Monat: März 2026

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Pfarrerin Charlotte Horn über Pläne, Prozesse und Perspektiven

Das gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause entwickelt sich weiter: Die geplante christliche Wohngemeinschaft orientiert sich an der Vision der ökumenischen Community auf Iona und verbindet gemeinsames Leben, Glauben und Alltag miteinander. Begleitet wird das Projekt von Pfarrerin Charlotte Horn, Leiterin der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln.

Frau Horn, was ist Ihnen bei den Gesprächen mit den Interessierten besonders aufgefallen? Gab es gemeinsame Erwartungen oder auch ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was diese Wohngemeinschaft sein soll?

Charlotte Horn: Wenn wir über konkrete Erwartungen an das Zusammenleben sprechen, gibt es tatsächlich eine gute Schnittmenge. Da, wo es noch nicht zusammenkommt, schauen wir genau hin und gehen in den offenen Austausch. Das heißt, ich moderiere diesen Austausch. Die Gruppe erkennt in der christlichen Ausrichtung nach Iona eine Inspiration für sich. Das war am Abend, als wir mit Pfarrer i.R. Christoph Nötzel darüber ins Gespräch kamen, spürbar.

Unterschiedliche Vorstellungen beziehen sich eher noch auf Praktisches im Alltag. Und manches davon wird sich wohl auch erst im gelebten Alltag ergeben. Deshalb ist es so wichtig, gerade jetzt schon im Vorfeld eine gute Kommunikationskultur grundzulegen, so dass alle den Raum haben, ihre Bedürfnisse und Ansichten zu äußern und an einer gemeinsame Haltung zu arbeiten, die z.B. bedeutet, auch Schwierigkeiten offen anzusprechen.

An welchen Punkten wird gerade besonders deutlich, dass aus den Ideen nun wirklich ein gemeinsames Projekt entsteht?

Charlotte Horn: Hier auf Menschen zu treffen, die bereit sind, sich auf ein Abenteuer einzulassen, das so ein Projekt ja zweifellos auch ist, ist an sich schon verbindend. Sich ernsthaft damit auseinandersetzen, eine gemeinsame Lebensform zu wagen, den eigenen vertrauten Alltag zu öffnen für etwas unkonventionell Neues, führt zusammen, auch wenn die endgültige Entscheidung Einzelner in der Gruppe noch offen ist.

Wie geht es nun weiter?

Charlotte Horn: Wir werden weiter über konkrete Anliegen für das Projekt sprechen, um eine tragfähige Basis zu festigen. Und wir setzen uns gemeinsam mit dem Text der Selbstverpflichtung auseinander, die alle, die mitwohnen, unterschreiben werden. Darin geht es um die Zusage, dass die Einzelnen, die dabei sind, sich mit einer gewissen Verbindlichkeit auf den „Geist“ dieses Zusammenleben einlassen.

Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden. Mehr Infos: www.campuskartause.de

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Charlotte Horn über spirituelle Verbundenheit und den Mut zum Neuanfang

Text: APK
Foto: APK-Archiv

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Pfarrerin Charlotte Horn über die Begehung des Rohbaus

Das gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause nimmt weiter Gestalt an. Die geplante christliche Wohngemeinschaft orientiert sich an der Vision der ökumenischen Community auf Iona und verbindet gemeinsames Leben, Glauben und Alltag. Nun konnten sich Interessierte bei einer Begehung des Rohbaus ein konkretes Bild von den zukünftigen Räumen machen – begleitet wurde der Rundgang von Pfarrerin Charlotte Horn, Leiterin der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln.

Frau Horn, wie sieht es aktuell auf dem Campus Kartause und in den Räumlichkeiten aus?

