Schlagwort: gemeinschaftliches Leben

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Das Interesse ist groß

Das Interesse ist groß: Einige Menschen haben sich bereits für das neue gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause gemeldet – eine christliche Wohngemeinschaft, die sich an der Vision der ökumenischen Community of Iona orientiert. Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden.

Was ist die ökumenische Community of Iona?

Es handelt sich um eine christliche, überkonfessionelle  Gemeinschaft von Menschen aus allen Kontinenten, die ihr Zentrum in einer alten Benediktinischen Abtei mit dazugehöriger Klosteranlage auf der schottischen Insel Iona hat. Dort leben Menschen zwischen sieben Wochen bis drei Jahren in einfachen Verhältnissen zusammen. Ziel ihrer Arbeit ist es, das christliche Zeugnis in der Mitverantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu leben. Die Gemeinschaft tut das unter anderem durch neue Gottesdienstformen und Lieder sowie den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. In der Gemeinschaft von Iona sind lesbische und schwule, bi-,trans-, intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ) herzlich willkommen. 260 Mitglieder, 1600 assoziierte Mitglieder und 1600 Freunde bilden weltweit die Gemeinschaft von Iona – dort, wo sie leben und ihr Christsein teilen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der (englischsprachigen) Internetseite der Community.

Gemeinsames Wohnprojekt auf dem Campus Kartause

Inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona und in der Überzeugung, dass Gemeinschaft verändernde Kraft hat, gehen die Menschen dieser Wohngemeinschaft auf einen Weg mit diesen Werten:

  •    der Sehnsucht nach einer gerechten und friedvollen Welt, in der das Leben für alle Geschöpfe blühen kann.
  •    einer Gemeinschaft, die sich als ein offener Prozess versteht.
  •    einem geistliches Leben, dessen Formen sich in der konkreten  Gemeinschaft entwickeln wird.

Die Menschen, die sich auf dieses Projekt einlassen, vertrauen auf die verändernde Kraft einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht, im Hören, Sprechen und Teilen. Für ein gelingendes Miteinander seien Bewusstsein für eigene Bedürfnisse und Fähigkeiten ebenso wichtig wie Freude am geistlichen Austausch: „Wer gemeinschaftlich leben will, sollte sich darüber bewusst sein: Was brauche ich und was kann ich geben? Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues, das erscheint mir ein guter Mix“, erklärt Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie.

Das Wohnprojekt umfasst neun Appartements sowie großzügige Gemeinschaftsbereiche mit Küche und Essbereich. Die Wohnflächen der Appartements liegen zwischen 59 und 83 Quadratmetern inklusive anteiliger Gemeinschaftsräume. Der Mietpreis beträgt voraussichtlich 18 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Interessierte sollten sich idealerweise für mindestens drei Jahre zum gemeinschaftlichen Leben verpflichten.
Kontakt für Interessierte: rinecker@melanchthon-akademie.de

Wohnprojekt im „Campus Kartause“: Warum Christiane Pawlik Teil der neuen christlichen Wohngemeinschaft werden möchte

Christiane Pawlik.

Christiane Pawlik.

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine christliche Wohngemeinschaft geplant. Bald können die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Christiane Pawlik möchte dort einziehen. Sie erhofft sich von der christlichen Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause eine wohlwollende, lebendige Gemeinschaft, in der Nächstenliebe gelebt wird, Verantwortung übernommen wird und Raum für gemeinsames Menschsein entsteht – ohne Dogmen, aber mit viel Miteinander, Spiritualität und Offenheit.

Gemeinschaftliches Leben bringt Nähe, Tiefe – aber auch Herausforderungen. Was erhoffen Sie sich persönlich vom Leben in der christlichen Wohngemeinschaft?

Christiane Pawlik: Ich erhoffe mir eine wohlwollende, lebendige Gemeinschaft, verbunden durch das Band christlicher Nächstenliebe – das Teilen von Zeit innerhalb meines weltlichen und christlichen Lebens mit der Chance, ein WIR-Gefühl zu entwickeln und zu leben.

Was möchten Sie selbst in diese Gemeinschaft einbringen?

Christiane Pawlik: Ich bringe mich mit meiner Person ein, mit all meinen Möglichkeiten und meiner Neugier auf dieses Projekt.

Wenn Sie an die Zukunft des Projekts denken: Welche Art von Miteinander, Spiritualität oder Alltag wünschen Sie sich für die Menschen, die dort zusammenleben werden?

Christiane Pawlik:  Ich wünsche mir das Schaffen von Gemeinsamkeiten, Verantwortungsbewusstsein und Verbindungen, ich wünsche mir christliches Handeln in zu findenden Strukturen ohne Dogma, ich wünsche mir ein Neben- und ein Miteinander, ich möchte lachen, lieben, weinen, tanzen, beten, still sein, trauern – eben Mensch sein. 🙂

„Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues“: Christliche Wohngemeinschaft im „Campus Kartause“ geplant

„Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues“: Evangelische Kommunität im „Campus Kartause“ geplant

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine evangelische Kommunität geplant: Das  Wohnprojekt ist inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona  und wird Anfang 2027 bezugsfertig sein. Bereits Anfang des kommenden Jahres können die ersten Mietverträge unterschrieben werden.

Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, berichtete auf der Verbandsvertretung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, dass die geplante evangelische Kommunität auf dem Campus Kartause bald ins öffentliche Gespräch gebracht werde. „Wir werden konkret Menschen suchen, die sich in diese Kommunität einbringen wollen und mit denen, die sich dazu schon entschlossen haben, in Kontakt treten möchten.“ Drei Grundregeln für die Kölner Kommunität sind schon geplant. Diese beinhalten einen gemeinsamen Abend pro Woche, regelmäßige Treffen mit dem Iona-Freundeskreis und Engagement bei den spirituellen Angeboten im „Raum der Stille“ auf dem Campus Kartause oder in der Kartäuserkirche.

Gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich

Es gibt neun Appartements und gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich. Die Appartements haben eine Größe von 59 bis 83 Quadratmeter inklusive der Anteile an den Gemeinschaftsflächen. Der Mietpreis pro Quadratmeter beträgt voraussichtlich 18 Euro ohne Nebenkosten. Es wird erwartet, dass sich Interessierte zumindest für einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Zusammenleben mit der Gruppe verpflichten. Bei Interesse bitte melden unter: rinecker@melanchthon-akademie.de

Antje Rinecker, Studienleiterin bei der Melanchthon-Akademie im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, beschreibt, wie das gemeinschaftliche Wohnprojekt durch geteiltes geistliches Leben, verantwortlichen Umgang mit Ressourcen und bewusstem Miteinander Einsamkeit begegnen kann und eine tiefe, nachhaltige Form von Gemeinschaft entstehen lassen kann:

Was ist für Sie die größte Stärke dieses Projekts – und warum braucht es gerade jetzt solch neue Formen von Gemeinschaft?

Antje Rinecker: Gesellschaftlich gibt es in meinen Augen zwei Themen, die viele Menschen im Alltag umtreiben: Einsamkeit und Wohnen. Darin liegt die große Stärke des Projekts. Menschen teilen ihr alltägliches und ihr geistliches Leben. Das verbindet, schafft einen Raum in dem Vertrauen, Miteinander und, wer weiß, auch Kreativität und Engagement blühen können. Der Zuschnitt der Appartements bietet darüber hinaus genug Offenheit für Rückzug und Individualität.
Dieses freie und gleichzeitig verbindliche Miteinander geht über eine traditionelle Wohngemeinschaft hinaus. Wer zusammen betet, sich mit der Bibel und geistlichen Fragen beschäftigt, lernt sich auf einer anderen Ebene kennen. Das Miteinander gewinnt an Tiefe. Eine gemeinsame Aufgabe, wie z.B. das Gestalten einer Andacht im Raum der Stille o.ä., gibt zusätzlich Struktur und erlaubt zugleich sich experimentell auszuprobieren.

Sie orientieren sich bei der Entwicklung des Wohnprojekts an der Vision der Iona-Community. Welche Elemente aus Iona sind auch für Köln besonders wichtig?

Antje Rinecker: Die Community of Iona orientiert sich an wenigen, grundlegenden Regeln: Neben Gebet und Bibelstudium sind das vor allem der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen Geld und Zeit und der Einsatz für Bewahrung der Schöpfung, für Gerechtigkeit und Frieden. Diese Ausrichtung passt in ihrer Aktualität perfekt in den Kontext der Kölner Südstadt. Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Frieden sind unsere heutigen brennenden Themen. Sie fordern von uns ein Umdenken in Hinblick auf Gewohnheiten unseres Lebens. Doch wie kann das konkret aussehen, wie können wir uns gegenseitig ermutigen und unterstützen? Die Community of Iona bietet spannende Materialien und Diskussionsforen. In meinen Augen ist der größte „Gamechanger“ die Möglichkeit der gegenseitigen kollegialen Beratung im Umgang mit den eigenen Ressourcen im Wohnprojekt. Im konstruktiven Austausch können neue Perspektiven entstehen, auf die man alleine gar nicht kommt.

Gelingende Gemeinschaft lebt von Menschen, die sich bewusst aufeinander einlassen. Was sollten Interessierte mitbringen?

Antje Rinecker: Wer gemeinschaftlich leben will, sollte sich darüber bewusst sein: Was brauche ich und was kann ich geben? Denn das konkrete Miteinander müssen die Menschen, die zusammen wohnen wollen, aushandeln. Und jede/jeder braucht den Wunsch, miteinander an geistlichen Themen zu arbeiten, zusammen zu beten und sich mit biblischen Texten zu befassen. Nicht immer, aber regelmäßig. Einmal pro Woche ist im Augenblick angedacht. Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues, das erscheint mir ein guter Mix.

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