepage gibt es unter „Mitmachen“ eine einfache Anleitung zur Bewerbung.

Denn Kirche ist da, wo Menschen zusammenkommen, sich gegenseitig stärken und etwas Neues wagen. Von wegen Amen – wir sind noch lange nicht fertig.

 www.hierundweiter.de 

 

hier in Köln
hier von, mit und für Kölner:innen – alteingesessene und neuzugezogene
hier an vielen Orten in der City
hier zum Feiern, Reden, Zusammensein, Anpacken, Trauern, Kaffeetrinken, Weiterdenken, Friedensuchen, Spielen, Banden Bilden, sichtbar Sein, Singen, für andere Eintreten, Neues Gestalten

weiter, über das hinaus, was es immer schon gab.
weiter suchen nach dem, was (in) der Stadt noch fehlt.
weiter gehen – diesen einen Schritt, den es braucht, um anzufangen.

Bilder Copyright: Simon Veith

Junger Campus: Lernen, vernetzen, gestalten

„Sommernächte“ - Auftaktveranstaltung des Jungen Campus zum Thema zivile Seenotrettung. Adrian Pourviseh las aus seiner eindrücklichen Graphic Novel „Das Schimmern der See“.

„Sommernächte“ – Auftaktveranstaltung des Jungen Campus zum Thema zivile Seenotrettung. Adrian Pourviseh las aus seiner eindrücklichen Graphic Novel „Das Schimmern der See“.

Ein neuer Ort des Lernens entsteht und damit auch ein neues Kooperationsprojekt: Der Junge Campus auf dem Campus Kartause richtet sich an alle zwischen 20 und 40 Jahren, die Lust haben, gemeinsam zu denken, zu diskutieren und Neues auszuprobieren.

Was als Idee der Melanchthon-Akademie und des Evangelischen Jugendreferats begann, wächst nun gemeinsam mit der Familienbildungsstätte zu einer gemeinsamen Plattform für kooperative Bildungsangebote heran. Mit dem Bau des neuen Hauses der Bildung entstehen auf dem Campus Kartause Räume, in denen Begegnung, Bildung und Beteiligung neu gedacht werden können. Diese Chancen wollen wir nicht ungenutzt lassen.

Ein Ort für die Generation dazwischen

Die Zielgruppe ist bewusst gewählt: Menschen, die zwischen Ausbildung, Berufseinstieg, Familiengründung oder gesellschaftlichem Engagement ihren Platz suchen – und Fragen mitbringen, die über den eigenen Alltag hinausgehen. Der Junge Campus will ihnen Raum geben, sich einzubringen, sich weiterzubilden und anderen zu begegnen.

Ideen, die verbinden

Der Junge Campus versteht sich nicht als starres Konzept, sondern als wachsendes Netzwerk: ein Experimentierraum, in dem neue Formate entstehen dürfen und junge Perspektiven fokussiert werden. Hierfür planen wir Workshops, Vorträge oder kulturelle Veranstaltungen – interdisziplinär, aktuell, relevant. Wir schaffen einen Ort, an dem Ideen wachsen, Wissen geteilt und Zukunft gestaltet wird – mitten im Herzen der Südstadt. Schon vor dem Umzug experimentieren wir mit Formaten und arbeiten an gemeinsamen Überschneidungspunkten. Der Junge Campus will mehr, als Wissen zu vermitteln: Er möchte Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit stärken, zum Mitdenken und Mitgestalten anregen.

Ein Projekt im nächsten Semester: Feministischer Buchclub

Einmal im Monat widmen wir uns gemeinsam einem feministischen Buch – egal ob Roman, Essay, Lyrik oder Theorie – und schaffen Raum für Austausch und unterschiedliche Sichtweisen. Wir sprechen über das, was uns berührt, herausfordert oder neugierig macht, teilen persönliche Eindrücke und stellen Fragen, auf die es vielleicht keine einfachen Antworten gibt. Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat im „Der andere Buchladen“ in der Südstadt. In entspannter Atmosphäre möchten wir miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und neue Perspektiven auf feministische Themen entdecken.

https://jungercampus.blog/

„Melt down“, Kintsugi & Scherbenhaufen: Was im Raum für Risse passiert ist

Raum für Risse in und um die Kartäuserkirche. Risse wurden durch Bilder, Geschichten, Lesungen, Installationen und partizipativer Kunst sichtbar und hörbar. Dem ‚meltdown‘ (siehe Titelbild), konnte man beim Schmelzen zusehen. Ein Schale wurde mit Kintsugikunst durch goldene Fugen kollektiv repariert, ein Scherbenhaufen für irreparable Risse wurde mit Themen beschriftet, Texte fanden ihren Weg in ein Buch für Risse, das ist nur ein kleiner Teil der Impulse dieses Raumes. Hier ein kleiner Ausschnitt: 

 