Charlotte Horn: Wir wurden bei schönem Wetter vom Bauleiter über das Gelände geführt – alle ausgestattet mit Bauhelmen. Der Rohbau steht bereits und gibt einen sehr anschaulichen Eindruck davon, wie es später einmal aussehen wird. Es ist ein sehr großzügiger Bau mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Wohneinheiten, die wir besichtigt haben – im zweiten und dritten Obergeschoss auf der Nordseite – befinden sich noch im Rohbauzustand. Die Gruppe war sehr interessiert: Man ist durch die einzelnen Wohnungen gegangen, hat sich Notizen gemacht, Fragen gestellt und genau hingeschaut – etwa zur Fenstergröße, zum Lichteinfall, zur Position der Steckdosen oder zur Möglichkeit, eine Küche einzubauen. Außerdem wurden die Gemeinschaftsräume besichtigt, ein sehr großzügiger Wohnbereich. Dort entstand spontan der Wunsch in der Gruppe, eine zusätzliche größere Tür einzubauen, die bisher nicht vorgesehen war.

Was hat Sie bei der Begehung am meisten überrascht oder beeindruckt?

Charlotte Horn: Besonders attraktiv sind die zwei Lofts mit Blick auf den Innenhof. Dort kann man sich gut vorstellen, gemeinsam Zeit zu verbringen – abends zusammenzusitzen oder morgens zu frühstücken. Ein besonderes Detail der Wohnungen auf der Nordseite ist, dass man, wenn man vor die Wohnung tritt, den ganzen Tag über die Sonne von Süden genießen kann.  Diese sogenannten Freigänge bieten viel Platz – etwa für ein großes Sofa oder eine kleine Leseecke. Von dort aus gelangt man in einen großzügigen, überdachten Außenbereich, der sehr attraktiv ist. Dort zu sitzen, ist wirklich etwas Besonderes. Die Lage mitten in der Südstadt, im Severinsviertel, ist kaum zu übertreffen. Es bleibt ein insgesamt attraktives Wohnangebot.

Welche Rolle spielt diese Begehung für die Entscheidungsfindung der Interessierten?

Charlotte Horn: Die Begehung war ein ganz wichtiger Schritt: Sie hat geholfen, der Idee der Wohngemeinschaft eine konkrete räumliche und atmosphärische Vorstellung zu geben. Das war für die Entscheidungsfindung der Einzelnen sehr bedeutsam. Es war spürbar, dass große Lust besteht, diesen Ort mit Leben zu füllen. Gleichzeitig wurde aber auch sehr genau geprüft, ob die Wohnungen zu den eigenen Bedürfnissen passen, etwa in Bezug auf Größe oder Ausstattung.

Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden. Mehr Infos: www.campuskartause.de

Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Charlotte Horn über spirituelle Verbundenheit und den Mut zum Neuanfang

Text: APK
Foto: APK-Archiv

Christliche Wohngemeinschaft im „Campus Kartause“: Warum Jochen Anger Teil des Wohnprojekts werden möchte

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine christliche Wohngemeinschaft geplant. Bald können die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Jochen Anger möchte dort einziehen. Er spricht im Interview darüber, dass er nach dem Ende seines Berufslebens und einer veränderten familiären Situation in der christlichen Wohngemeinschaft die Chance sieht, Glauben bewusst in Gemeinschaft zu leben und der zunehmenden Isolation unserer Gesellschaft etwas entgegenzusetzen.

Warum haben Sie den Wunsch, Teil der neuen christlichen Wohngemeinschaft zu werden?

Jochen Anger: Anlass ist eine veränderte biographische Situation, Ende des Erwerbslebens und Auflösung der Familie. So sehe ich hier die Möglichkeit, meinen christlichen Glauben jenseits der „bürgerlichen Normalform“ zu leben.

Jochen Anger.

Jochen Anger.

Gemeinschaftliches Leben bringt Nähe und Tiefe – aber auch Herausforderungen. Was erhoffen Sie sich persönlich vom Leben in der christlichen Wohngemeinschaft?