„Risse bedeuten nicht nur Bruch – sie eröffnen Räume. Zwischen Steinen wächst Moos. In Mauerspalten siedeln sich Pflanzen an, finden Insekten Schutz. Selbst kleinste Fugen werden zu Mikro-Lebensräumen. Wir wenden unseren Blick auf das Unscheinbare. Wir erforschen, was dort lebt und wächst, wo Risse sichtbar werden.  Und vielleicht entdecken wir nicht nur Risse – sondern auch Verbindungslinien zwischen uns und der Natur.“     aus dem Nature Journaling workshop mit Sibylle Kamphuis

 

„Risse können wachsen. Manchmal entstehen sie leise, fast unbemerkt, doch mit der Zeit werden sie größer. Sie sind nicht nur Brüche, sondern lassen Durchblicke zu. Durch sie wird sichtbar, dass eine Biografie nicht nur aus einem Stück besteht, sondern aus vielen Schichten, Sprachen und Geschichten. Aber das Durchblicken kann auch bedeuten, immer wieder mit der eigenen Zerrissenheit konfrontiert zu sein; Identität nicht als geschlossene Einheit, sondern ein Zusammenspiel von Fragmenten, in Spannung zueinander.“                       palästinensische Kölnerin  September 2025

 

‚Ich denke, in diesen Zeiten leben mehr Menschen in Zerissenheiten und zwischen den Welten als in einheimischen Eindeutigkeiten. Vielleicht sollten wir die Netzwerke aller im Dazwischen weltweit stärken und die Kunst und die Comunities des Dazwischens stärker würdigen… Vielleicht ist so der Schmerz und Ohnmacht besser auszuhalten…. was meinst du?“                                              Kölnerin mit binationaler Familie September 2025

 

Was ist eigentlich ein Riss? Risse zwischen Ländern. Risse zwischen Zeiten. Zwischen Menschen. Religionen. Kriegen. Welten. Regionen. Orten. Was ist eigentlich ein Riss?… Gibt es einen Ort, wo man all den Rissen entkommen kann?

In einer ganz anderen Welt, in einem ganz anderen Ort, liegt das Wunderland. Es gibt einen Ort, das Wunderland. Ohne Risse. Nur freies Land. Wunderland. Ist es aber wirklich ein Wunderland? Ein Ort ohne Risse, ist das überhaupt möglich?“ 11-jähriger Enkel aus Israel

 

Seine Oma in Köln schreibt:

„Dennoch will ich die Hoffnung auf ein Wunder nicht verlieren. Ein Wunder habe ich nämlich schon erlebt: Anwar el Sadats Landung in Ben Gurion 1977 war so eins.“

eine Kölner Israelin September 2025

Ohne Risse kein Leben, oder wie kommt sonst das Küken in die Welt?

 

UN/REPARIER/BAR ?

Ab 17h ein Barcamp rund um das Thema ‚Reparatur der Innen- und Außenwelt (wie) geht das?‘  Wir bieten Impulse und freuen uns über die Ihrigen  –  im interaktiven Frageraum

Ab 18.30h: nach dem Barcamp öffnet die UN/ REPARIER/BAR mit alkoholfreien und -vollen  Cocktails

Samstag 13. 6.  17h

im Innenhof/Haus der Kirche, Kartäusergasse 9-11

Anmeldung erwünscht

 

REPARATURWERKSTATT

 

Copyright: Jörn Neumann

Scherbenhaufen

Goldfarbener Kitt

viele Menschen um den Werkstatttisch

Reparieren und reden

Über Brüche und Gold und Scherben

und und und

Scherben setzen sich wieder zusammen

Kann goldfarbener Kitt einen Bruch reparieren?

 

WER?

Wer?  Wer repariert?  Wer repariert was?  Wer repariert?  Wer?

 

 

Reparare/wieder herstellen Aktiv:

ich stelle wieder her

du stellst wieder her

er /sie/ es stellt wieder her

wir stellen wieder her

ihr stellt wieder her

sie stellen wieder her

Reparare wieder herstellen Passiv:

ich werde wieder hergestellt

du wirst wieder hergestellt

er/sie/es wird wieder hergestellt

wir werden wieder hergestellt

ihr werdet wieder hergestellt

sie werden wieder hergestellt

 

Wer?  Wer repariert?  Wer repariert was?  Wer repariert?  Wer? WER?

Bildungsurlaube: Bis zu fünf Tage bezahlt weiterbilden und neue Perspektiven entdecken

Raus aus dem Alltag – rein ins Bergische oder in die lebendige Südstadt!
Bis zu fünf  Tage bezahlt weiterbilden und neue Perspektiven entdecken

 Wussten Sie schon?

Arbeitnehmer*innen in Nordrhein-Westfalen haben Anspruch auf bis zu fünf Tage bezahlte Freistellung zur persönlichen Fort- und Weiterbildung. Möglich macht das das Bildungsurlaubsgesetz (AWbG NRW) – eine tolle Gelegenheit für alle, die sich persönlich und beruflich weiterentwickeln möchten.

 So einfach geht’s zum Bildungsurlaub

Wählen Sie Ihren Wunschkurs aus unserem Programm und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir reservieren Ihren Platz und stellen Ihnen die passenden Antragsunterlagen für Ihren Arbeitgeber zur Verfügung. Nach dessen Genehmigung steht Ihrem Bildungsurlaub nichts mehr im Weg!

 Vielfältige Themen – für Körper, Geist und Seele

Unser Angebot reicht von Gesundheitsbildung und Resilienz über theologische Fragestellungen bis hin zu ökologischen Themen.

Das gesamte Programm finden Sie online hier – Rubrik Bildungsurlaub & Studienreisen

 

Eine Auswahl:

Mi-Fr, 08.04.-10.04.2026  | 180€ | U390BR | Anke Makai

Stressbewältigung durch Achtsamkeitsschulung

Die Methode der Achtsamkeits-Schulung wurde von Prof. Jon Kabat-Zinn in den 80er Jahren im klinischen Kontext entwickelt und hat sich als hilfreiche, anerkannte und wissenschaftlich wirksam belegte Methode zum Umgang mit Stress, Schmerz, Depression und jeglicher Art von schwierigen Erfahrungen verbreitet. Durch geleitete Meditationen und sanfte Körperübungen werden eine nicht-wertende Haltung, Innehalten, Ruhe, Klarheit und Akzeptanz entwickelt.

 

Mo-Fr, 13.07.-17.07.2026 | 300€ | U301BR | Christiane Schwager

Ressourcen stärken: Selbstmanagement und Selbstsorge

In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie selbstbestimmt und souverän auf neue Herausforderungen reagieren können, indem Sie gezielt innere Kraftquellen aktivieren und eine konsequent ressourcen- und lösungsorientierte Haltung entwickeln. Anhand von Techniken und Methoden aus dem systemischen Coaching, der Stressprävention und dem Resilienztraining sowie Übungen zur mentalen Selbststeuerung entwickeln Sie Strategien, um Herausforderungen souverän zu begegnen.

 

Mo-Fr, 20.07.-24.07.2026 | 300€ | U389 | Claudia Satory

Schreiben als Lebenskompass in Beruf und Alltag

Durch schriftliche Reflexion erkunden wir unsere Lebensgeschichte, um den roten Faden unseres Daseins zu entdecken. Das Ziel ist, sich anzunehmen und den persönlichen und beruflichen Weg für ein glückliches Leben zu ebnen. Das Seminar hat einen hohen Selbsterfahrungswert, der uns offenbart, wie die Dinge wirklich liegen und wir in die Lage versetzt werden, unser Leben mit neuen Vorzeichen zu gestalten.

Buchvorstellung & Gespräch mit Arnd Henze: „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ mit Arnd Henze und Gäst:innen

Portrait Arnd Henze: Annika Graeff.

Portrait Arnd Henze: Annika Graeff.

Toxische Religiosität: Ohne die christlichen Nationalisten wäre Donald Trump nicht ins Weiße Haus gewählt worden. Doch was hält diese unheilige Allianz schon seit zehn Jahren zusammen? Gemeinsame Inhalte sind es wohl nicht — der Präsident kennt nur sich selbst als Inhalt. Das Verbindende ist die Sehnsucht nach Rache: An der liberalen Gesellschaft und am demokratischen Rechtsstaat, die ihren Allmachtsphantasien immer wieder Grenzen gesetzt haben.

Der Journalist und Publizist Arnd Henze beobachtet die religiöse Rechte in den USA und ihre Netzwerke in andere Länder schon lange. Er analysiert die Strategien, mit denen sie nach dem Mord an Charlie Kirk ihre Macht langfristig sichern wollen. Für die Kirchen und die Zivilgesellschaft ist es höchste Zeit zu erkennen: Das Gift des Christlichen Nationalismus bedroht die Demokratie nicht nur in den USA.

Cover vom Gütersloher Verlagshaus zur Verfügung gestellt.

Cover vom Gütersloher Verlagshaus zur Verfügung gestellt.

In seinem neuen Buch „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ wendet sich Arnd Henze diesem hochaktuellen Thema zu. Das Buch erscheint am 11. März 2026 im Gütersloher Verlagshaus. Am Vorabend des offiziellen Veröffentlichungstermins stellt der Autor die Publikation im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung von AmerikaHaus NRW e.V., Melanchthon-Akademie, Evangelische Akademie im Rheinland und Karl Rahner Akademie im Haus der Evangelischen Kirche in Köln, Kartäusergasse 9-11, der Öffentlichkeit vor. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Thomas Rachel (MdB, Mitglied im Rat der EKD) und anderen Gäst:innen statt.

Zu dieser Premiere, zu Buchvorstellung und Gespräch mit anschließendem Empfang, laden wir herzlich ein:

Dienstag, 10. März 2026, Beginn 19.30 Uhr

Buchvorstellung & Gespräch: „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ mit Arnd Henze und Gäst:innen (Nr. 262162H)

 

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