Jochen Anger: Die Begegnung, und sicher auch manche Konfrontation mit den Mitbewohnerinnen, ermöglicht das Einüben von Gemeinschaft, die über eine Wohn- und Zweckgemeinschaft hinausgeht. Damit kann zugleich eine Isolation aufgebrochen werden, die unsere Gesellschaft und auch mich selbst dominiert.

Was möchten Sie selbst in diese Gemeinschaft einbringen?

Jochen Anger: Meine Erfahrungen in gemeinschaftlichem Leben (Taizé u.a.) und praktische Talente in organisatorischen und handwerklichen Dingen.

Wenn Sie an die Zukunft des Projekts denken: Welche Art von Miteinander, Spiritualität oder Alltag wünschen Sie sich für die Menschen, die dort zusammenleben werden?

Jochen Anger: Eine große Offenheit für das Denken, Fühlen und Tun der anderen in dieser Gemeinschaft. Das Suchen und Erkennen von Gemeinsamkeiten und zugleich Respekt vor den Eigenheiten der Mitbewohnerinnen. Die Balance zwischen diesen gegenläufigen Kräften zu finden, ist sicher nicht einfach. Dass wir uns das zutrauen und dafür einander vertrauen, ist eine Voraussetzung für das Gelingen des gemeinsamen Lebens.

Frühjahrstagung „Warum werden Menschen rechtsradikal?“: Theologin Philine Lewek über neurechte Netzwerke

Theologin Philine Lewek.

Theologin Philine Lewek.

Rechtsradikale Einstellungen sind längst kein Randphänomen mehr. Wahlerfolge extremistischer Parteien, rassistische Gewalt und antisemitische Ressentiments stellen Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor enorme Herausforderungen. Was treibt Menschen in rechtsradikale Denk- und Gefühlswelten? Welche psychologischen, sozialen und theologischen Faktoren wirken dabei – und wie kann Prävention gelingen? Diesen Fragen widmet sich die Frühjahrstagung 2026 „Warum rechtsradikal? Ursachen, Motive und Prävention“, die am 13. und 14. März 2026 in Köln stattfindet. Veranstaltet wird sie gemeinsam von der Melanchthon-Akademie und der C. G. Jung-Gesellschaft Köln.

Am Samstag, 14. März, stehen bei der Tagung Fachvorträge und Workshops im Mittelpunkt. Die Theologin Philine Lewek beleuchtet um 11.15 Uhr das Phänomen eines „neurechten Christentums“ und politische Deutungsmachtkonflikte.

In neurechten Netzwerken in Deutschland und Österreich ist eine Trendwende zu beobachten. Während sich klassische extrem rechte Organisationen eher an einem germanischen Neuheidentum orientiert haben, positionieren sich zentrale Protagonist*innen der Neuen Rechten und der AfD mittlerweile als „christlich“. Der Vortrag beleuchtet dieses neurechte Christentum, zeigt theologische Argumentationen und fragt nach den Konflikten, die durch die Präsenz von neurechten politischen Theologien entstehen.

Frau Lewek, was sind die neuesten Tendenzen in neurechten Netzwerken in Deutschland und Österreich?

Philine Lewek: Ungefähr seit 2000 ist zu beobachten, dass es in Knotenpunkten der Neuen Rechten eine Art Positionierung als „christlich“ gibt. Das war vorher nicht in diesem Maße der Fall. Sowohl im traditionellen Rechtsextremismus war eher ein germanisches Neuheidentum verbreitet. Und auch bei strategischen Stichwortgebern der Nouvelle Droite spielt das Christentum eher keine zentrale Rolle – dort findet sich eher ein europäisches Neuheidentum. In der deutschsprachigen Neuen Rechten sieht man inzwischen jedoch durchaus eine Wende hin zu einem affirmativen Zugriff auf christliche Begriffe und Theologien. Das würde ich als Trendwende beschreiben. 

Warum ist es so wichtig, neurechte politisch-theologische Argumentationen öffentlich zu thematisieren und wissenschaftlich zu analysieren? 

Philine Lewek: Ich denke, das ist vor allem im Hinblick auf die Konflikte wichtig, die wir führen werden. Neurechte politische Theologien haben andere Voraussetzungen als kirchliche oder akademische Theologien. Es ist wichtig, diese Tendenz wahrzunehmen: nämlich neurechte Interpretationen des Christentums, die andere Prämissen setzen, nicht wissenschaftlich rückgebunden sind und sich nicht in derselben Weise einer konsistenten Argumentation verpflichtet fühlen. Aufgrund dieser anderen Voraussetzungen geraten sie notwendig in Konflikt mit kirchlichen oder akademischen theologischen Zugängen. Um diese Konflikte gut und konstruktiv führen zu können, ist es sinnvoll, sich damit zu beschäftigen. 

Welche Probleme und Konflikte entstehen für Kirchen und die Zivilgesellschaft durch die Vereinnahmung christlicher Symbolik? 

Philine Lewek: Wenn man es konkret macht, würde ich sagen: Probleme entstehen vor allem innerhalb von Kirchengemeinden, weil man dort mit den organisatorischen Fragen der Konflikte beschäftigt ist. Etwa: Wie ist das mit Funktionen und Verantwortung? Wie ist es mit Gemeindekirchenratsmitgliedern, die öffentlich die AfD unterstützen? Geht das – und wollen wir das als Gemeinde? Daraus entstehen Konflikte, die gut geführt werden müssen.

Termin der Tagung: 13.–14. März 2026
Ort: Haus der evangelischen Kirche, Köln
Kosten: 95 Euro (inkl. Catering)

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.melanchthon-akademie.de
www.cgjung.org

enschen rechtsradikal?“: Theologin Philine Lewek über neurechte Netzwerke

Pfarrer Christoph Nötzel über die christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause

Es gibt bereits Interessierte für das neue gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause – eine christliche Wohngemeinschaft, die sich an der Vision der ökumenischen Community of Iona orientiert. Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden. Pfarrer i.R. Christoph Nötzel bringt die Perspektive der ökumenischen Community of Iona in das Wohnprojekt ein.

Herr Nötzel, was fasziniert Sie persönlich an Iona – und warum passt diese Vision so gut an diesen besonderen Ort in Köln?

Christoph Nötzel: Dann muss ich zuerst ein wenig von Iona erzählen. Iona ist eine kleine Insel – kaum fünf Quadratkilometer groß – vor der schottischen Westküste. Manchmal denke ich, sie hat etwas von Lummerland: überschaubar, windumtost, mit nur einer kleinen Straße. Und doch ist sie seit Jahrhunderten ein Kraftort für Glaube und Kirche.

Von hier aus zogen im frühen Mittelalter iroschottischeMönche nach Europa – getragen von einem Pilgerethos: Christsein heißt, sich auf den Weg zu machen, auch in die Fremde. In den 1930er Jahren wurde die alte Abbey zum Geburtsort der Iona Community, die heute weltweit verstreut lebt – und doch geistlich verbunden ist. Sie engagiert sich für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen, für eine Verbundenheit in Frieden und Gerechtigkeit in und mit der ganzen Schöpfung.

Von Iona sagt man, es sei ein thin place – ein Ort, an dem die Grenze zwischen Himmel und Erde dünn wird wie ein Stück Seidenpapier. Diese Erfahrung von Verbundenheit prägt die Spiritualität der Community: Gott mitten im Alltag zu suchen – und ihn oder sie dort zu loben, wo es hell ist, aber auch in den Abgründen.

Mich fasziniert genau diese Verbindung: ganz fromm – und zugleich mit beiden Füßen auf der Erde. Mystik und Widerstand, wie Dorothee Sölle es genannt hat. Verständigung suchen, Gerechtigkeit einüben, niemanden ausschließen, gemeinsam Verantwortung tragen – partizipativ von Grund auf. Gottesdienste in alltagsnaher und zugleich poetischer Sprache, voller Rhythmus und Musik, feiern Christus und suchen nach Heilung, Frieden und Gerechtigkeit, nach Liebe und Verbundenheit.

Und das passt erstaunlich gut nach Köln. Diese Stadt kennt Lebensfreude und Widerständigkeit, Nähe und Vielfalt. Am Campus Kartause kann dieser Geist der Verbundenheit – zwischen Himmel und Erde, zwischen Menschen, zwischen Kirche und Stadt – einen sichtbaren Ort bekommen.

Die Iona-Community verbindet geistliches Leben, Gemeinschaft und gesellschaftliches Engagement. Wie könnte diese Haltung ganz konkret den Alltag einer Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause prägen?

Christoph Nötzel: Das ist zunächst eine Frage an die Menschen, die sich entscheiden, dort gemeinsam zu leben. Dem kann ich nicht vorgreifen. Aber die Aufgaben liegen auf der Hand.

Wie wollen wir Verbundenheit miteinander leben?
Was teilen wir – Zeit, Räume, Verantwortung – und was bleibt individuell? Und wie machen wir das?
Wie gestalten wir unsere Beziehung zum Campus, zur Südstadt, zu den Menschen um uns herum?

Zur Iona-Haltung gehört auch die Frage nach einem gemeinsamen geistlichen Quellort: Gibt es Zeiten des Gebets, des Innehaltens, des Singens? Orte, an denen wir spüren, wie sich Himmel und Erde in uns berühren?

Und nicht zuletzt: Wie finden wir im Alltag eine ökologische Praxis – ein Leben mit der Schöpfung, nicht gegen sie? Nachhaltigkeit beginnt nicht in Programmen, sondern im täglichen Tun.

All das braucht eine Kultur des Respekts: Achtung vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, offene Gespräche, die Fähigkeit zuzuhören, auch kritisch zu sein – und dennoch verbunden zu bleiben. Gemeinschaft ist kein fertiger Zustand, sondern ein immer neuer Versuch.

Was macht dieses Projekt aus Ihrer Sicht zu etwas Besonderem – auch im Vergleich zu anderen gemeinschaftlichen Wohnformen?

Christoph Nötzel: Wo Menschen zusammen wohnen, suchen sie ein Zuhause. Dass das gelingt – individuell und miteinander – ist nie selbstverständlich.

Hier kommt jedoch eine zusätzliche Dimension hinzu: Der Leitgedanke der Verbundenheit öffnet den Horizont. Es geht nicht nur um das Miteinander unter einem Dach, sondern um eine doppelte, ja dreifache Beziehung:

Verbundenheit nach innen – zwischen den Mitwohnenden.
Verbundenheit nach außen – mit dem gesellschaftlichen und ökologischen Umfeld.
Und Verbundenheit „nach oben“ – im Sinn einer geistlichen Offenheit für Gott.

Oder anders gesagt: Verbundenheit nach innen und außen, nach unten und oben.

Das macht das Projekt anspruchsvoll – und zugleich besonders. Es ist mehr als eine Wohngemeinschaft. Es ist ein Lebensversuch.

Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, Teil dieser Wohngemeinschaft zu werden: Was würden Sie dieser Person sagen?

Christoph Nötzel: Wer hier glücklich werden und ein Zuhause finden möchte, sollte ein kommunikativer Mensch sein. Damit meine ich nicht zuerst: viel reden. Sondern zuhören können. Sich einfühlen. Auf andere zugehen. Verständigung suchen. Kompromisse aushalten. Teil-nehmen und teil-haben.

Fragen Sie sich: Bewegt mich das?
Habe ich eine spirituelle Empfänglichkeit – und zugleich den Mut, mich gesellschaftlich einzubringen?
Bin ich bereit, nicht nur für mich zu wohnen, sondern mit anderen zu leben?

Gemeinschaft trägt – aber sie fordert auch.
Wenn Sie spüren, dass dieser Geist von Iona Sie innerlich anspricht, dann könnte es sein, dass hier ein zukünftiges Zuhause auf Sie wartet.

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